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Mittwoch, 10. Februar 2021

Kleiner Trick- übles Ausmaß

 * 
Wie uns die Industrie manipuliert indem sie uns austrickst.
 
Guten Morgen, ihr Lieben, ich hoffe, ihr seid fit und munter und ausgeschlafen, denn ihr müsst nun ganz aufmerksam sein, es folgt nämlich eine Mathe-Stunde.
Haaalt, hier geblieben, nicht wegklicken....ja, ich weiß, es sind Ferien, und ich weiß auch, dass ohnehin alle im Homeoffice, Homeschooling etc sind, aber wenn ihr durchhaltet, gibts am Ende ein "Bonbon" also eine Belohnung! .....versprochen!! ;-)
 
Thema heute also: die Waschmitteldosierung, besser gesagt DOSIERFALLE!
Hää?? Bitte was?? Was soll das denn jetzt?? Och nee, laaaangweilig!! 
Warum reitet sie denn SCHON wieder auf diesem Thema rum, werden sich jetzt viele von euch fragen. Ganz einfach, nirgendwo sonst werden mir mehr ver....*** als beim Thema Waschen. Und selbst ich, als alter Hase, konnte nach all meinen Recherchen noch einiges dazulernen.
Ausgangspunkt war die Sendung "Marktcheck" im Januar, die dazu aufklärte.
 
Habt ihr euch schonmal die Dosierungsempfehlung auf eurem WaschPULVER genauer angeschaut?
Fällt euch da etwas auf? 

Genau: die Dosierungsangaben für Pulver sind in ml angegeben! Und über 90% der Deutschen denken, das sei ein-und dasselbe!! Ätsch...reingefallen!
Aber, bevor etwa Beschwerden kommen, ist links daneben ganz klein die Umrechnungsformel angegeben. Sie lautet: 105ml = 65g. 
So, ihr steht dann also mit dem Meßbecher bewaffnet vor der Waschmaschine und müsst das nur mal eben schnell mit einem Dreisatz im Kopf rechnen. Ist doch ganz einfach. 80ml sind dann wieviel?
                                             80 x 65/ 105 = 49,52g  War doch easy peasy, oder??
O.k., spätestens jetzt merkt ihr wohl, worauf ich hinaus will? Das ganze wird von der Industrie bewußt verkompliziert, so dass sich NIEMAND (naja, fast niemand, gibt halt immer mal wieder solch Bekloppte) die Mühe macht, DAS auszurechnen, geschweige denn abzuwiegen. Doch wofür das ganze?  Seht selbst:


Diese Fingerbreite ist also die Fehl-bzw. Überdosierung, die der Industrie bares Geld bringt. Pffft- Peanuts! Nicht der Rede wert, das bisschen, werden jetzt sicherlich die meisten denken. Doch das ist ja nur der Anfang, und auch nur, wenn man den Dreisatz beherrscht. Befolgt man nämlich die Dosierempfehlung weiter und hat z.B. hartes Wasser, so empfiehlt der Waschmittelonkel schon 135ml.
Wir rechnen mal eben wieder locker aus dem Handgelenk, oder eher aus der Hirnwindung:
                                               135 x 65 / 105 = 83,57g 
Würde man/frau das so dosieren, wie der Großteil der Bevölkerung, würde das in etwa So aussehen:

Fällt euch etwas auf? Richtig! Die Waage zeigt über 100g an. Also fast 20g zuviel. Und das soll´s jetzt rausreißen? In der Tat! Denn sonst würde die Industrie ja nicht genau darauf abzielen.
Fakt ist, wir Deutschen verbrauchen im Durchschnitt pro Jahr in einem 4 Personen Haushalt ca. 30kg Waschmittel. Bei nur 20g Überdosierung macht das im Jahr also ca. 600g zuviel. O.k., das mag auch noch nicht allzuviel erscheinen. Bedenkt ma jedoch, dass pro Jahr 
604 000 000kg, also 604 Millionen kilo Waschmittel allein in Deutschland "verpulvert" wird,(hahaha, welch geniales Wortspiel;-) gibt das bei einem zuviel von
 "nur" 20g = 1.208 000kg;  in Worten: Eine Million Zweihundertachttausend kilo Waschmittel, das unnötigerweise in der Kläranlage landet.
Doch, ich treibe das ganze noch auf die Spitze! Weil: ich habe zum Glück eine "intelligente" Waschmaschine. Diese zeigt mir an, sobald ich zuviel dosiere. Bei normal verschmutzter Wäsche und gefüllter Trommel benötigt sie nämlich nur diese Menge:


Das sind gerade mal 30g!! Und nicht, wie empfohlen ca 84g!!  Macht also 54g zuviel. Aufs Jahr gerechnet sind das immerhin über 1,600g, die ich sprichwörtlich verschenken würde. In den 30 Jahren, die ich nun schon wasche, sind das sage und schreibe 48kg!! (und dieser Wert ist sehr niedrig gegriffen, denn Anfangs hab ich Stoffwindeln gewaschen und teilweise waren wir zu 4 ) Und das ist also das Bonbon, das ich euch versprochen hab. Denn nur allein dadurch, dass ihr euch die Mühe macht, richtig zu dosieren, könnt ihr bares Geld sparen. Und obendrein kommt das der Umwelt, sprich unseren Seen und Flüssen ebenfalls zugute, wenn sie nicht mit Waschmittelrückständen überlastet sind. 
 
