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Dienstag, 11. Juni 2024

Wächst uns das alles etwa über den Kopf??

Ihr Lieben, 
es ist gefühlt schon wieder eine Ewigkeit her, dass ich zum Bloggen komme. 
Wie ihr ja wisst, haben wir Anfang des Jahres unser finales "Headquarter" bezogen. Das zu diesem Zeitpunkt noch so aussah:

Ein recht schlichtes Objekt, "white canvas" sozusagen, also die berühmte weiße Leinwand, die es zu gestalten gilt. Der Vorbesitzer hat nach zig Jahren Hausbau nach der Fertigstellung gerade mal 3 Wochen drin gewohnt, bevor er das Hospiz bezogen hat und schließlich starb. Das ist so tragisch und tut mir so unendlich leid!...
 
Umso mehr können wir uns nun bei der Gestaltung austoben. Und wir haben den Verkäufern, also den Erben auch versichert, dass wir all unser Herzblut hineinstecken werden, um es in ein Kleinod zu verwandeln.
Dementsprechend herausfordernd ist diese neue Aufgabe, so dass sehr viel Zeit dafür beansprucht wird.
Doch wenn ich bedenke, dass wir gerade mal vor 8 Wochen eingezogen sind, so muss ich selbst oft staunen, WIE VIEL wir schon geschafft haben. Und es fühlt sich an, als würden wir schon eine Ewigkeit hier wohnen, was immer ein gutes Zeichen ist. 

Unsere Katzen sind ebenfalls im 7. Himmel; kein Wunder, denn zuvor waren sie in einem kleinen Garten regelrecht eingesperrt eingeengt, durch all die Zäune und Mauern rundherum. Aus diesem Grund haben sie sich anfangs auch kaum vor die Tür getraut ;-) Alles erscheint hier so riesig, selbst diese komischen "Hunde", die auf einmal auf Hufen daherkommen, so dass man regelmäßig unter die Couch flüchten muss. Wir hätten ihnen wohl nicht verschweigen dürfen, dass sich am Ende unseres Grundstücks ein Reiterhof befindet. (...kann man die Pferde im Hintergrund erkennen? ;-)
 
Anfangs zogen sie es von daher vor, erstmal alles aus sicherer Distanz, und zwar von ihrem "Katzen-Ausguck" zu beobachten. Direkt am Haus führt ein Feldweg vorbei, wo regelmäßig Hunde, Jogger, Radfahrer uvm. unterwegs sind, so dass es ständig was zum Gucken gibt.
 
 

Das war von erster Stunde an ihr absoluter Lieblingsplatz! Kein Wunder, gab es früh Morgens schon regelrechtes "Gerangel", wer da als erste sitzen darf. Bis sie gemerkt haben, dass für beide Platz ist. Dennoch wechseln sie sich lieber ab; Katzenlogik halt!!!

Neben den Katzen mussten natürlich auch die Schildis mit ins Gepäck, sobald sie aus dem Winterschlaf aufgewacht sind. (Hier einer der Jungs beim Baden, wie immer unter strenger Aufsicht des Badepersonals ;-)

...und natürlich auch Penny. Diese zog es jedoch vor, nach dem Winterschlaf an Ort und Stelle, sprich im Gewächshaus, zu baden!...

Wir haben es übrigens geschafft, das Gewächshaus im Ganzen in den Umzugstransporter zu verfrachten (was ein logistischer Kraftakt war, da es um Zentimeter ging!...) und am Schuppen neu zu positionieren.
(vorher: Vorderseite)

  (nachher: Rückseite)

Diesmal haben wir die Jungs sicherheitshalber von Penny getrennt, da diese uns letztes Jahr 3 Mal je 6 Eier rund ums Grundstück vergraben hat. Und da wir absolut nicht vorhaben zu züchten, mussten wir sie ergo wieder ausgraben, so leid mir das auch tat. 
 
 
Vor ein paar Tagen band ich in beiden Gehegen das hohe Gras zu Tippis zusammen, und Penny nahm diese sofort an...

