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Donnerstag, 4. Mai 2023

Von Avocadobäumchen und Abkürzungen...

Ich lieeeebe ja Abkürzungen. Sehr zum Leidwesen meiner Familie. (hüstel, räusper) Das hat zur Folge, dass wenn ich ausrufe: "Mir nach, ich kenn da ne Abkürzung!" mir KEINER mehr freiwillig folgt und eher den Weg in entgegengesetzte Richtung einschlägt. Hrmpf....
Dann benutze ich Abkürzungen eben nur für mich und das bei allen anderen Gelegenheiten, die sich mir bieten. (Sollen sie ruhig gucken, was sie davon haben, wenn sie nicht mehr auf mich hören!) Sei es im Haushalt, in der Freizeit oder im Garten; ich suche immer den schnellsten Weg, wie ich etwas viel einfacher/schneller erreichen oder gestalten kann. 
Als es z.B. darum ging, ein Avocadobäumchen zu ziehen, fand ich im Netz die dollsten Vorschläge. Am meisten hat sich die Version mit den Zahnstochern über einem Glas scheinbar durchgesetzt. Und immer wieder wurde behauptet, dass es NUR auf diese Weise Erfolg hat:
 

 Ich hab das tatsächlich auch versucht, aber bin immer daran gescheitert, weil ich vergaß, rechtzeitig Wasser aufzufüllen. Dann fanden wir durch Zufall bei unserem letzten Canada-Urlaub auf einem sog. "pottery market",  also Töpfermarkt diesen "Avocadoring": 

 
Ja, so etwas gibt es tatsächlich. Diese Methode war zwar bedeutend besser, aber mir war das alles viel zu langwierig und aufwändig (hab ich schon erwähnt, dass ich´s mit der Geduld nicht so hab?)

Also schnappte ich mir diesen ollen Kern, steckte ihn in den nächstbesten Balkonkasten, Glas drüber und fertig!!
 

Und bis zum Herbst hatte das Pflänzchen schon ein beachtliche Größe, als ich es schließlich ins Haus holte...

 
 und in meinem Pflanzdschungel von  *HIER*  integrierte. 

Inzwischen ist genau 1 Jahr vergangen, und sie macht sich prächtig und sieht mittlerweile SO aus:

Uuuuupps, da war mal wieder mein kleiner "Fotocrasher" unterwegs!! Sobald ich die Kamera auf etwas richte, sind ZACK die Katzen zur Stelle, um sich ins Bild zu schieben. Fehlt nur noch, dass sie sich mit Piepsstimmer à la Heidi Klum beschweren:  "Du hast heute noch kein Foto für mich, bzw. von MIR! ;-)

Hier also noch mal ohne mein "Top Model" ;-)
 
  Das Stämmchen ist inzwischen ca. 50cm hoch; bin mal gespannt, ob das so weitergeht...weia!
 
Na? Lust bekommen, das auch mal auszuprobieren? Ich könnte mir das auch gut als Geschenk für Freunde, nette Nachbarn etc. vorstellen...
 so, let´s get started and do our:
 
                                                                                                   
Und wie handhabt ihr das so mit den Abkürzungen? Falls ihr denn welche habt ;-)
Plaudert doch mal aus dem Nähkästchen...

In diesem Sinne
macht´s gut, bis dann
eure Jeanne




Dienstag, 9. August 2022

Von der Leiter zum Weinregal zum Blumenregal

 Ihr Lieben,
die, die schon länger hier mitlesen, dürften sich evtl. noch gaaaanz hinten in ihrem Hinterstübchen an unser Weinregal von *HIER* erinnern....
 

 
Da die Sommer jedoch immer heißer werden, und der Wein folglich nur noch im Kühlschrank eine Überlebenschance hat, mussten wir mit unseren Schildkröten einen Deal aushandeln:
Im Winter dürfen sie darin ihren Winterschlaf abhalten, im Sommer gehört er uns!!
Folglich stand die Leiter wieder zu anderen (Bastel-) Zwecken zur Verfügung, yeahhh!
Und wer mich kennt, weiß, dass ich mich da nicht lange bitten lassen muss ;-)
 
Also schaute ich in der Holz-Restekiste in Mr. Perfects Werkstatt nach und wurde auch sofort fündig. Doch seht selbst:
        (hier im vorherigen Haus)

                                                               