Einige von euch werden jetzt vielleicht einwenden, pfffft, das ist doch nix- ich spare allein dadurch, dass ich nur die XXL-Großpackungen kaufe. Ätsch, wieder reingefallen. Mit diesen Packungen kauft man 
a) viel Luft - die meisten Packungen sind nur bis zu 3/4 gefüllt und
b) viele Füllstoffe, die keiner braucht, und die nur Volumen vortäuschen sollen. 

Fragt man bei den Herstellern nach, geben diese an, dass man diese Sulfate für die Rieselfähigkeit brauche. Doch das ist quatsch, im Gegenteil, durch diese Salze werden unsere Gewässer über die Gebühr strapaziert. Auch ist bewiesen, dass diese Füllstoffe keine Wirkung auf das Waschergebnis haben; doch wir müssen sie für viel Geld mitbezahlen, obwohl wir sie nicht brauchen. 
Und wer jetzt denkt, er tut der Umwelt etwas gutes, weil das Pulver im Karton daherkommt, wieder angeschmiert! Die Kartons sind innen mit Kunststoff beschichtet, damit das Pulver nicht klumpt. Die Kartons können somit in keinster Weise recycled werden und gehören von daher in die Restmülltonne!!  
 
Die meisten werden jetzt sicher denken:" Boah, das ist mir alles VIEL ZU KOMPLIZIERT!" Da greif ich doch am besten gleich zu den vordosierten Discs und Pads und Cups! Und GENAU DAS will die Industrie. SIE will schließlich diktieren, wieviel wir zu verbrauchen haben, um am Ende ordentlich abkassieren zu können. 

Eine unabhängige Prüfstelle für Textilwesen gibt jedoch an, dass diese neumodernen Discs & Co. nichts anderes ist als Flüssigwaschmittel- nur eben anders verpackt. Letzteres hat den Nachteil, dass es flüssiges Plastik enthält, das von keiner Kläranlage der Welt herausgefiltert werden kann; was das bedeutet, könnt ihr euch hoffentlich selbst ausmalen, wenn ihr an unsere Meere denkt!!....
Doch warum, mischt man diesen "Dreck" dann mithinein, ist doch die Frage? Diese Polymere sorgen einzig und allein dafür, dass das Flüssigwaschmittel die gelartige Konsistenz erhält. Noch Fragen??

Doch lange Rede, (langer Post) kurzer Sinn:
Die mit Abstand besten Waschergebnisse erzielten im Verbrauchertest die ganz normalen Waschpulver in der Haushaltsüblichen kleinen Verpackung. Gerade bei weißer Wäsche enthalten diese auch Bleiche, was perfekt für die Fleckentfernung ist. Deswegen benutze ich persönlich das Waschpulver von Sonett.
Das hat in meinen Augen nur Vorteile: Das ist sozusagen ein "one-for-all". Ich kann es für buntes und weißes nehmen, (für Flecken nehme ich meinen "Fleckenschreck" *CLICK*, den eine liebe Leserin so tituliert hat :))es ist in einem ganz normalen Karton erhältlich und enthält nur im Innenteil ein leicht abbaubare Folie, und was mir gaaanz wichtig ist: Es riecht kaum!! Und schon gar nicht nach diesen Billigparfüms. Uuuund: man bekommt es auch "lose" in jedem Unverpacktladen, wenn man denn einen in der Nähe hat. (ich berichtete  *HIER* bereits darüber) 
Darüber hinaus benutze ich noch das Kastanienwaschmittel*HIER* , bzw. Efeu s. *HIER*
 
Gänzlich ohne Plastik kommt das Waschmittel von Frosch aus. Und ist auch für empfindlichere Haut geeignet. Es hat ebenfalls nur einen ganz leichten unaufdringlichen Duft, der bei meiner Art der Dosierung kaum vernehmbar ist ;-)

 

 
Ebenso wird man beim Onlineshop "Villalavanda" *CLICK* fündig. Hier bekommt man Waschmittel im Glas oder in Papier. Auch alle anderen Reiniger, die man im Haushalt braucht- Alles ist vegan, ohne Tierversuche und die Inhaltsstoffe kann man sogar lesen und verstehen ;-)
 
