Dienstag, 24. April 2018

Mein Freund, der Eiswürfelbehälter!

In unserem Haushalt werden Eiswürfel eher selten benutzt, und schon gar nicht für irgendwelche Getränke.....Von daher fristete der Eiswürfelbehälter bei uns bisher eher ein trauriges und einsames Dasein ganz hinten im Küchenschrank.
Bis mir meine brasilianische Freundin ein Video zuschickte (liebe Annie, herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle :) in dem aufgezeigt wurde, wie man diese Behälter ideenreich zweckentfremden und nutzen kann, und meine Experimentierfreude war mal wieder geweckt:

Den Anfang machte mal wieder der Wein. Ohjeh, irgendwann entsteht wirklich noch der Eindruck, wir sind hier nur "am Saufen" ;-) Doch dass dies nicht der Fall ist, beweist die Tatsache, dass sogar noch etwas übrig ist!... (wenn auch nicht viel) Füllt man also die Reste portionsweise ein,...


.....hat man später die ideale Dosierung, um z.B. Saucen à la Bolognese den letzten Pfiff zu geben, ohne dafür vielleicht extra eine neue Flasche aufmachen zu müssen.

Weiter geht es mit Resten von Kräutern oder Öl, oder einfach beides:
Da Öl gerade bei den momentanen Temperaturen gerne ranzig wird, kann man dessen Haltbarkeit im Tiefkühlfach nahezu unendlich verlängern.



Die gefrorenen Würfel eignen sich ideal,um Gemüse, Nudeln, oder Rührei "aufzupeppen", so dass man im Anschluss kaum noch Gewürze braucht. Dafür einfach je nach Bedarf die Würfel in eine Pfanne geben und wie gehabt das Bratgut dazugeben....

Vor allem Rührei schmeckt super lecker!! :)

Da ich Sahne nur in Flaschen kaufe, konnte ich sie früher oftmals nicht schnell genug aufbrauchen, ehe sie schlecht wurde. Also gilt seit Neuestem auch hier die Devise: ab damit in den Eiswürfelbehälter.



Und da ich nach und nach ja auf Plastik verzichten will, probierte ich hier ebenfalls das Einfrieren im Glas aus. Und ich muss sagen, ich bin absolut begeistert.

Die Würfel kann mann nach dem Festwerden somit portionsweise in ein Glas füllen, und einzeln zum Verfeinern von Suppen und Saucen verwenden!!

Zum Schluß wagte ich mich dann sogar erneut an die selbtgemachte "Gemüsebrühe". Ich hatte sie vor einiger Zeit schonmal gemacht, aber sie fing, trotz des hohen Salzgehaltes im Kühlschrank zu schimmeln an....

In kleine Würfel portioniert, halten sie sich im Gefrierfach nun ewig und sind auch viel besser zu dosieren: selbst im gefrorenen Zustand, werden sie nicht ganz hart, so dass man sie ganz leicht aus der Vertiefung "raushebeln" kann.


Und falls ihr das auch gerne nachmachen wollt, verrate ich euch hier das Rezept, das ich übrigens *HIER* gefunden und etwas abgwandelt habe.


Zutaten 

Ich habe folgendes verwendet:
1 kleine Stange Lauch, geputzt und in Stücke geschnitten
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch, geschält
1/4  Knolle Sellerie, geputzt und in Würfel geschnitten
1 Karotte, geputzt und in Stücke geschnitten
1 TL getrockneter Liebstöckel (optional)
 Petersilie
40 Gramm Salz

Zubereitung:
Das Gemüse und die Kräuter portionsweise in einen Mixer geben und fein zermahlen. Anschließend das Salz gründlich untermischen. Fertig!!!

Achtung, nicht erschrecken, wenn es extrem salzig schmeckt; das verliert sich beim Kochen. (ich konnte es auch kaum glauben!)
Mit dem Dosieren müsst ihr euch je nach Geschmack rantasten. Ich persönlich verwende für ca. 500 ml 1-2 Würfel dieses Gemüsemixes.

Und dass man übrig gebliebenen Joghurt ebenfalls super einfrieren kann, hatte ich bereits *HIER* gezeigt. Dieser eignet sich bestens, um ein scharfes Curry "zu retten" oder wenn man sich den Mund verbrannt hat ;-)....

Friert man Reste von Kaffee ein, kann man diesen anschließend prima im Mixer mit etwas Milch (und Sahne?) zu einem leckeren Eiskaffee verarbeiten.
Ein Genuß gerade in diesen warmen, fast schon heißen, Tagen.

Ihr seht, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Probiert es doch einfach mal aus. Und wenn ihr keine entsprechenden Eiswürfelbereiter habt, so fragt doch erst einmal im Freundes und Bekanntenkreis nach; kleiner Tipp: die Schwiegermutter ist auch immer eine gute Quelle! ;-) Oder aber ihr habt somit einen legitimen Grund, dem Möbelschweden in euerer Nähe wieder einen Besuch abzustatten!!!..... *grins*

In diesem Sinne, 
macht´s gut
bis dann, 
eure Jeanne
verlinkt mit: creadienstag

Dienstag, 17. April 2018

Slipeinlagen und Binden selber nähen?!


*Dieser Post enthält bewusst Werbung*

Vor zig Jahren bekam ich mal einen gewaltigen Anschiß von meiner Frauenärztin, als ich mir eine Pilzinfektion nach der anderen einhandelte, und meine Ärztin endlich herausfand, dass es von den Slipeinlagen kam, die ich täglich zwar "trug", aber anscheinend nicht "ver"trug!! Als waschechte Pfälzerin drückte sie es in etwa so aus: "Mädel, in denne Plastikdinger, sitzschde in deiner echene Brieh"
auf Deutsch:  "Gute Frau, in diesen Slipeinlagen sitzen Sie in Ihrem eigenen Saft!" "Aber in der Werbung ist doch auch die Rede davon, dass man always und immer...."Ach, her ma bloß uff`...des is doch nur, um die Leits vollends zu verblede!" fiel sie mir da sofort ins Wort! (Übersetzung: "Ich bitte Sie...das dient doch nur zur Verdummung der Leute! ;-))
Wumms! Das hatte 1.gesessen, 2. mich nachdenklich gemacht und 3. mich nach Alternativen umsehen lassen....
Fündig wurde ich bei kulmine.de (klick) und hatte seit der Umstellung auf Stoffbinden und Slipeinlagen nie wieder irgendwelche Infektionsprobleme.
Und als ich in einem der newsletter eine Anleitung zum Nähen der Binden entdeckte, dachte ich mir, so schwer kann das doch wohl nicht sein und probierte mein Glück:
Als erstes fertigte ich mir mal wieder eine Schablone an ...

und probierte mich an einem festen Baumwollstoff aus, der vorher aus zerschlissenen Taschentüchern bestand....

So weit, so gut !!!




Dann wagte ich mich an Jerseystoffen, in Form von Resten von alten T-Shirts, aus denen ich schon alles mögliche fabriziert habe.....(s.Rubrik Nähen)

Bei dieser Gelegenheit kann man auch wunderbar alte Garnreste, die man ansonsten weniger verwendet, aufbrauchen, oder wie hier in meinem Fall: die dünneren, zweilagigen mit blauem, und die dreilagigen mit rotem Garn, einfassen.

Und während es anfangs noch passieren kann, dass man beim Nähen "aus der Kurve fliegt", klappt es mit jeder Einlage besser! (Aber da die im Normalfall sowieso niemand zu Gesicht bekommt, kommt es auf Perfektion von daher nicht an ;-)
So hat man sich im Handumdrehen selbst einen kleinen Vorrat genäht.

Und sobald man/frau ein bisschen geübter ist, kann frau sich an die dickeren und extra langen Binden für die Nacht wagen:
Dazu wieder eine Schablone anfertigen......




und wie gehabt,  mit einem Saumstich umnähen.

Die Vorteile dieser Monatshygiene liegen klar auf der Hand:
- ein absolut angenehmes Tragegefühl
- atmungsaktiv
- waschbar
- nachhaltig
- plastikfrei
- kostengünstig (da man sie nicht ständig nachkaufen muss!!)


Und da ich gerade so schön in Fahrt war, hab ich bei der Gelegenheit noch schnell ein paar Kosmetikpads für meine Gewinnerin, ein paar Augenpads für meine Katze und schließlich noch ein paar Pipi-Tücher genäht.
Pipi- Was??? Doch was es damit auf sich hat, erläutere ich demnächst in einem anderen Post...

Bis dahin, machts gut,
alles Liebe, 
eure Jeanne

verlinkt mit:
                    

Dienstag, 10. April 2018

"Samenspender" und Klebertest

Wenn man ab und zu Geschenke verpackt, bleibt es nicht aus, dass man solche Reststücke hat.....
Zum Wegwerfen viel zu schade, überlegte ich mir, wie man diese denn noch sinnvoll einsetzen könnte und kam schließlich auf die Idee, Samentütchen daraus zu basteln....


Zuallererst fertigte ich mir dazu wie so oft, eine meiner berühmten Schablonen an.....

Auf diese Weise kann man/frau dann wirklich auf "Masse produzieren"!

Bei der Gelegenheit konnte ich auch endlich mal meinen Klebertest durchführen,
da ich auch hier nachhaltig auf "plastikfrei" umstellen möchte:
Zum Einsatz kamen also 1. Flüssigkleber, 2. Klebestift und 3. wie könnte es anders sein, mein (Allzweck) -Tapetenkleister....

Fazit:
-Der Flüssigkleber ist am einfachsten aufzutragen, da man gezielt dosieren kann;
-Beim Klebestift braucht man immer eine entsprechende Unterlage und mich ärgert immer, dass am Ende stets so viel in der Hülse übrig bleibt.
-Den Kleister kann man mit einem Pinsel ebenfalls gezielt auftragen, doch im ersten Moment wird das Papier sehr "wellig".

Doch nach dem Trocknen sieht das ganze dann schon anders aus:
besser gesagt, sehen alle 3 gleich aus!
Nur beim Stift lösen sich gerne die Klebekanten!!...
In puncto Kosten und umweltfreundlichkeit geht natürlich der Kleister wieder einmal als klarer Sieger hervor. Ein weiterer Vorteil ist, die Verfügbarkeit: hat man sich einmal ein Päckchen für ca. 1,50€ geholt, hat man gefühlt bis zur Rente immer Kleber im Haus, den man sich stets nach Bedarf  und Menge selbst anrühren kann!! Darüber hinaus hält er sich, im Kühlschrank aufbewahrt, eine halbe Ewigkeit!!

Danach können die Tütchen dann auch schon fleißig befüllt werden....
Dazu sammle ich entweder Samen, die beim Kochen an/abfallen, ....

oder, die ich in Wald und Flur sammle....
Und während ich zuvor immer Teefilter dafür benutzte, weil sie zum Trocknen zwar praktisch, aber zum Aufbewahren nicht wirklich der Bringer waren, bin ich über diese Lösung mit den Samentütchen nun richtig glücklich :)

Zum Schluß hab ich die Rückseite dann noch jeweils mit einem umweltfreundlichen Klebeband zugeklebt....



und anschließend zur Aufbewahrung in ein ausgedientes Karteikästchen gesteckt. Eine alte Teeschachtel würde zwar zu diesem Zweck ebenfalls gehen, aber ich will die Tütchen ggfs. im Gewächshaus aufbewahren, wo es oftmals sehr feucht ist...


Und falls ihr noch weitere Anregungen für die Aufbewahrung eures Saatguts sucht, so hatte ich *HIER* schonmal eine schnellere Variante vorgestellt.

So, nun husche ich noch flugs rüber zum Creadienstag und schau mir nach der Osterpause noch all eure kreativen Werke an....


Macht´s gut,
bis dann,
euere Jeanne