Montag, 6. April 2020

Osterquickies

*

Corona hat unser Leben fest im Griff! Warum also nicht das beste aus der Situation machen, und sich Zeit für all die schönen Dinge nehmen, die sonst immer liegen bleiben?
Deshalb hier ein paar Bastelideen, die sich auch mit Kindern leicht umsetzen lassen.
Alles, was ihr dafür braucht, sind:

Projekt 1:
Pfeifenputzerdraht
weisse Wolle

Projekt 2:
Tonkarton oder Blankokarten

Projekt 3: Rocherkugeln
und braunen und schwarzen Tonkarton
Wolle o.ä. für die Schnurrhaare

Für Projekt 1 biegt ihr den Pfeifenputzerdraht in Form eines Hasen und bindet diesen an den Ohren mit einem farblich passendenm Nähgarn zusammen.....

Für das "Puschel-Schwänzchen" nehmt ihr einfach einen ca. 50cm langen Wollfaden.....
 

....wickelt ihn ein paar Mal um die Zinken einer Gabel....


(Am Anfang und Ende den obligatorischen Knoten nicht vergessen!)
 

Dann die Mitte mit einem anderen Faden abbinden....
 

....von der Gabel ziehen und die Enden jeweils durchschneiden....
 

...et voilà, entsteht auf diese Weise ein kleines wunderschönes Puschel-Schwänzchen!
 

Von Vorne könnt ihr das Häschen dann noch mit Schleifen verzieren und entweder aufhängen, oder  für Projekt 2: auf eine Karte kleben.
 

Und zu guter Letzt nicht nur etwas für´s Auge, sondern auch für den süßen Zahn!:
Für Projekt 3: Jeweils 2 Rocherkugeln mit dem Heißkleber aufeinander kleben, und die Ohren aus braunem Tonpapier ausschneiden und auf den Hinterkopf aufkleben. Die Augen mit dem Locher aus schwarzem Papier ausstanzen und ebenfalls am Kopf anbringen und zum Schluß die Näschen in Herzform aus braunem Papier ausschneiden oder mit einem entsprechendem Stanzer ausstanzen und mit "Schnurrhaaren" aus Paketschnur auf den Kopf aufkleben.
 

 

Und wer immer noch nicht genug hat, kann die einzelnen Häschen noch mit einem entsprechenden Schriftzug versehen.


Ich hoffe, es war für jeden etwas dabei.....

In diesem Sinne wünsche ich euch ein frohes Osterfest,
bleibt gesund, und vor allem zu Hause ;-)

Bis dann,
eure Jeanne


verlinkt mit: creadienstag
 
* Post enthält unbezahlte Werbung

Mittwoch, 25. März 2020

Keep calm and help yourself

Oder:  warum ich keine Hamster brauche!....
Oder: "I will survive"  (à la Gloria Gaynor)


Nun ist es also so weit: durch ein paar Unbelehrbare haben wir hier in Bayern nun also die Ausgangsbeschränkung. Laut Ministerpräsident Söder so wörtlich: "nicht nur, um die Mitmenschen zu schützen, sondern, um diese Menschen auch vor sich selbst zu schützen!"

Was macht das mit uns im Speziellen? Ganz ehrlich? Ich hab vieeel darüber nachgedacht, Zeit ist ja im Moment genug und ich bin zu folgendem Ergebnis gekommen: NICHTS!