Und auch den ganzen anderen Mist, wie Weichspüler, Desinfektionsspüler (noch so `ne Abzocke) und sog. Duftperlen könnt ihr euch getrost sparen. Wenn die Leute sich mit diesem Weichspülerduft "parfümieren" ist das für mich ein Zeichen, dass sie sich 
a) nicht waschen, und ihren Gestank  Eigengeruch übertünchen müssen oder
b) sich sprichwörtlich selbst nicht riechen können. (Und das sagt doch schon alles aus!!)
O.g. Mittel können sogar gesundheitsgefährdend sein. Darüber hab ich  *HIER*  schonmal ausführlicher geschrieben.  

So, ich hoffe, ihr seid nicht komatös vom Hocker gekippt und habt bis hierher tapfer durchgehalten. 
Ich könnte zwar noch ewig so weiterschreiben, weil es noch SOO viel zu berichten gibt, wie die Industrie uns am Nasenring durch die Manege führt, aber für heute ist Schluß. 

Wir könnten ja am Ende eine kleine Diskussionsrunde starten: Wollt ihr noch mehr solcher Themen, oder doch lieber "leichtere Kost"??
Würde mich sehr über eure Resonanz freuen.
 
Bis dahin macht´s gut,
genießt den Schnee (mittlerweile versinkt ja GANZ Deutschland in der weißen Pracht) 
bis dann,
eure Jeanne


*Post enthält bewußt Werbung

verlinkt mit: EiNaB







 
 



Mittwoch, 3. Juli 2019

Weichspüler oder "Fleisch"-Spüler?

DIESER POST ENTHÄLT BEWUSST GANZ VIEL KRITISCHE WERBUNG!


Na? Gehört ihr auch noch zu den eifrigen Konsumenten, die ihre Wäsche gerne Kuschelweich oder Aprilfrisch mögen? Dann flitzt doch mal ganz schnell ins Bad oder in den Keller und schnappt euch das Corpus Delicti und dreht es auf die Rückseite: Und?? könnt ihr das Kleingedruckte bei den Inhaltsstoffen gut lesen? Nein? Gut! Denn das ist von der Industrie nämlich auch beabsichtigt. Schließlich sollt ihr keine mündigen Kunden werden. Aber wenn ihr genauer hinschaut (evtl. mit Hilfe einer Lupe, wie sie im Drogerimarkt des Vertrauens bereits am Einkaufswagen befestigt ist), könnt ihr folgendes lesen: KATIONISCHE TENSIDE.
Was im ersten Moment wie eine griechische Gebirgskette klingen mag, bedeutet in der Waschmittelindustrie nichts anderes als: S C H L A C H T A B F Ä L L E !!!!
Jupp, ihr habt richtig gelesen! Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Oder besser doch nicht.
Der Talg in den Fleischabfällen, der gleichzeitig Hauptbestandteil in den angepriesenen Produkten ist,  legt sich wie ein "Mantel" um die Wäsche und macht sie dadurch besonders weich!!

Da bekommt doch die Werbung, in der Dornröschen den Prinzen wieder wegschickt, weil sie doch sooo gerne noch weiterhin in ihrer kuscheligen Fleischabfall-Bettwäsche weiterschlafen möchte, eine ganz andere Blickrichtung. Oder wenn der Kuschelbär von Kuschelweich (gibt es den eigentlich noch?) mit Handtüchern schmust, die kaum noch Wasser aufnehmen können, weil Fett bekanntlich wasserabweisend ist!? Hinzu kommt, dass das Fett aus dem Fleisch sich als sog. "Biofilm" in der Waschmaschine, also im Spülfach und um die Trommel anhaftet. Dieser Biofilm ist der ideale Tummelplatz für Pilze und Bakterien. Viele machen spätestens hier den Fehler, einen Teufelskreis in Gang zu setzen: Durch diese übel riechende Brutstätte geht mit jedem Waschgang einiges davon in die Wäsche über, die dann, obwohl frisch aus der Maschine, ganz übel riecht. Folglich wird beim nächsten Befüllen einfach noch mehr von dem ach so aprilfrischen Duft in die Maschine gekippt. Und das Spülfach verseift immer schneller und immer mehr und die kleinen Biester freuen sich wie Bolle über ihre stetig wachsende Spielwiese.
Hat man sich von dem Ekelfaktor einigermaßen erholt, springt sofort der Gesundheitsrisiko-Faktor in die Bresche: Und spätestens hier müsste selbst dem gutgläubigsten Kunden endlich ein Licht aufgehen, nämlich, dass SO ETWAS alles andere als gesund sein kann. 
Das Kleingedruckte auf jeder Flasche ist im Chemie-Fachjargon nichts anderes als Standard-Industrie-Chemikalien, die allergieauslösend und sogar (in einem untersuchten Produkt) fruchtschädigend und fortpflanzungshemmend sein können. Mädels aufgepasst: ihr könnt euch also die Pille sparen; hat euer Weichspüler den Aufdruck: BUTYLPHENYL METHYLPROPIONAL, könnt ihr euch freuen, denn  das Risiko, schwanger zu werden, tendiert gegen Null! Vorrausgesetzt natürlich, ihr badet schön fleissig die Unterhosen eures Liebsten in dieser "Brühe".
Beim Umweltbundesamt in Berlin wurden für die Sendung "Marktcheck"  (CLICK) diverse Weichspüler auf ihre (Un-)Verträglichkeit hin untersucht. Die entsprechende Toxikologin konnte sich beim Aufdruck "Edle französiche Parfüms" auf der Vorderseite eines Produktes noch nicht einmal das Lachen verkneifen!! Ganz ehrlich: Glaubt das wirklich jemand da draußen? Ich hoffe, doch sehr: NEIN!
Ich weiß nicht, für WIE dumm die Industrie ihre Kunden hält. Aber anscheinend muss man nur lange genug die Gehirne der Massen mit Verdummungswerbung weichspülen, bis sie tatsächlich glauben, dass Kühe lila sind, und der Honig aus einer Squeeze-Flasche kommt.

