...dann öffntet sich bekanntlich eine neue! So geschehen, bei meinem ach so heißgeliebten Unverpacktladen, der die Coronakrise leider nicht überlebt hat. Also schickte ich erneut eine Bestellung ans Universum und siehe da: ein neuer Unverpacktladen, ganz in unserer Nähe öffnete seine Pforten.
(Daaanke liebes Universum! Auf dich ist eben IMMER Verlass :))
Da ihr ja wisst, dass ich im Februar weitestgehend auf Plastik verzichten wollte, war ich also überwiegend im Unverpackt oder auf dem Markt unterwegs. Darüberhinaus, zog ich nur noch mit entsprechenden Behältnissen und Beuteln los. Und das ganze sah dann meistens so aus: (Achtung: Bilderflut!)
(Hier: was Süßes für die Seele, bzw. für die Spielabende mit der Familie und Tee direkt aus dem Teeladen in die Dose abgefüllt)
Auf dem Markt fand ich einen Käsewagen, bei dem ich den Käse direkt in Scheiben geschnitten bekomme, und das auch noch passgenau für mein Behältnis
Was ich in diesem Monat auch wieder aus seinem Dornröschenschlaf riss, weil sie wieder öfter zum Einsatz kam, war meine sog. "Croissant-Tasche" von
*HIER*.
Auf dem Markt gibt es nämlich einen Stand, wo man Mohrenköpfe einzeln kaufen kann. Uuuupps, sorry, das ist ja auch nicht mehr "ethisch korrekt"! Dann also "Schaumküsse". (Kleine Anekdote am Rande: 2 Dörfer weiter gibt es noch eine "Mohren"-Apotheke. Weil das heutzutage aber aus eben genannten Gründen nicht mehr sein darf, soll diese umbenannt werden. Die Besitzerin meinte nur: "Bis ich die komplette Apo umfirmiert habe, schliesse ich sie lieber! Die Kosten und der Aufwand sind für mich partout nicht zu stemmen!"...Keine Worte, oder??)
So wanderten also diese "Schaumkopfkuss-Dingens" in eben diesen Beutel und ein paar Tage später an Fasching, holte ich mir die Berliner (ist das eigentlich noch ethisch korrekt???) auf diese Weise direkt beim Bäcker.
Und beim Unverpackt wanderten schließlich die Datteln dort hinein.
Aber WAS hat das jetzt alles genau gebracht? werden sich einige wohl fragen.
Am Ende des Monats leerte ich den bis dahin angefallenen Plastikmüll (ca.1/4 eines normalen gelben Sacks) auf einem Tuch aus und begann ihn zu sortieren. Das Ergebnis sah dann SO aus:

Rechts ist also der Katzen-Anteil, in der Mitte unsere Lebensmittel und links die Umverpackung unserer Regenzisterne, die wir leider nur online bestellen konnten. Mein Fazit lautet also: Es ist tatsächlich etwas mehr Arbeit, ABER: frau verlässt auch mal ausgetretene Pfade und findet neue Wege, sprich Einkaufsmöglichkeiten. So war ich z.B. überrascht wie vielseitig das Angebot mittlerweile selbst auf einem Mini-Wochenmarkt ist. Wenn es jetzt noch eine Möglichkeit gäbe, Katzenfutter unverpackt zu bekommen, wäre das wohl die legendäre "Eierlegende Wollmilchsau"! Aber ich gebe auch hier die Hoffnung nicht auf und frage immer und immer wieder nach. Bis die Geschäfte es schließlich leid sind und einknicken, hihi ;-) Ich werde z.B. nie vergessen, wieviele teils unfreundliche e-mails ich von den Molkereien erhielt, als ich mich erdreistete nachzufragen, warum es denn keine laktosefreie Milch, Joghurt, Quark, etc im Pfandglas gibt. Und heute stehen diese Produkte wie selbstverständlich in den Regalen...Wird also Zeit, die Hersteller wieder mal zu nerven, warum es keine Tomaten in (lichtgeschützten) Pfandgläsern gibt. *lach*...
Ihr seht also, es gibt noch viel zu tun...reiten wir los, ähhh, packen wir´s an. ;-)
In diesem Sinne,
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne