Freitag, 29. April 2016

Spring, are you kidding?- Oder: Frühling, dein Ernst jetzt??

Als ich heute Morgen vor die Tür ging, entfuhr mir beinahe ein Schrei des Entsetzens, als ich DAS erblickte:
....sah es doch vor kurzem, also genauer gesagt, bis gestern noch SO aus:
Nachdem ich mich von meiner "Schnappatmung" wieder einigermaßen erholt hatte, wollte ich bei einem Rundgang durch den Garten natürlich wissen, wie die anderen Pflanzen unter dem Temperatursturz gelitten haben, und entdeckte DAS hier:
Unsere "Maigold" blüht bereits! Was sehr außergewöhnlich ist; denn selbst in milden Wintern und zeitigem Frühjahr blüht sie immer erst zum Geburtstag von Mr. Perfekt, also am 4. Mai (sorry Schatz, dass ich hier deinen Geburtstag verrate, aber ich sag ja nicht das "Baujahr" dazu ;-)
Deshalb lautet mein Plädoyer: Lieber Frühling, was genau stimmt nicht mehr mit Dir?


Unserem Apfelbäumchen und den Tulpen konnte der Sturm + Regen + Hagel in den letzten Tagen anscheinend nichts anhaben, denn die sehen so aus:

Jetzt hoffe ich inständig, dass nach diesem Wochenende der Frühling endlich ein Einsehen mit uns hat und uns wieder mildere Temperaturen beschert, damit meine ganze Aussat in unzähligen Töpfen es einigermaßen überlebt.

Und wie sieht es bei euch aus? Wart ihr auch so enthusiastisch mit dem Aussäen und Pflanzen, oder konntet ihr euch noch einigermaßen zurückhalten? Vielleicht habt ihr ja Lust, davon zu berichten? Ich würde mich wirklich freuen.

Ich wünsche euch trotz allem ein schönes "Indoor-Wochenende".

Bis bald,
eure Jeanne


Dienstag, 26. April 2016

Nachfüllbare Tücherbox, oder: Frühlingszeit ist (Heu-)Schnupfenzeit


Kennt ihr das auch? In der Schnupfenzeit liegen bei uns immer wieder achtlos hingeworfene Taschentücher-Verpackungen.

...auf der Fensterbank...

....auf der Couch....
...und allzuoft muss ich diese vor dem Wäschesortieren aus sämtlichen Hosen-und Jackentaschen entfernen!
Das macht mich, gelinde gesagt, ganz "kirre"!! Und da ich nach und nach versuche, unseren Haushalt
so plastikfrei wie möglich zu bekommen,
 hatte ich zum Glück den rettenden Einfall: 
-Nachfüllbare Tücherboxen-

(da ich bei meinem letzten Post mit der Coffeebag-Tasche Besserung gelobt habe, was Anleitungen betrifft, versuche ich es also diesmal mit einer ausführlicheren Vorgehensweise :)


Alles, was ihr dazu braucht, sind: leere Tücherboxen, die ihr an den Laschen vorsichtig öffnet,


  eine Nähmaschinen-Nadel, mit der ihr danach nur noch Papier näht,


 Klettband zum Nähen (nicht zum Kleben)

 und dann kann´s schon losgehen:
schneidet euch das Klettband in der Länge des Verschlusses der Box zurecht

 und näht die jeweiligen Teile auf die Laschen der Box.
Dabei unbedingt darauf achten, dass man sie einmal aussen und einmal innen annäht!!
(öhm..keine Ahnung, warum ich das extra erwähne, "hüstel"!)



 dann befüllt man die "schönen" Schachteln aus der "Nachfüll"-Schachtel


 und bevor hier der Aufschrei kommt, von wegen Schleichwerbung und so,-ja ich geb es zu:
es gibt Produkte, die finde ich so toll, ich würde dafür sogar mit der Glocke durch´s Dorf rennen, wie man so schön sagt!!
Dazu zählt nunmal diese absolut plastikfreie Taschentücher-Box


Ferner ist darauf zu achten, dass man auch wirklich Taschentücher nimmt, und keine Kosmetiktücher. Letztere sind zu dünn und fusseln so stark, dass man erst recht davon niesen muss. Weiterer Nachteil: es ist immer Plastik dabei, und wenn es das komische "Guckloch" ist, das anzeigt, wieviele Tücher noch da sind. 
Dieses Guckloch zählt für mich zu der Kategorie: Dinge, die die Welt nicht braucht!
So und jetzt verteile ich die Schachteln wieder im ganzen Haus, sprich an den strategisch wichtigsten Plätzen!