Das Fazit der Toxikologin lautete übrigens: "Das sind gut verzichtbare Produkte, also Produkte mit fragwürdigem Nutzen, die nicht nur die Umwelt, sondern auch schlichtweg die Gesundheit gefährden!" 
Ebenso die darin enthaltenen Duftstoffe. (Das Umweltbundesamt warnt auf seiner website sogar vor dem oftmals un-/und leichtsinnigen Einsatz eben dieser.)
Und der Appell lautete letztendlich, auf Weichspüler gänzlich zu verzichten.

Doch welche Alternativen gibt es?
Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich da nur Essig empfehlen. Dieser hat die Vorteile, dass er die Wäsche weich macht, und die Maschine gleichzeitig desinfiziert und entkalkt. Am besten nimmt man Tafelessig oder sogar Essigessenz, wie z.B. "Surig" (gibt´s in jedem Supermarkt zu kaufen, weil es unter die Kategorie Lebensmittel fällt!). Geht man auf die Webseite der Firma, erhält man übrigens viele Tipps zum Thema Waschen und Textilpflege. (*Click*)  Also Dosierung wird empfohlen ca. 1/2 Tasse ins Spülfach zu geben. Die Wäsche wird dadurch nicht nur weich, sondern auch gleichzeitig desinfiziert. Durch den Essig kann man sich auch das andere überflüssige Produkt, mit dem die Waschmaschinen angeblich  länger leben sollen, gänzlich sparen. Doch keine Angst, die Wäsche riecht danach nicht etwa unangenehm nach Essig. Und wer sagt eigentlich, dass Wäsche überhaupt "riechen" MUSS? Und vor allem nach Frühlingsfrische und ähnlichem und das 7 Tage und länger, laut Werbeversprechen!  Ist man sauber gewaschen, muss man doch nicht nach Aprilfrische oder französischem Parfüm riechen???
Auf der Seite von Smarticular werden viel bessere Alternativen angeführt (*CLICK*)
 
Und zu guter Letzt ist der Sparfaktor schließlich auch nicht ganz zu verachten: man spart (Plastik-)Müll und eine ordentliche Summe Geld, vor allem wenn man es unter dem Aspekt für die langfristigen Schäden an der Gesundheit und letztendlich an der Maschine betrachtet.

Deswegen mein Appell an alle meine Leser/innen da draußen: Werdet wieder kritischer! Hinterfragt mehr, bohrt nach und nehmt nicht mehr alles einfach so hin. Auch wenn die Meinung vorherrscht: "Ich kann als einzelne/r doch eh nichts ausrichten". DOCH!! Ein kleines Mädchen mit geflochtenen Zöpfen hat es uns vorgemacht. (Und damit meine ich NICHT etwa Pippi Langstrumpf ;-)
Man/Frau muss nur irgendwo anfangen.

Oder wie handhabt, bzw. seht ihr das??  Schluckt ihr sprichwörtlich noch alles, was die Industrie euch so alles vorgaukelt oder seid ihr auch schon viel kritischer und skeptischer geworden, als noch die Generatione(en) vor uns?!

In diesem Sinne,
bis dann, 
eure Jeanne

verlinkt mit EiNaB





Sonntag, 14. Januar 2018

Efeu als Waschmittel/Spülmittelersatz


Angeregt durch Trude, mit ihrem wunderbaren und höchst informativen Blog "Rostrose" von *HIER*, wollte ich euch mal zeigen, womit ich wasche , wenn mir die Kastanien ausgehen....bzw. das Geschirr spüle...