(im jetzigen Haus) 
 
 
Und schließlich mein Dschungel ein halbes Jahr später:
 

 
 So hat die Leiter letztendlich doch noch eine sinnvolle Verwendung gefunden; wäre viel zu schade gewesen, wenn sie im dunklen Keller hätte ihr Dasein fristen müssen ;-)

So, das war´s schon wieder! Kurz und knackig.
Mehr geht bei dieser Hitze leider nicht *lach*
Hoffe, bei euch ist es nicht ganz so heiß, wie bei uns hier in der Vorderpfalz.
Lasst euch nicht wegbrutzeln ;-)

Macht´s gut, bis dann
eure Jeanne
 

Dienstag, 14. Juni 2022

Ein Herz für Insekten

 Letztes Jahr habe ich es leider nicht mehr geschafft, diesen Post zu veröffentlichen (ich sag nur "Buchprojekt"). Und im Winter hätte es keinen Sinn mehr gemacht...Doch wenn man will, kann man/frau selbst jetzt im Juni noch damit starten, vorrausgesetzt, es kommt in nächster Zeit nicht gerade eine Hitzewelle!! Legen wir also los:
Als erstes legt man Karton auf die Stelle, die später zur Bienenweide werden soll. (Ich hab mich hier für ein Herz entschieden) und beschwert das Ganze mit Steinen. Und dann heißt es erstmal warten...
 
 
Nach einiger Zeit sieht das Gras, vielmehr "Gestrüpp" darunter SO aus:

Dieses wird dann mit dem Spaten fein säuberlich abgestochen.

Und mit einer Katze, die gerade zur Hand ist, schön platt gewalzt!! ;-)



Anschließend kommt der Karton, inzwischen gewässert, wieder auf den Boden. (Der Karton sorgt dafür, dass sich kurze Zeit später Regenwürmer und andere Kleinstlebewesen einfinden, die für einen lockeren und durchlässigen Boden sorgen). Darauf kommt dann die abgemagerte Erde. Also Erde, die entweder vom Vorjahr ist, oder mit Sand abgemagert wird. Auf keinen Fall sollte frische Topferde verwendet werden, da diese zu nährstoffreich ist.
Zu guter Letzt kann dann die Samenmischung ausgestreut werden. Und wer will, fasst das Ganze dann auch noch mit Steinen ein, was das anschließende Mähen drumherum etwas erleichtert.

 

Und dann heißt es erneut: Warten! Und mit viel Geduld und Spucke Regen, schieben sich schon bald die ersten zarten Köpfchen aus dem Boden. Und natürlich darf auch die Wasserstelle nicht fehlen. Kaum aufgestellt, wird diese sehr gerne von den geflügelten Gesellen dankbar angenommen.
Gerade in Zeiten, wo jeder zwar viel Wasser im Garten hat, aber nur in Form eines Pools, oder Rasensprengers, sind alle Arten von Tieren froh, wenn sie eine Wasserstelle finden, die sie nicht sofort das Leben kostet. Es bedarf dafür wirklich nicht viel: Ein Konservendeckel, etwas Kieselsteine und ein paar Murmeln oder Glitzersteine, (wenn es funkelt, kommen die Insekten umso schneller ;-)
 



Auch wenn es "arrangiert" aussieht, aber dieses idyllische Stilleben von Familie Schnecke fand ich genau SO eines Tages im Beet. :))

Hier nochmal größer:

Schließlich und endlich wird das Warten belohnt. Was anfangs noch wie wildes Unkraut aussieht, wird nach und nach eine schöne bunte Blumenwiese, die die Insekten nahezu magisch und magnetisch anzieht ;-)

Einen Teil der Blumenmischung streute ich kreuz und quer über das häßliche Rindenmulch vor´m Hauseingang. So recht hatte ich ja nicht geglaubt, dass in diesem "ungünstigen" Millieu überhaupt etwas wächst, doch seht selbst:
Anfangs sieht es, wie gesagt, erstmal nach "lazy gardening" aus. Fast so, als hätte das Unkraut über die Kulturpflanzen gesiegt. Das muss man/frau aber einfach aushalten, denn sobald es blüht, wird man für seine Geduld reichlich belohnt; vielmehr die Insekten ;-)

Vor allem die Schmetterlinge fliegen sprichwörtlich auf Disteln; doch welcher normale Mensch lässt schon Disteln in seinem Vorgarten stehen!? (Nur die Hippies aus der Nr. 5! *lach* ;-)

Und beim Borretsch gibt es für die Hummeln kein Halten mehr!...