Im Wohnzimmer:
 

Im Esszimmer:
Im Gäste-WC:

Im Badezimmer:



And last, but not least: Im Schlafzimmer:

Für Unterwegs wählte ich diese Lösung: (von denen bald noch mehr folgen werden)

Dazu hab ich einfach eine Taschentücher-Verpackung zerlegt, und diese als Schnittmuster verwendet.
Einen Preis würde ich mit dieser Näherei bestimmt nicht gewinnen, aber das kleine Täschchen soll ja auch nur seinen Zweck erfüllen.

Und um das ganze noch auf die Spitze zu treiben, hab ich auch unsere "Schaltstelle" im Flur mit Taschentücher bestückt. Denn kurz bevor wir das Haus verlassen, wird nochmals panisch überprüft, ob auch ja genug Schnäuzmaterial vorhanden ist. Jeder Heuschnupfen-Geplagte, weiß, was ich meine...
(und nein, ich hab sonst keine Hobbies, danke der Nachfrage ;-)


Und demnächst zeige ich euch, wie ich Herrin über die gebrauchten Taschentücher wurde ;-)
und was es mit unserer "Schaltstelle" auf sich hat.
Bis demnächst, 
eure Jeanne

 verlinkt mit https://www.creadienstag.de

Sonntag, 24. April 2016

Das ist ja dufte!!!

Erinnert ihr euch noch an meinen "Post" vom 13. April? (Spring has sprung)?
Da ging es um diese kleine Schönheit hier:


Darf ich vorstellen: Die TULIPA SYLVESTRIS, auch Weinbergstulpe genannt. Und das besondere an dieser Tulpenart ist, dass sie duftet und damit so ziemlich die einzige ihrer Art ist. Zugegeben, mir wäre diese Tulpenart wahrscheinlich nie aufgefallen; doch in oben besagtem Beitrag habe ich doch erzählt, dass wir auf dem Weg zu einem Gartenmarkt an Weinbergen vorbeikamen, wo eben diese Tulpe irgendwie frech und stolz zugleich, mitten in einem Weinberg stand. Und selbst da wäre ich vorher achtlos vorbeigegangen, WENN ich nicht zufällig an diesem Morgen in der Sonntagszeitung einen Bericht über eben besagte Blume gelesen hätte. 

Viele werden nun denken: "Ja mein Gott, kein Grund jetzt gleich auszurasten!" , dem muss ich aber entgegenhalten: DOCH!! Denn, wie bei so vielem, hat der Mensch es fast wieder geschafft, sie nahezu auszurotten. Und gerade deswegen ist dieser Anblick so selten. 

ABER:
Es gibt Hoffnung!
Denn man kann sie mittlerweile im Fachhandel bestellen und ihr ein liebevolles Zuhause geben. Und keine Angst, wenn ihr nicht gerade in einer Weinbergsgegend wohnt. Sie kam angeblich über die Alpen zu uns und hat sich mit der Zeit an die einzelnen Klimabedingung angepasst, so dass man sie inszwischen selbst im Süden Skandinaviens antreffen kann. Bie geeigneten Kulturbedingungen (Sonne, kein saurer Boden) ist sie trotz ihrer Zartheit robust und zum Verwildern geeignet. Da ihr Bestand geschützt ist, darf sie keinesfalls aus der Natur entnommen werden.(Quelle:wildfind)

Leider war es uns nicht möglich, an der Pflanze selbst zu riechen, denn es heißt: (Zitat)" Wer einmal den süßen Duft der Tulpe gerochen hat, der vergisst, ganz schnell die Tulpen aus Amsterdam!" Aber ich werde mir gleich im Internet ein paar Zwiebeln davon bestellen, und hoffe, dass ich schon im nächsten Jahr den Duft der Wildtulpe genießen kann. Drückt mir die Daumen. 
Vielleicht seid ihr ja ähnlich gestrickt, wie ich, und ihr setzt euch ebenfalls dafür ein, Wildarten so gut es geht zu erhalten. Ich würde mich jedenfalls rieeesig über ein feedback von euch freuen, falls ihr sie ebenfalls pflanzen wollt, oder bereits im Garten angesiedelt habt. Und wer weiß, vielleicht ist dann nachfolgendes Bild in Zukunft gar nicht mehr sooo selten:

Die Generationen nach uns werden es uns (vielleicht) (hoffentlich)danken.

In (kindlicher Vorfreude)
eure Jeanne


Dienstag, 19. April 2016

Was lange währt...

...wird endlich gut
E n d l i c h  ist sie fertig: meine "Coffee-Bag"-Tasche
Und hier ist das Ergebnis:
 
 Entschuldigt bitte, wenn ich keine ausführliche Anleitung anfüge, aber
 1. bin ich absoluter Anleitungs-Analphabet, will sagen: ich kann keine Anleitungen      lesen, und
 2. schon gar nicht selbst schreiben. Das überlasse ich lieber den Leuten, die das           besser können.