Und zwar mit Efeu!!.....

Ich warte..........

gut........,nachdem der obligatorische Aufschrei des Entsetzens erfolgt ist, nach dem Motto :"aber das ist doch hoch giftig!!??" muss ich folgendes dazusagen:

1. prägte doch schon der gute alte Paracelsus den Satz: "Die Dosis mache, dass ein Ding kein Gift sey!" (bei Schüssler gibt es ja auch Arsen, und man stirbt nicht davon!) und
2. sind beim Efeu nur die Beeren giftig; die Blätter hingegen werden in der Medizin, wie man nicht nur Dank der Werbung weiß, in Form von Hustensaft eingesetzt.
Und ganz ehrlich, industriell hergestelltes Spülmittel ist ja auch alles andere als unbedenklich...Oder würdet ihr ein frisch gespültes Glas so ohne weiteres ablecken?? Eben! Seit ich das nämlich weiß, werden bei mir alle Geschirrteile, die von Hand gespült werden noch mal kurz mit klarem Wasser abgespült, wie eben in der Spülmaschine beim letzten Durchgang. Und so auch beim Efeu-Spülmittel; somit sind hoffentlich selbst die letzten Bedenken vom Tisch.

Zum Thema "giftig" hätte ich noch eine kleine Anekdote hinzuzufügen: In der Kindheit wurde uns immer eingetrichtert, dass man Vogelbeeren ja nur nie essen dürfe, weil man davon sogar sterben konnte!!.... Jupp, so funktionierte Pädagogik in den 70ern. Das wurde so geschluckt, (also die Aussage, nicht die Beeren) und nie mehr hinterfragt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich als Kind schon gewundert hab, wie die Vögel so ohne weiteres davon essen können, ohne tot von den Bäumen zu fallen....aber lassen wir das....
..bis ich diese Tage im Fernsehen sah, wie ein Kräuter -und Beerenexperte aus eben besagten Vogelbeeren einen angeblich sehr gesunden Saft daraus zubereitete...??? No further comment!!....


Also, wie gesagt, alles was man dazu braucht, ist eine Handvoll Efeu (ca 8-10 Stück, je nach Größe), und zum Konservieren, falls man es nicht gleich verbraucht, 1-2 Nelken.


Die Blätter werden dazu in Streifen geschnitten oder gerissen und mit den zermörserten (oder zerquetschten) Nelken in einem Einmachglas mit heißem Wasser übergossen.


Ich lasse das ganze dann noch etwas ziehen, bevor ich es zur Wäsche gebe; aber man kann die Blätter auch direkt in ein Wäschesäckchen oder eine abgeschnittene Nylonstrumpfhose geben, die natürlich oben zugeknotet wird; -
wenn es schnell gehen muss!!


Das Efeu-Waschmittel benutze ich gerne für dunkle Wäsche, Wolle und wie man hier vielleicht nicht gerade auf den ersten Blick erkennen kann, (da es aussieht wie Froschlaich!) für Seidentücher, die ich überwiegend per Handwäsche wasche.

Was ich mich noch nicht getraut habe, ist weiße Wäsche damit zu waschen, aber Trude versichert in ihrem Beitrag, dass selbst das ohne weiteres ginge...
Die meiste weiße Wäsche produziert übrigens mein Mann mit seinen Unterzieh-Shirts unter seinen Hemden, und ich glaube nicht, dass er nach all dem Schlafanzug-Desaster (aufmerksame Leser wissen, wovon ich rede ;-) so ohne weiteres auf diese verzichten würde, falls es schief ginge...
Demnach muss ich mir ein anderes Objekt der Begierde suchen, an dem ich meine Experimente testen kann...
Ich werde auf jeden Fall berichten.....

Für das Spülmittel gibt man übrigens 1-2 Eßlöffel ins Spülwasser; wem das ganze zu flüssig ist, kann den Efeusud vorher noch etwas mit Agar-Agar oder Speisestärke eindicken...


Habt ihr auch schon die ein oder andere Erfahrung mit "Ersatz-Produkten" aus der Natur gemacht? Wenn ja, berichtet doch mal! 

Wünsche euch noch eine schöne Woche,
bis bald, macht´s gut,
eure Jeanne







Mittwoch, 8. November 2017

Oh Schreck, ein Fleck!!

Als ich neulich meinen Blog durchforstete, sah ich, dass einer der am meisten angeklickten Posts der mit dem Fleckenmittel ist. Doch zu meinem Entsetzen bemerkte ich jetzt erst, dass mit der Formatierung irgendetwas aus dem Ruder gelaufen war. Keine Ahnung warum, aber die Schriften waren zu klein und ließen sich ums Ver....nicht verändern. Deshalb hab ich alles nochmal neu formatiert und teilweise umgeschrieben und auch die Rechnung am Ende nochmal übersichtlicher gestaltet...
Hier also die überarbeitete Version:

Bei meinem Versuch, nachhaltiger zu leben und zu konsumieren, werden nach und nach die Wegwerfprodukte durch eben dauerhafte und nachhaltige Mehrwegprodukte ersetzt.
So auch die Spültücher von *HIER* und Servietten von *HIER*
Dabei wurde ich des öfteren gefragt, wie ich das denn mit den Flecken hinbekomme, bzw. "weg"-bekomme;
deshalb zeige ich euch heute hier meinen absolut ultimativen Fleckentferner.  In Zukunft könnt ihr  euch "Vanish & Co." und den ganzen übrigen Quatsch getrost sparen, so auch sprichwörtlich das Geld dafür; (s. Nachtrag unten), denn dieser Fleckentferner ist nicht nur äußerst effektiv, sondern obendrein auch noch super preisgünstig!!

Hier im Bild seht ihr einen aktuellen Rotweinfleck, der sich, wenn er sofort behandelt wird, spielend leicht rauswaschen lässt!!





Alles, was ihr dafür braucht, sind gerade mal 3 Zutaten: Soda, Wasser und Gallseife. Bei der Seife unbedingt darauf achten, dass es ein Bioprodukt, und nach Möglichkeit vegan ist. Denn in den konventionellen Seifen sind, wie so oft, fragliche Zusatzstoffe drin, die kein Mensch braucht!!
(Ich hab die besten Erfahrungen mit der Seife von der Firma Frosch gemacht)

Bei meinen vielen Tüfteleien, die zum Entsetzen von Mr. Perfect immer in der Küche stattfinden - O-Ton Mr. Perfect: "Sag mal, gab es in deiner Ahnenreihe etwa Alchimisten??", hat sich gezeigt, dass eine Mischung aus 1:10 ideal ist. Heißt also in diesem Fall:

10g Gallseife auf 100ml Wasser + 1 Eßl. Soda

Die Gallseife wird grob zerkleinert und mit dem Wasser und dem Soda entweder in der Küchenmaschine kurz aufgekocht, bis ein weißer Schaum entsteht (ähnlich wie steifgeschlagenes Eiweiß), oder aber ganz einfach in einem Topf mit dem Schneebesen so lange gerührt, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind, und der Schaum entsteht! Dabei muss man wie gesagt ein wenig experimentieren, also entweder noch Soda oder Wasser zugeben, bis man gewünschte Konsistenz erreicht hat. Beim Kaltwerden wird der Schaum ziemlich fest; von daher empfiehlt es sich, die späteren Behälter nur zu Hälfte zu füllen, so dass man immer wieder Wasser dazugeben kann...

Anschließend fülle ich die Masse in eine leere Spülmittelflasche, (diese eignet sich super zum Dosieren) und in ausgediente Deoroller. Letztere erweisen hervorragende Dienste, um Hemdenkragen und Manschetten vorzubehandeln, bevor sie in der Maschine landen.
Falls die Masse nach einiger Zeit etwas eindickt, wie gesagt, einfach etwas Wasser dazugeben und gut durchschütteln. Gerade beim Deoroller hat sich gezeigt, je flüssiger das Mittel ist, desto besser ist es zum Auftragen!





Aber Achtung:  Das Mittel ist so gut, dass ihr das vorbehandelte Wäschestück am besten sofort in die Waschmaschine gebt. Lasst ihr es nämlich länger liegen, kann es bei farbigen Sachen passieren, dass sie dann an den behandelten Stellen hinterher eben nicht mehr farbig sind...also nicht, dass ich persönlich jetzt die Erfahrung gemacht hätte....also ich meine nur so rein theoretisch z.B....(..pfeif!!....Unschuld heuchel ...lalalalala !!....)
Mr. Perfekt bekam inzwischen schon eine Ersatz-Schlafanzughose; der fiese Marmeladenfleck vom Sonntagsfrühstück ging mitsamt Farbe allerdings prima raus ;-) !!....
(mehr dazu im Post: Mit der Schlafanzughose zum Einkaufen!) s. *HIER*



Bis demnächst also,
frohes Schaffen und Tüfteln
wünscht euch 

eure Jeanne

Nachtrag:

Beim Einkaufen hab ich mich danach noch mal schlau gemacht, was dieses Fleckenzeugs so alles kostet: o.a.pinkfarbene Dose kostet als UVP: 6,99€ !! 
Im Angebot: 3,99€ !!
Gallseife kostet das Stück 1,25€
Soda kostet pro Packung  0,99€ (500g)
Mit einem Stück Seife kann ich über 2 Liter Fleckenmittel ansetzen;
Kostenpunkt ca. 1,30€
Das Vanish-"Zeugs" gibt es auch zum Sprühen;
1L kostet:      5,32€ (IM ANGEBOT!!)
1L als UVP:  6,99€
2L enstpr.   13,98€