Und was der Borretsch für die Hummeln, ist der Klatschmohn für die Bienen...

Und schließlich unser "knuspriger" Tannenbaumersatz von Weihnachten, der es leider nicht geschafft hat; doch als Bienenweide und Schildhalter macht er sich noch prächtig.Dieses Schild hier sah ich nämlich auf der BUGA in Erfurt und erzählte meiner Freundin Lilly davon (von Lillys Gartenwelt): 

 
Und schon kurze Zeit später flatterte pünktlich zu meinem Geburtstag dieses selbstgemachte Schild von ihr ins Haus!! Liebe Lilly, nochmals vielen Dank!! Und von dem Tag an, wo es da hing, ignorierten uns die Nachbarn vollends!!! (hahahahah ;-)
 

 
Kein Wunder, denn unter "Garten" verstehen die sowas: 
(dieser Garten wird tagelang gewässert, was das Zeug hält- mit kostbarem Trinkwasser versteht sich!!
So lange, bis es die Mauer runterläuft und schließlich die Straße flutet. Aber man hat´s ja!!!
Eigentlich könnten die auf dieser Fläche auch Reis anbauen!!)
 

 Zu diesem "Vorgarten" muss ich wohl explizit nichts mehr sagen...

Versteht mich bitte nicht falsch; ich will hier niemanden denunzieren oder so, aber ich finde es so traurig, welch falsches Bild von einem Garten sich mittlerweile in den Köpfen festgefressen hat. Denn der hintere Gartenbereich sieht keinen Deut besser aus. Und damit die Kinder nicht schmutzig werden,  müssen, "dürfen" sie auf Asphalt spielen. Und der Rasen dient nur als Anschauungsobjekt!! (Ebenfalls ausgiebig gewässert, wohlgemerkt!)
 

Hier ein entsprechendes Schlußwort zu finden, fällt mir direkt schwer. Das sind Augenblicke, die mich nahezu verzweifeln lassen. Und ich frage mich, was solch ein Mini-Beitrag von mir nützt, angesichts der schweren Waagschale der Umweltzerstörung auf der anderen Seite. Ich wünsche mir sooo sehr, dass die nächste Generation endlich aufwacht, und ihr Hirn zum Denken einsetzt, anstatt immer nur zu konsumieren und zu konsumieren. Denn das witzige ist: Haben die doch alle Kinder! Sind sich aber nicht bewusst, dass das alles auf deren Kosten ausgetragen wird. Die leben, als gäbe es kein Morgen.
Oder es ist ihnen zumindest sch..egal! Solange man diese Erde noch bis zum letzten Tropfen ausbeuten kann, macht man sich keinen Kopf darüber, WOHER die nächsten Generationen die Ressourcen beziehen sollen...

In diesem (heute leider traurigen) Sinne
macht´s gut, oder vielmehr besser,
bis dann, 
eure Jeanne
 





Montag, 22. November 2021

Ringelblumensalbencreme

Wenn die Tage kürzer werden, und die Nebelsuppe draußen durch die Gegend wabert, werde ich jedes Jahr aufs Neue von einem merkwürdigen Virus befallen. Nein, nein, keine Angst, hier ist nicht die Rede vom C-Virus oder einem anderen fiesen Erkältungserreger. Ich rede hier nämlich vom Einkoch- und Einmach-Virus. Dieser macht sich bei mir nämlich durch emsige Betriebsamkeit bemerkbar. Da werden dann all die Konsevengläser, die den Sommer über friedlich in der Vorratskammer schlummern und sich heimlich vermehren durften, wieder ans Tageslicht befördert und ihrer Bestimmung zugeführt.
Auftakt macht dieses Jahr allerdings nichts essbares, sondern meine heißgeliebte Ringelblumensalbe- oder creme. Anmerkung der Redaktion: Wann nennt man eine Salbe "Salbe" und eine Creme "Creme"?
Weiß das jemand? Weiß das jemand? Alle "Schlaubi-Schlümpfe" bitte hier bei mir melden!

Aber weiter im Text:
Ich hab also ca. 2 Handvoll Blütenblätter abgezupft....