Und ehe ich mich versah, fand ich dieses hier vor:
Penny hat also wieder mal den (verspäteten) Osterhasen gespielt (seufz)
(Zum Glück war das Ei aber nicht befruchtet!...)


Vom Gehege aus, kann man ans "Ende" des Grundstücks schauen, also wo die Baumreihe aufhört...

...läuft man/frau dahin und dreht sich um, sieht das Ganze dann so aus:

Genau genommen ist es ja nicht das "Ende", denn diese Wiese nebenan gehört eigentlich auch noch dazu:


 
Das Gras ist inzwischen so hoch, dass Mr. Perfect nicht mal mehr mit dem Aufsitzmäher durchkommen  würde! (von daher auch der Titel dieses Posts ;-)

Im Ganzen gilt es also, ca, 5000 m² zu bewirtschaften (weia! ;-) Da wir das alleine nicht stemmen können, darf der Bauer vom Reiterhof die Wiese für sich nutzen, besser gesagt, für seine Pferde!...

Nur im August brauchen wir die Fläche wieder für uns, weil da die Hochzeit unserer Tochter stattfinden soll. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, daher auch der akute Zeitmangel im Moment. (soo viele Projekte und soo wenig Zeit!...) 

Es bleibt also spannend. Von daher: dran bleiben!! ;-) Ich versuche jetzt wieder öfter zu posten. Und hoffe sehr, dass es klappt. Ich kann es mir noch so sehr vornehmen, das Leben kommt nur leider allzuoft dazwischen. Ihr wisst bestimmt, was ich meine ;-) Falls es euch also interessiert, wie sich das ganze hier entwickelt, dann schaut einfach ab und zu wieder vorbei :)) Würde mich sehr freuen!
 
Bis dahin, macht´s gut, 
bis dann,
eure Jeanne



Donnerstag, 27. Juli 2023

Neues aus "Schildihausen"

 Hallo, Ihr Lieben,
hier endlich wieder ein Lebenszeichen von mir.
Nachdem die Temperaturen endlich wieder in den Keller gefallen sind, lässt es sich auch wieder leichter bloggen. Bei Temperaturen über 30 Grad (teilweise sogar bis zu 36!) war an Bloggen nüscht mehr zu denken. Weiß nicht, wie es euch geht, aber ab 30 Grad ist bei mir "Schicht im Schacht" und ich hänge wie eine tote Fliege auf der Couch rum. Auch der Denkapparat schmilzt gefühlt mit jedem weiteren Plusgrad. Da sitze ich dann wie bedröppelt vor dem PC und mir will partout nichts einfallen. 
Und wenn selbst unsere gepanzerten Sonnenanbeter sich vor dem Planeten in den Schatten flüchten, ja spätestens dann, weiß man/frau, dass mit unserem Wetter schon lange etwas nicht mehr stimmt!!...
 
A propos, (ich brauchte irgendwie eine gelungene Überleitung zum eigentlich Thema *hüstel*) ihr habt euch doch ganz bestimmt schon gefragt, wie es unseren 3 Rackern von letztem Jahr inzwischen so geht. nachzulesen hier:*CLICK* 
Gut, dass ihr fragt!! ;-) Dann nehm´ich euch mal mit in den Vorgarten, wo wir ihnen ein kleines Aussengehege eingerichtet haben. Kommt mit!! (Und Pickeldi folgte Frederick...kennt das noch jemand?) ACHTUNG: Bilderflut....

Den ganzen Winter hatten wir gebangt, ob die kleinen Scheisserchen den Winterschlaf auch gut überstehen würden, da sie gerade mal 10g wogen. Wir wussten auch nicht, WIE wir sie überwintern sollten: Kühlschrank oder Gewächshaus? Wir waren echt überfragt. Doch die 3 nahmen uns die Entscheidung leichthin ab, indem sie sich einfach in ihrer Kiste im Gewächshaus verbuddelten!...
Anfang Januar gruben wir sie ganz vorsichtig wieder aus, um zu sehen, ob sie überhaupt noch leben!? Was war ich erleichtert, als ich auf ein paar Beinchen stieß, die sogleich auch zuckten. 
Also, wieder vorsichtig Erde drauf....bis sie im März von ganz alleine irgendwann frech aus der Erde guckten. (piuhhh)

 
 
Die erste Hürde war also genommen, fehlte noch die zweite: Das Fressen! Dieses klappte anfangs nicht so ganz. Ihre "Kanten" waren noch zu weich und sie konnten nicht richtig abbeißen. Ich hatte ja solch eine Angst, sie könnten mir unter der Hand weg verhungern. Doch auch das meisterten die kleinen Naturburschen sehr rasch und sie futtern inzwischen wie die Scheunendrescher!! (Sie bringen momentan stolze 24g auf die Waage)
Und mittlerweile klappt das auch mit der Schlafposition deutlich besser ;-)

 
 
Smulan, unsere Aufpasserkatze, war natürlich von der ersten Minute an wieder mit dabei. Ich habe bei ihr ganz oft das Gefühl, dass sie sich mindestens genauso sorgt wie ich.  

 

 Sie muss jedenfalls immer nachschauen, ob auch alles in Ordnung ist ;-)



Sobald es das Wetter zuließ, durften die Kleinen ebenfalls raus in den Garten, und erste Ausflüge machen. ABER: nur wenn mein Mann mit dabei ist. Denn, kaum setzen wir sie ins Gras, stieben sie auch schon in alle Himmelsrichtung auseinander. Und wir haben alle Hände voll zu tun, die Bande in Schach und im Überblick zu behalten.

 
 
Und sofort wird natürlich der Pool gestürmt!
Im Gegensatz zu den Großen baden die Kleinen für ihr Leben gern. Und das gefühlt, den ganzen Tag. Und das nicht nur bei heißem Wetter.


 
Angelockt vom Plantschen und dem fröhlichen Treiben, muss natürlich auch die Mama vorbeischauen.
Wir fragen uns oft, ob Penny ihren Nachwuchs irgendwie erkennt. Offiziell ja nicht! Aber ich bilde mir ein, dass sie es trotzdem tut. Vielleicht ist es aber auch nur einfach Wunschdenken von mir.

 
 
Doch zumindest muss sie jedesmal an ihnen schnuppern. ;-)

 
Neulich schlug übrigens "Paw patrol" sofort Alarm, weil etwas nicht stimmte...

 
 
 Bei ihrem täglichen Patrouillengang sah Smulan nämlich, dass sich Penny im Gehege der Kleinen befand! 
Und das durfte nicht sein! Also holte sie mich sofort als Verstärkung...
 
 
 
 
 Und wir "geleiteten" die Mama wieder nach draußen ;-)
 
(Smuli dürfte in Schildkrötenkreisen dementsprechend als "Spaßbremse", bzw. "Petze" stark verschrien sein! Sie hat mir früher IMMER bei den Großen geholfen, diese zu finden, wenn sie sich mal wieder unsichtbar gemacht hatten. Dohoch, Schildkröten können das!! Ist auch so ne Superkraft von ihnen ;-)

 
 
Smuli nimmt ihre Beschützerrolle übrigens seeeehr ernst. Den ganzen Tag schaut sie, was die Racker machen; ob es ihnen gut geht, ob sie auch ja nicht auf den Rücken geplumpst sind, usw...

 
 
Dabei lässt sie sie kaum aus den Augen... 

 
 
 es sei denn, da raschelt etwas hinter ihr im Gebüsch!..

 
 
 Natürlich sind das die anderen beiden "Ausrastellis", die lautstark nach Futter verlangen! Wie könnte es auch anders sein!?
Und während Smulan die Raubtierfütterung von Teddy und Littlefoot streng überwacht, wandert ihr Kopf stets hin und her, wie bei einem "Wackeldackel" in Zeitlupe...soooo süß! :))

 
Doch selbst die gewissenhafteste Aufpasserin braucht von Zeit zu Zeit eine Pause und Kuscheleinheiten.
Und sie sucht dafür eigens Penny im anderen Gehege auf,um mit ihr mal so richtig "abzuhängen"!! ;-)

 
Penny scheint das übrigens kein bißchen zu stören, wenn sie in "Best-buddy-Manier" innigst umarmt wird. Sie weicht auch keinen  Zentimeter von der Seite. Der Ausdruck "stur wie ein Panzer" wurde bestimmt auf Schildkröten gemünzt!! hahaha ;-)

 
So, nun konntet ihr euch in etwa ein Bild davon machen, wie es bei uns so zugeht. Inzwischen regnet es seit ein paar Tagen wie aus Kübeln und weder die Fellnasen noch die Dinos zieht es groß nach draussen. Und ich hab endlich wieder ein bisschen Zeit, um meine Bloggerrunde zu drehen, was ich die letzten Wochen doch sehr vernachlässigt habe. (Asche auf mein Haupt)
 
 In diesem Sinne, 
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne












 




Donnerstag, 29. September 2022

WUNDER gescheh´n - ich hab´s geseh´n...

...es gibt so vieles, was wir nicht versteh´n
Wunder gescheh´n, ich war dabei....
 
Treffender geht es wirklich nicht, als diesen Post mit Nena´s Textzeilen zu beginnen. 
Hat sich doch vor genau 14 Tagen bei uns ein unglaubliches Ereignis, bzw. Wunder eingestellt.
Und gerade in Zeiten von all den schrecklichen Nachrichten über Pandemie, Krieg, Inflation, etc. tut es mehr als gut, wenn man für kurze Zeit all seine Sorgen mal beiseite schieben kann. Und genau deshalb möchte ich dieses Ereignis mit euch teilen. Denn: Es gibt so viel Wunderbares; wir bekommen aber durch all die schlechten Nachrichten sprichwörtlich den Blick auf das Schöne verstellt!

Aber von Anfang an:
Donnerstag vor 2 Wochen also, wunderte ich mich, dass eine unserer Katzen (Mansan) mitten auf dem Rasen im Vorgarten saß und sich lauthals die Seele aus dem Leib meckerte. Jeder Katzenbesitzer weiß, dass da höchstwahrscheinlich ein Vogel in der Nähe sein muss, über den sich die Fellnase dann in den höchsten Tönen "echauffiert"! Oder aber, die Samtpfoten kündigen an, dass sie uns ein "Geschenk" mitgebracht haben. (Ok, die Ratte lag erst Tage später auf dem Rasen, danke Mansan, nett von dir ;-)
Im höchsten Maße alarmiert,  rannte ich demnach panisch nach draußen um nachzuschauen...
Und fand 2 "Walnusshälften" im Gras liegen. Folglich raunzte ich Mansan an: "Bist du noch ganz gescheit, solch einen Höllenspektakel zu veranstalten, wegen Walnüssen?" Mansan starrte beleidigt erst mich an und dann wieder ganz fixiert ins Gras. Bis ich "Dummi" es auch sah: "Moment...Walnussschalen mit 4 Beinen? Und einem Kopf? Und Schwanz?  OH MEIN GOTT!!! Das KANN doch nicht möglich sein! Das gibt es doch gar nicht!!" entfuhr es mir. 
Doch seht selbst:


So fand ich sie: Dreckverkrustet und noch mit ganz weichem Panzer. Und das in der Abenddämmerung bei bedecktem Himmel. (Von daher, sorry für die schlechte Bildqualität, aber in all der Aufregung, dachte ich nicht an meine Kamera, sondern bat Mr. Perfect, schnell das Handy zu zücken. 
Aber die Frage aller Frage war: WO war das Gelege??
Zum Glück entdeckten wir es kurz darauf und trauten unseren Augen wieder nicht, als wir sahen, dass sich da noch eine kleine Schildkröte ihren Weg ins Leben grub.

Da sie irgendwie festzustecken schien, betätigte ich mich sprichwörtlich als "Hebamme" und buddelte sie gaaanz behutsam aus dem Loch.
 

Schließlich erblickte auch sie unversehrt das (Dämmer)Licht der Welt :))

Und während die Tochter mit Freund in Windeseile angedüst kamen, um alles live mitzuerleben, setzten wir die Kleinen in ihr erstes Bad, um sie, so gut es ging, von all der Erde zu befreien.
 

Unterdessen grub mein Mann noch vorsichtig weiter, und förderte noch ein letztes Ei zu Tage.
 
Das hat es aber leider nicht geschafft, bzw. das hatte Löcher und war mit Pilzen besiedelt :(
Und wir vergruben es an genau der Stelle wieder, wo wir es gefunden hatten :(


 
Und wer sich nicht genau vorstellen kann, WIE klein die sind, hier zur Veranschaulichung:
 
 
Sie wogen zwischen 7-10g, also etwa so viel wie ein Päckchen Backpulver ;-)

Und schließlich durften sie nach dem Bad sofort ihre Kiste beziehen, die meine Tochter in aller Eile und ganz spontan und mit viel Liebe eingerichtet hatte.


Seitdem wohnen "Böhnchen", "Rosinchen" und "Knöpfchen" im Gewächshaus "über" den großen 
Dinos, mit Wärmelampe und Kameraüberwachung.
 
"Mother and (S) child (i)"

Wie bitte? Kameraüberwachung? Wieso DAS denn? Ist das nicht reichlich übertrieben?
Nein! Nicht, wenn man eine Katze wie unsere Smulan hat:
 

 
So wie es nämlich aussieht, haben die Kleinen anscheinend so etwas wie Muttergefühle in Smulan geweckt und nun ist sie der Meinung, dass SIE ihre Mama ist und dass sie noch "bebrütet " werden müssen, weil sie noch so winzig sind. Die Folge ist demnach, dass sie ständig in der Kiste und auf ihnen sitzt. Und ich bin jetzt den ganzen Tag damit beschäftigt, die Schildis wieder umzudrehen, wenn sie mal wieder vor lauter übermütigem Klettern auf dem Rücken gelandet sind, oder Smuli wieder von ihnen runterzupflücken.
 
Die kleinen  "Scheißerchen" haben unser Leben von einem Tag auf den anderen, komplett durcheinander gewirbelt und auf den Kopf gestellt.  Wenn wir mit allem gerechnet hätten, aber NIEMALS mit so etwas. Mir fiel sofort dieser berühmte Satz aus "Jurassic Parc" ein: "Das Leben findet einen Weg!" Denn was viele Züchter mit ganz viel Aufwand, sprich, Brutkasten, ideale Temperatur, Eier, die bewegt werden müssen und all dem Gedöns, nicht hinbekommen, hat sich bei uns einfach mal so nebenbei und unbemerkt, abgespielt. Nicht nur, dass Penny, also die Mama, all die Legehügel abgelehnt hat, die ich ihr im Gewächshaus aufgeschüttet hatte, für den FALL, dass sie doch noch Eier legen könnte...Nein, sie zog es vor, den denkbar ungünstigsten Platz im Garten auszuwählen: im verdichteten Lehmboden, unter dem ausgetrocknetem Rasen, direkt neben den Granitsteinen. Dass die da überhaupt geschlüpft sind, ist folglich ein Wunder. Aber 3 Monate bei Temperaturen über 30 Grad boten anscheinend perfekte Brutkasten-Bedingungen oder eben Griechenland-Klima ;-)
Und laut Internet ist der ideale Schlüpftag in Griechenland in freier Wildbahn am 15. September (check)
Und 2 Stunden vor der Dämmerung (check). So haben sie noch genug Zeit, um abzutrocknen und um sich dann in der Dämmerung verstecken zu können. Hätte also Mansan nicht ihre Arien rauf- und runtergesungen, wären die 3 vermutlich unbemerkt im Gebüsch abgetaucht. Und ob wir sie dann jemals entdeckt hätten, steht von daher in den Sternen...
 
Von daher hoffe ich mal, dass ihr unsere ganze Aufregung ein klein bisschen nachvollziehen könnt.
Falls nicht, gar nicht schlimm. Denn laut Lutz Prauser reihen wir uns als Schildkrötenhalter nur in den Kreis der Spinner mit ein. Nachzulesen in diesem wunderbaren Buch, das mir meine Familie u.a. zum Geburtstag geschenkt hat:

 

Jede/r der /die Schildkröten hat, MUSS ich das einfach ans Herz legen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so oft und so laut bei einem Buch loslachen musste!!!....(Vielleicht auch deswegen, weil man sich sofort ertappt fühlt und sich darin wiedererkennt ;-) 

In diesem Sinne, wünsche ich uns allen noch ganz viele Wunder, 
gerade in diesen schwierigen Zeiten brauchen wir sie mehr, denn je.
Wir müssen nur offen dafür bleiben.
 
Macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne



Freitag, 30. April 2021

Windschiefe(s) Nistkugel und Tipi

In einer Gartensendung neulich wurde dazu aufgerufen, im Garten Nistmaterial für Vögel aufzuhängen. 
Diese soll man sich ganz leicht aus biegsamen Ästen irgendwie zusammenwursteln, und mit entsprechendem Material befüllen. 
Also zogen Mr. Perfect und ich am Wochenende los in den Wald, um uns Weidenzweige zu holen. Aber keine Angst, wir sind jetzt nicht mit Schneidwerkzeug über die Weide hergefallen, sondern haben uns schön brav mit dem begnügt, was sie uns vor die Füße warf legte. Kurz zuvor hatte mal wieder ein heftiger Sturm hier getobt, und wir wurden von daher mit ausreichend Material versorgt....
Zu Hause bog ich mir dann dieses "Exemplar". Im Kunstunterricht hätte ich mir damit wohl wieder ein der unteren Noten gesichert, aber egal, ich will sie ja nicht ausstellen, sondern sie soll nur einen Zweck erfüllen....
 
Ausgestopft wurde es mit trockenen Zweigen, Schafwolle, Stoffreste (Schnüre, Bänder) und die "Wolle" die ich momentan aus dem Fell unserer Katzen rausbürste. Und aufgehängt habe ich es an der Rückseite des Gartenhäuschens vom Nachbarn.
 
 
Die restlichen Zweige kamen erstmal für ca. 2 Wochen in einen Eimer mit Wasser, wo sie sogar anfingen, auszutreiben, bis sie schließlich im Schildi-Gehege zu einem Tipi verarbeitet wurden.

Die Löcher hab ich vorher mit schwerem Gerät vorgebohrt (anders kommt man/frau hier nicht in den Boden rein) steckte anschließend die Zweige rein und "knüpfte" und "webte" dann das ganze Gebilde nach Gutdünken zusammen. Und kaum war das Tipi, das eigentlich eher einer Jurte ähnelt, fertig, zog auch schon der erste Bewohner ein.....
Mein kleiner "Fotocrasher" war natürlich auch gleich wieder zur Stelle....
 
 
....und so wie Mansan aussieht, überlegt sie sich höchstwahrscheinlich, WIE sie denn da reinkommt!! ;-)


Am Fuße der jeweiligen Zweige will ich noch Erbsen einpflanzen, die ich schon vorgezogen hab und die nur darauf warten, endlich in den Boden zu kommen. 
Doch da wir hier nach deutsch Sibirien gezogen sind, dürfte das noch bis August dauern (grummel :(

Und sobald das Ganze hoffentlich "ein, bzw. "verwachsen" ist, liefere ich die Fotos nach. Es sei denn, unsere 3 gepanzerten  "Ausrastellis" nehmen das Ding schneller auseinander, als mir lieb ist. Denn kaum waren sie "aufgetaut" zerlegten sie mein komplettes Frühbeet. (Ich denke mal, aus denen wären gute Rockmusiker geworden- in nullkommanix können die ihre komplette Umgebung verwüsten:( !! 

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes 1. Mai- Wochenende mit hoffentlich wieder viel Sonnenschein.
Macht´s gut, bis dann, 
eure Jeanne