Summa summarum kostet das fertige Fleckenmittel also das 10fache!! Das haut selbst mich nach all den Jahren noch vom Hocker (und ich hab schon etliche solcher Rechnungen aufgestellt, obwohl Mathe leider nie zu meinen Lieblingsfächern zählte!!)
Erschwerend kommt hinzu, das diese vielbeworbenen Produkte darüber hinaus noch mit fraglichen Zusatzstoffen und entsprechend viel Plastikmüll daherkommen, während die Gallseife im Karton (Frosch) und Soda(Holste) in der Papierverpackung angeboten wird. Vielleicht behaltet ihr das einfach mal so im Hinterkopf für euren nächsten Einkauf.......;-)





Dienstag, 18. Juli 2017

WC mit "Aussicht"


Sitzt man bei uns auf der Toilette, hat man folgende "Aussicht"!!..


Zugegeben, nicht gerade prickelnd!! 
Das fand auch Mr. Perfect und er moserte rum, daß ihn das irgendwie stören würde!!
(Warum er wohl den Spitznamen Mr. Perfect abbekommen hat?? Hm.....mal überlegen...der Name ist Programm, sag ich euch ;-)
Er wollte wissen, warum ich das Putzmittel nicht einfach zum Waschmittel dazupacken könne?!


Also: 1. weil es gar kein sog. "Putzmittel" ist, sondern mein "Wäschebehandlungs-Set" wie z.B. meinen ultimativen  Fleckenentferner, den ich bereits *HIER* gezeigt hab....

und 2. : Deshalb!!!
"No further comment!" , sag ich da nur!!...

Und wie so oft,  kam mir mal wieder der Möbelschwede zu Hilfe.... Diese Box hatte ich noch irgendwo rumstehen, da es diese nur im Set zu kaufen gibt, ich aber noch nicht alle verwenden konnte.


Das sah dann so aus:
Hm....irgendwie langweilig!!


Deshalb druckte ich mir am PC ein entsprechendes Waschmaschinen-Symbol aus,

und klebte es auf das entsprechende "Verschwinde-Untensil", in das dann die diversen Mittelchen (fast ganz) verschwinden dürfen!...

An Ort und Stelle sieht das ganze dann so aus: Vieeel besser, wie ich finde; und Mr. Perfect übrigens auch.


Fazit: Der Haussegen ist wieder gerade gerückt!! Und ich muss wieder einmal feststellen, mit welch einfachen Mitteln man doch entsprechende Veränderungen bewirken kann :))

Und wie ist das eigentlich bei euch?? Wie sehen denn eure Macken aus? (Macken??, welche Macken denn?? ..hüstel!!!) An welchen Dingen des Alltags stört ihr euch denn so? Vielleicht habt ihr ja mal Lust, davon zu berichten; ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen....

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine herrliche und sonnenverwöhnte Woche.
Liebste Grüße

Jeanne 
verlinkt mit: creadienstag
                     HOT 
                     dienstagsdinge 

Dienstag, 20. Juni 2017

Mit der Schlafanzughose zum Einkaufen...


Bei meinem letzten Post mit der Gallseife, hab ich davon erzählt WIE wirkungsvoll diese ist; will sagen: Wäschestücke, die man damit behandelt, sollte man demnach nicht allzulange liegen lassen, denn dann gehen nicht nur die Flecken, sondern auch die Farben mit raus!! So geschehen, beim Pyjama von Mr. Perfect....Aber schließlich war es ja nicht meine Schuld, dass der fiese Waldbeeren-Marmeladenfleck da mitten auf der Schlafanzughose prangte....ABER: den Fleck hab ich auf jeden Fall rausbekommen....(hüstel!!)...und bei dem warmen Wetter braucht MANN ohnehin keine Flanellhose!!!....
Wer meinen Blog schon eine Weile verfolgt, weiß, dass ich Flanellhosen nicht einfach so dem Altkleidersack oder gar der Mülltonne überlasse...oh nein... als ich mir die Hosenbeine etwas genauer ansah, kam mir die Idee, daraus schnell ein paar Obstbeutel zu nähen....
Also schnitt und nähte ich die Hosenbeine am unteren Ende ab...
ich denke mal, wie das geht, muss ich wohl nicht explizit erklären, oder ??
Der Saum am Beinende wird nach innen umgeschlagen und vernäht, so dass ein "Tunnel" entsteht...

Und zum Schluß wird einfach die Kordel vom Hosenbund geteilt, und in den jeweiligen Tunnel eingezogen...