Das heißt jetzt nicht, dass ich die Krise wie so viele andere, ignoriere, im Gegenteil;  wir machen weiter, wie bisher, OHNE aber in Panik zu geraten, oder, wie bei einigen Nachbarn schon zu beobachten ist, den Lagerkoller zu bekommen! Wir gehen ganz NORMAL einkaufen.  Keine Hamsterkäufe und auch nicht tonnenweise Clopapier. Allein schon aus solidarischen Gründen. (Viele müssen wahrscheinlich erst mal im Wörterbuch nachschlagen, WAS das genau heißt!)
Und so seltsam, wie das vielleicht klingen mag, aber die Corona-Krise hat mir gezeigt, dass wir tatsächlich schon sehr minimalistisch leben und laut Duden auch schon in Richtung Selbstversorger gehen.....
- In den Geschäften gibt es kein Clopapier mehr? Egal, wir haben eine "Popodusche"
- Die Nudeln sind ausverkauft? Mache ich sie halt selbst!*CLICK*
- Die Backwaren sind ebenfalls aus den Regalen verschwunden? Juckt mich nicht! Mit meinen Rezepten geht das Backen von Brot *CLICK* und Toastbrot *CLICK* kinderleicht.
- Es gibt auch kein Mehl mehr? Ich habe IMMER genug Getreide im Haus, um das Mehl selbst zu   mahlen.
- Die Drogeriemärkte sind geplündert? Wir benutzen riesige Blöcke von Alepposeife und wenden seit Jahren die "no-poo"- Methode an und haben für ganz seltene Fälle eine Haarseife, die wahrscheinlich 5 Jahre halten dürfte... Den Rest, wie Deo,*CLICK* Zahnpasta etc. mache ich sowieso selbst!
- Die Regale mit der Monatshygiene sind leergefegt?
Ich benutze seit Jahren einen Menstruationscup und die Binden und Slipeinlagen hab ich schon vor einiger Zeit selbst genäht. *CLICK*
- Das Waschmittel ist ausverkauft? Wasche ich eben mit Kastanien *CLICK*oder Efeu.*CLICK*
- Putzmittel gibt es auch nicht mehr? Ich hab einen Dampfreiniger, der bei 100°C alle Bakterien und Viren abtötet.
- Desinfektionsmittel ist nirgendwo mehr zu bekommen? Ich weiß, wie man Hände richtig wäscht und zur Not hab ich immer ausreichend Essig und Lavendelöl zum Desinfizieren im Haus.

Warum also diese Angst? Diese Panikmache? Klar, vieles ist von den Medien geschürt, denn "Only bad news are good news!" Aber laut einem Psychologen "hamstern" diejenigen unter uns, die generell sehr ängstlich sind. Die niemandem vertrauen, und sich selbst schon gar nichts zutrauen. Die sich nicht vorstellen können, diese Krise zu meistern, oder gar daran zu wachsen und dementsprechend überall nur noch schwarz sehen!! Die schon viel Verlust  und Mangel (bereits in der Kindheit?) erfahren haben oder, die einfach nur dem Herdentrieb folgen: Einer kauft wie panisch Clopapier- die anderen sehen das und machen das nach, OHNE den genauen Grund dafür zu wissen.
In Australien scheint die Lage ebenso dramatisch zu sein, wie bei uns:

Wir haben Menschen gefragt, warum sie tonnenweise Klopapier kaufen

"Wenn du glaubst, dass die Welt untergeht, warum brauchst du dafür einen sauberen Arsch?"

 Die Antwort war unisono: "Wir wissen es nicht!" Typisches Herdenverhalten also! Die Leute wussten zwar, dass sie etwas total unlogisches machten und schämten sich auch dafür, jedoch hatten sie auch keine Erklärung oder Entschuldigung zur Hand.

Tatsächlich fördert dieser fiese kleine Virus scheinbar auch die unschönen Seiten der Menschen zutage: Statt Solidarität gegenüber den schwächer gestellten in unserer Gesellschaft, Ellbogen ausfahren und Panik wie auf der Titanic. "Nach mir die Sintflut!", oder besser gesagt: "Vor mir der Eisberg?" Das gibt mir persönlich sehr zu denken.....

Covid19 zeigt uns aber, dass wir ALLE gleich sind. Er unterscheidet nicht, zwischen arm oder reich, groß oder klein, schwarz oder weiß!! Es kann wirklich jeden Treffen und keiner hat ein Mittel gegen ihn. Er zeigt uns, was die Creek-Indianer schon seit Urzeiten prophezeiten:" Und am Ende werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann!" Habt ihr euch denn nicht ebenfalls schon Gedanken gemacht, WER uns im Moment bitteschön den A.....llerwertesten rettet? Es sind nicht die Banker, die Manager, oder die Automobil-Bonzen!! Es sind die Ärzte und Pflegekräfte, die Supermarktangestellten, die Bauern und die vielen LKW-Fahrer, die sprichwörtlich "Russisch Roulette" betreiben, und ihre Gesundheit riskieren, wenn sie 2 Mal die Woche zwischen Italien und Deutschland pendeln, nur, um uns mit Lebensmitteln zu versorgen.
Und ausgerechnet diese Berufszweige sind bei uns immer noch hoffnungslos unterbezahlt! Wäre es spätestens jetzt nicht endlich an der Zeit, umzudenken und diese Mißverhältnisse zu ändern??

Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier! Und ich kann mir vorstellen, viele fallen nach der Krise wieder in alte Muster. Und dennoch, ein kleines Fünkchen Hoffnung hat sich in mir festgesetzt, dass nach Corona nicht alles wieder so sein wird, wie es wahr.
Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!!!

                                                               In diesem Sinne,
                                                      mein Appell nochmal an alle:
                                                Bleibt zu Hause und vor allem ruhig.
                            Und wenn sich alle vernünftig verhalten, ist auch für alle gesorgt.
                                                Das wichtigste aber: Bleibt gesund!!
                                                                   Eure Jeanne

Sonntag, 22. März 2020

Teil 2 (Neulich im Unverpacktladen)

*Post enthält bewusst unbezahlte Werbung



Viele wissen (leider) immer noch nicht, was genau ein Unverpackt-Laden ist, und haben entsprechend auch noch nie einen betreten. Deshalb möchte ich mit meinem heutigen Post für Aufklärung sorgen. Hilfestellung hierfür gibt ein Interview, das ich mit Sabine Riesch führen durfte. Sie ist Geschäftsführerin des Unverpackt-Ladens in Bad Tölz namens „Ois ohne“ ,was für alle oberhalb des Weißwurstäquators  übersetzt „Alles ohne“ bedeutet!

1.Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Wie habt ihr euch gefunden?
Die eigentliche Initiatorin war Diana Meßmer, die sich durch Plastikfasten mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Ihre Tochter war es auch, die während des Studiums einen Businessplan für das Konzept erstellt hat. Ich selbst kam mit dem Thema Nachhaltigkeit durch eine Freundin, die nach Australien ausgewandert ist in Berührung. Damals habe ich mir viele Gedanken gemacht und auch vieles hinterfragt und dann einfach angefangen, peu à peu umzustellen. Begonnen habe ich z.B. mit dem Badezimmer, weil das am einfachsten ist!
 
 (Hierfür bietet das Kosmetikregal alles, was das Herz begehrt: (Haar-)Seifen, Zahnbürsten, Zahnputzpulver- und tabletten, Sheabutter, ebenso wie alles für die Monatshygiene, und vieles mehr)

2. Was ist euer Antrieb
Die Welt ein Stückchen besser zu machen.
Und dem Konsumenten zeigen, welche Macht jeder einzelne doch hat!

3. Wie kommen die Sachen in den Laden? In welcher Verpackung?
Vieles kommt in Kartons und Papier. Nur aus dem Ausland kommt manches leider immer noch in Plastiksäcken an, dann aber in ganz großen 25kg- Gebinden.
Gummibärchen gibt es z.B. gar nicht plastikfrei. Deswegen verzichten wir in unserem Laden bewußt darauf und bieten statt dessen getrocknete Mangos & Co. als  Alternative an.


4. Was passiert mit der Lieferverpackung?
Am besten lässt sich das an/mit der Firma Sonett erklären: Sonett schickt uns 20l Kanister und passende Rücksendekartons auf einer Palette, mit den Rücksendekartons werden pro Karton 6 leere Kanister an Sonett zurück geschickt, die dort wieder befüllt werden.

5. Woher bezieht ihr eure Ware?
Überwiegend von regionalen Produzenten, um die Lieferwege so kurz wie möglich zu halten Unsere Seifen beziehen wir z.B. aus einer Manufaktur, die 2 Orte weiter ist. Auch unser Kaffee kommt aus einer Rösterei ganz aus der Nähe und wird in großen Metalldosen geliefert, die wir leer wieder zurückgeben. Und bei internationalen Herstellern läuft es über den Biogroßhandel.
(hier z.B. "Lupinenkaffe")

6. Ist die komplette Ware Bioqualität?
Nicht alles. Manchmal müssen wir auch abwägen, was sinnvoller ist: Die Bionudeln aus Hamburg oder die Nudeln von einer Bäuerin „um die Ecke“ ohne Bio-Zertifikat. Ebenso unser Essig, den auch ein konventioneller Bauer ganz in der Nähe selbst herstellt. Doch wir können guten Gewissens sagen, dass ca. 80% Bioqualität ist.