 (Gelobe aber hoch und heilig Besserung bei meinen nächsten Posts ;-)

Ich kann nur so viel sagen: Ich habe im Ganzen 8 schwarze Kaffeebeutel für die Tasche gebraucht (Vorder-und Rückseite je 3, an den Seiten je 1)

Den Boden bilden 2 weiße Coffee-Bags die ich ineinandergesteckt und in die ich vorher noch einen festeren Pappkarton gesteckt habe. (Blöd, wenn man zwischendurch die Marke wechselt, was aber im Nachhinein gar nicht mal so schlecht aussieht!)



Ich hab mir unzählige Anleitungen , vor allem in Pinterest und Creadienstag angesehen und dann einfach drauflosgenäht, indem ich die Beutel nebeneinander gelegt und mit Zickzackstick meine Maschine regelrecht traktiert habe. (Teilweise war es ein regelrechtes "Gekämpfe" und ich bin meiner Nähmaschine unendlich dankbar, dass sie das alles mitgemacht hat, vor allem in den Ecken!!!da darf man nicht so genau gucken :)

Die Schlaufen sind übrigens von einer alten Tasche, die ihren Dienst längst aufgegeben hat und das Band zum Einfassen war von einer Schürze übrig (nein, kein Witz), deren Bänder viel zu lange waren, die ich dann einfach gekürzt habe, da sie fast bis zum Boden schleiften. Ich hab mich damals wirklich gefragt, wie groß man für eine einfache Haushaltsschürze sein muss..1,90m????


 Wir ihr also sehen könnt, ist diese Tasche ein absolutes Re-und Upcycling-Projekt.Und im Nachhinein kann ich mich nur den Worten einer Bloggerin im Netz (sorry, aber ich finde die Quelle nicht mehr) anschließen, die so treffend meinte:"Das Schwierigste an der Tasche war, den ganzen Kaffee zu trinken!" ;-)

In diesem Sinne schalte ich jetzt erst mal meine Kaffeemaschine ein, und sorge dementsprechend für Material-Nachschub für die nächste Tasche!!! Und immer dran denken:

Mittwoch, 13. April 2016

Spring has sprung!!

Am Sonntag waren Mr. Perfect und ich auf einer Garten-Ausstellung in der Pfalz, bei der wir auf dem Weg dorthin an wunderschönen Weinbergen vorbeikamen. (Von der Gartenausstellung selbst kann ich leider keine Bilder vorweisen, da ich bei solchen  Menschenmassen immer die reinste Panik bekomme und schnell das Weite suche...) 

Trotzdem  fiel mir auf, wie weit die Natur inzwischen schon ist.
Das gleicht geradezu einer reinsten Blütenexplosion:

Vor allem die Magnolien stehen schon in ihrer vollen Pracht:
Hier ist die Welt noch in Ordnung und selbst die Hühner dürfen glücklich sein:




Was mich aber am meisten faszinierte, war diese etwas unscheinbare Blume, und zwar die Weinbergstulpe:

Und was es mit dieser besonderen Tulpe genau auf sich hat, erfahrt ihr im nächsten Post...

Bis dahin,

eure Jeanne




Dienstag, 12. April 2016

Vergessen kann auch gut sein...

Letztes Jahr sah ich in einer Gartensendung einen Beitrag über Primeln und bin, ehrlich gesagt, aus allen Wolken gefallen, als es da hieß, dass man Primeln nach dem Blühen nicht entsorgen muss, (so wie ich das immer fein sorgsam getan habe), sondern auspflanzen kann; man nennt das in der Fachsprache auch "verwildern". Leider habe ich auch das wieder vergessen, und siehe da, was entdeckte ich, als ich das China-Schilf zurückschnitt?:
 Meine Primeln vom letzten Jahr, die ich eigentlich einpflanzen wollte!...
Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, waren die Schnecken allerdings schlauer, schneller, als ich, denn diese haben sich scheinbar eher an die Frühjahres-Boten erinnert.

ABER:
Die anderen, die ich tatsächlich "ausgewildert" hab, fand ich auf Anhieb wieder.
Diese sehen allerdings so aus:
Ich gebe es zu: Sie sehen etwas mickrig aus. Deswegen lautet mein Fazit: Primeln nach dem Verblühen irgendwo im Garten verstecken und hoffen, dass man im Jahr darauf den Schnecken zuvor kommt :)
Also:
"lessons learned" kann ich da nur sagen...

In diesem Sinne,

eure Jeanne