Meine Obst-und Gemüsebeutel nutze ich bei jedem Einkauf!! Allerdings musste ich feststellen, dass diese nach dem Kauf von Kartoffeln immer recht mitgenommen aussahen. Von daher finde ich diese Lösung mit den Flanellstoffen ideal. Zumal diese auch um einiges stabiler sind, als die Durchsichtigen aus Gardinenstoff...Und damit es an der Kasse keinen "Ärger" gibt, lege ich sie von vorneherein schon so auf´s Band, dass man den Inhalt sofort erkennen kann. Also bis jetzt hat sich noch nie jemand beschwert!!...

Für Champignons eignen sie sich auch deutlich besser, als die weißen Obst- und Gemüsebeutel:

Und da diese Beutel so schnell gemacht waren, hab ich meiner Tochter auch noch schnell ein paar "Spaghetti" bzw. "Pasta"-Säckchen genäht, damit sie diese beim nächsten Einkauf im "Unverpacktladen" nutzen kann...und ratet mal, WORAUS diese entstanden sind????

Genau!! Ausgangspunkt waren wieder einmal Schlafanzughosen; diesmal aber kurze, und NEIN, die wurden nicht mit Gallseife behandelt und waren vorher nicht etwa farbig!!! Wie kommt ihr nur darauf???
Diese wurden mittig auseinandergeschnitten und jeweils abgenäht und ebenfalls mit einem Tunnelzug versehen. Die Länge passt wunderbar, um eben Spaghettis im oben bereits erwähnten "Unverpacktladen" einzukaufen. (Dieser befindet sich übrigens in unserer alten "Heimat" in Landau/Pfalz- nur so zur Info ;-)
Jetzt muss ich nur noch meiner Tochter irgendwie beibringen, dass das ihre alten Schlafanzughosen waren....(weia!!)

Das ganze verlinke ich jetzt aber erst mal mit dem Creadienstag und weil man durch diese ganze Aktion auch noch ordentlich Verpackungsmüll einsparen kann, schicke ich es auch noch zu EiNaB.

Ich wünsche euch noch eine sonnige und "heiße" Woche :))
Macht´s gut

Eure Jeanne
HOT 

Mittwoch, 23. März 2016

Kastanien sind zum Waschen da....


 Ich mag keine sog. Spezialwaschmittel wie z. B. für Schwarzes usw..., da ich finde, 
dass diese sehr übertrieben nach synthetischen Duftstoffen riechen. 
Nichts Schlimmeres, als wenn man den Leuten schon von weitem anmerkt,
oder besser gesagt, "anriecht", welches Waschmittel, bzw. welchen Weichspüler sie benutzen.
 Auch unsere 3 Katzen sind jedes Mal persönlich beleidigt, wenn ich ihre Unterlagen und Handtücher mit "normalem Waschmittel" wasche.
Zum Glück habe ich bei www.smarticular.net eine sehr gut Alternative gefunden, nämlich:
Kastanienwaschmittel

Ich also flugs in den Keller und passend zu Ostern die Herbstdeko wieder ausgegraben, sprich  die gesammelten Kastanien von einem der letzten Herbstspaziergänge. Da diese allerdings schon recht gut durchgetrocknet sind, konnte ich nicht ganz nach Anleitung vorgehen. Deshalb habe ich ca. 6 Kastanien mit ca. 300ml kochendem Wasser übergossen und über Nacht stehen lassen. Nach ca. 12 Stunden lassen sich die Kastanien dann leichter teilen und man gibt sie nochmals zurück ins Wasser. Das Ganze lässt man wieder 1 Tag lang ziehen und man kann langsam aber sicher beobachten, wie sich beim Schütteln Schaum bildet. Das sind die sog. Saponine, die sich im Wasser zu lösen beginnen.
Danach gießt man die Flüssigkeit ins Hauptwäsche-Fach. Bei unserer Wäsche gebe ich noch ein paar Tropfen Lavendelöl ins Weichspüler-Fach; bei der  "Katzenwäsche", wie gesagt, kommt kein Duft dazu, sonst werde ich 3 Tage lang von unseren Stubentigern mit "Ignoranz" bestraft. Das ganze sieht dann so aus: (Man beachte das Handtuch auf der Sitzfläche der Couch!!)

Die Kastanien kann man übrigens bis zu 3 Mal mit Wasser übergießen; danach sollte man sie auf dem Kompost entsorgen. Und am besten auch zügig aufbrauchen, da logischerweise keine Konservierungsstoffe vorhanden sind. 
Ist klar, oder??
Am besten, ihr probiert es auch einfach mal aus; vielleicht seid ihr ja auch so begeistert wie ich??...
Einen schönen Waschtag wünscht euch:
eure Jeanne