...in einen Topf gegeben,

 ...und mit reichlich Olivenöl übergossen, bis alles bedeckt war.


Danach hab ich das Gemisch nur leicht erwärmt (keinesfalls aufkochen lassen) und ca. 24 Stunden ziehen lassen. Ebenfalls hab ich noch einen Bündel Schafgarbe dazugegeben. Am nächsten Tag wird das ganze durch ein Sieb gegeben und nur so lange erwärmt, bis das dazugefügte Bienenwachs geschmolzen ist.

Dabei ist die Rezeptur keineswegs in Stein gemeisselt. Will heißen, ihr könnt die Blüten statt in Olivenöl, auch in Kokosöl einweichen. (oder was ihr eben gerade zur Hand habt)

Und auch wie viel Wachs ihr dazugebt, ist euch überlassen. Ich hab z.B. erst eine sehr weiche Creme gemacht, und beim nächsten Mal mehr Wachs dazu gegeben, für eine festere Konsistenz, weil ich finde, dass diese besser vor Kälte schützt. Auch vor der Gartenarbeit schütze ich gerne meine Hände damit.


Für´s Konservieren nahm ich einmal Propolis, was mich allerdings nicht so recht überzeugte, und beim andern Mal Lavendelöl, was ich nur empfehlen kann.
Doch da ich gerade wieder meine Tochter im Ohr hab:"Mensch, Mom, das kann sich doch kein Schw** merken!" ,hier nochmal das Rezept zum Mitschreiben Nachmachen:
 
Ca.   10     Blütenköpfe Ringelblumen (optional noch etwas Schafgarbe)
      100ml Olivenöl (Raps- Sonnenblumen- oder Kokosöl geht natürlich auch)
        10g   Bienenwachs
       10-20 Tropfen Propolis oder Lavendelöl  
                  Kleine Einmachgläser oder Salbentiegel

Blütenblätter abzupfen und (mit Schafgarbe) in leicht erwärmten Öl einweichen. Eine Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag abseihen, gut ausdrücken und nochmals leicht erwärmen. Bienenwachs einrühren und schmelzen lassen. Evtl. noch Propolis oder Lavendelöl zugeben. Alles gut verrühren, und in saubere, sterilisierte Gläser oder andere Behälter füllen. Die Creme ist im Kühlschrank ca. 1 Jahr haltbar. Angebrochene Cremes sollten innerhalb 3 Monate aufgebraucht werden. Zum Entnehmen empfiehlt sich ein sauberer Holzspatel, so bleibt die Creme vor Verunreinigungen geschützt.




Ich benutze die Creme für die Hände, die Füsse und ab und zu auch für den Körper als sog. "Bodybutter" Aber vor allem liebe ich sie im Winter für die Lippenpflege.
Im Gegensatz zu den gekauften Pflegestiften, enthält diese Creme nämlich keine Mineralöle!
Diese sind dafür bekannt, die Lippen erst recht auszutrocknen, so dass man/frau gezwungen ist, immer mehr und mehr zu cremen, bis der berühmte Teufelskreis erfolgreich in Gang gesetzt wird. Ich denke mal, ihr wisst alle, wovon hier die Rede ist, ohne, dass ich irgendwelche Namen oder Marken nennen muss!? ;-)

Und dass ihr durch diese Creme nicht nur Plastik(müll) und auch bares Geld spart, muss ich bestimmt auch nicht erwähnen, wenn ihr hier schon eine Weile mitlest ;-)... (Ich sehe, wir verstehen uns!! :)



So, ich mach dann mal weiter...
Die Gläser füllen sich schließlich nicht von alleine!!
In diesem Sinne, 
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne

 

Montag, 14. Juni 2021

Exoten pflanzen....und andere!

Habt ihr schonmal versucht, Exoten zu ziehen? Ich sah das kürzlich in einer Gartensendung, und wollte es unbedingt auch mal probieren. Also schnappte ich mir den Mangokern, der von der selbstgemachten Mangosauce übrig war (s.Hier). Diesen ließ ich erst einmal ein paar Tage abtrocknen; das hat den Vorteil, dass er nicht mehr ganz so glitschig ist, wenn man ihn aufbrechen will. Doch bitte beim Nachmachen gaaanz vorsichtig sein und mit dem Messer nur am Rand etwas an-, bzw. abschneiden. Danach lässt er sich leichter aufbrechen......


Zugegeben, es ist etwas "pfriemelig" und erfordert etwas Geduld und Geschick, und nein, ich habe sonst keine Hobbies...danke der Nachfrage ;-).....*lach*

Anschließend legte ich ihn in erstmal in eines meiner "Mini-Gewächshäuser", die ich normalerweise für Kresse nutze und *HIER*  bereits schonmal zeigte. 


Dabei ist zu beachten, dass der Kern gut feucht gehalten wird. Idealerweise wickelt man ihn dazu liebevoll in ein Tuch.  
 

So eingebettet darf die "Prinzessin" sich nun zur Ruhe legen ; dennoch muss man einmal täglich bei ihr durchlüften und darauf achten, dass sie nicht austrocknet, bis....

...sie nach einigen Tagen ihr zartes Köpfchen gen Licht streckt. Und Wunder über Wunder ein kleines Bäumchen entsteht.
Und Sobald sich die ersten Blätter zeigen,  darf die Prinzessin, ähhh Pflanze, in einen entsprechenden Topf mit guter torffreier Bioerde umziehen.
Und hier, rechts, das Avocado-Bäumchen: Eine Freundin aus Ungarn zog sich vor etlichen Jahren ihren eigenen Zitronenbaum, der, als sie ihn mir zeigte, eine beachtliche Größe von über einem Meter eingenommen hatte. (Inzwischen brauchte es 3 gestandene Männer, um den Kübel ins Winterquartier zu verfrachten ;-)Von ihm konnte sie den ganzen Sommer reichlich Früchte ernten. Natürlich juckte es mich sofort in den Fingern....

Könnt ihr´s euch schon denken??
Genau:

Jetzt muss ich ihm nur noch gut zureden, dass er fleißig wächst ;-)



Zugegeben, es klappt nicht immer auf Anhieb und erfordert ein bisschen Geduld, aber es lohnt sich durchaus, aus sog. "scraps", also "Abfall" sich die eine oder andere Zimmerpflanze selbst zu ziehen.
Vorteil: Die Pflanzen sind nicht bis in die letzte Zelle mit Pestiziden und Herbiziden behandelt.
Und sie sind widerstandsfähiger, als die gekauften, die sich erst "eingewöhnen" müssen. 

Inzwischen ziehe ich regelmässig Salat und Lauch/Zwiebeln nach. Und auch Tomaten, Paprika, Mais und Kürbis aus den Samen von gekauften. Sogar Papayakerne und Jalapenos hab ich eingepflanzt. OB die allerdings etwas werden, sei dahingestellt. Doch Spaß macht es auf jeden Fall!!  
 
Hier hab ich sogar Zitronengras aus dem Bioladen gezogen, ebenso Knoblauch und erneut einen Avocadokern, den ich direkt in Erde gesteckt hab, der dann tatsächlich angewachsen ist. (Hier allerdings schon wieder eingekürzt, damit er sich verzweigt...)
 

 

 
Generell kann man/frau grundsätzlich alles nachziehen, was an Obst- oder Gemüseresten so anfällt...
Einfach mal ins Wasser legen und staunen, WAS da so alles nachwächst. 
 

Und selbst die 4 Kartoffeln, die ich, nachdem sie schon zu verschrumpelt waren und auch schon zu sehr ausgetrieben hatte, fingen an zu wachsen, nachdem ich sie achtlos in meinen Bokashi warf, den ich zu einer offenen Wurmkiste umfunktioniert hatte. 
Diese überließ ich allerdings meiner Vermieterin, die ebenfalls ein goldenes Händchen für allerlei Pflanzen hat. Denn die hätten den Umzug garantiert nicht überstanden. Und in der Tat konnten am Ende der Saison über 20 mittelgroße und wunderbar schmeckende Kartoffeln geerntet werden!!!!
 



 
Dass die Pflanzen allerdings unbedingt Bio-Qualität haben müssen, ist hoffentlich selbst erklärend! Konventionelle Lebensmittel sind zu sehr mit allerlei Chemie behandelt, als dass daraus noch etwas keimen könnte!!...

Probiert´s doch mal aus. Und berichtet auch gerne mal, was IHR so alles heranzieht ;-)
 
In diesem Sinne, 
macht´s gut, 
bis dann, 
eure Jeanne