7.Warum ist manche Ware trotzdem teurer, als die verpackte Variante?
Weil es immer vom Lieferanten abhängig ist. Wir haben in diesem Punkt viel Recherche betrieben und auch in anderen Bioläden „spioniert“.
Und im großen ganzen haben wir unsere Preise entsprechend angepasst und liegen oftmals sogar drunter.

8.Nach welchen Kriterien stellt ihr euer Sortiment zusammen?
Wir versuchen so viele Grundnahrungsmittel (Basics) wie möglich anzubieten. Und einiges wechseln wir auch immer wieder aus. Beispielsweise haben wir z.Zt. Sojagranulat im Angebot, dafür aber keinen Grünkern. Und nächsten Monat kann das schon wieder ganz anders aussehen. 

9. Könnte man mit euren Waren ein plastikfreies Essen zubereiten?
Ja. Da fällt mir spontan, Spaghetti mit Tomatensoße ein!

10. Ihr bietet auch einen Mittagstisch und Kuchen an. Macht ihr das alles selbst? Und mit eigenen Waren?
Ja, wir kochen alles selbst, und zwar vegetarisch und vegan, „und totaaal lecker!“ (wirft eine Kundin vom Nachbartisch ein! ;-) Das Gemüse dazu bekommen wir von einer Organisation, die sich Biotop nennt. Dort wird nachhaltig, fair und solidarisch angebaut, und jedes Gemüse wird verarbeitet, egal, ob es krumm, dreibeinig oder zweiköpfig ist. Was zählt ist der Geschmack, nicht das Aussehen. Und auch der Kuchen, den wir in unserem Café anbieten ist selbst gemacht. Passend zur Fastenzeit haben wir im Moment z.B. jede Woche ein anderes Thema, und da diese Woche „zuckerfrei“ ist, bieten wir heute ein Bananenbrot an, das ich am Morgen gebacken habe.
 (Blick ins Café)
11. Wer sind eure Kunden/ Zielgruppe
Zunächst einmal logischerweise viele Tölzer. Und es kommen wirklich alle Altersgruppen. Tatsächlich auch viele ältere Leute, die diese Arte des Einkaufens ja noch von ihrer eigenen Kindheit her kennen.
Zum Mittagstisch kommen auch Schüler der Berufsschule, die sich gerne gesund ernähren, und die ewige „Leberkaassemmel“, die täglich am Schulkiosk angeboten wird „einfach nur doof finden!“

12.Wie ist die Resonanz auf den Laden hier in Bad Tölz?
Wirklich SEHR GUT! Mehr kann/muss ich dazu nicht sagen ;-)

13. Wie und wo macht ihr Werbung?
Per social medias wie Facebook, Instagram, unserer Website und über die Tageszeitung.

14. Ihr bietet in eurem Laden auch leere Gläser kostenlos für den Einkauf an. Wie seid ihr darauf gekommen?
Oftmals kommen die Leute, weil sie „nur schauen“ wollen. Doch meistens finden sie dann doch irgendwas, das sie gerne mitnehmen würden. Logischerweise haben sie keine eigenen Behältnisse dabei. So bieten wir leere Konservengläser an, die uns die Kunden mitbringen und die wir vorher nochmal durch die Spülmaschine laufen lassen. Ebenso dürfen sie auch die leeren Papiertüten von Mehl und Getreide nehmen, die wir daneben liegen haben.

15. Auf einigen eurer Abfüllröhren kleben Firmennamen. Was hat es damit auf sich?
Das sind sozusagen „Mini-Litfaßsäulen“; damit finanzieren wir den Laden, der genossenschaftlich  geführt wird. Die Einlage hängt von der Größe des Aufdrucks ab und geht bei 200€ los.
 (hier die Abfüllstation mit den Werbeaufdrucken einzelner Firmen)


Liebe Sabine, hiermit möchte ich mich noch einmal recht herzlich für das interessante und ausführliche Gespräch bedanken und vor allem, dass du dir auch noch die Zeit dafür genommen hast, während im Laden zeitweise  „der Bär steppte“  ;-)

Ich hoffe, dass (mitunter auch durch diesen Post?) noch viel mehr Menschen neugierig geworden sind, und ihre Bequemlichkeit, Scheu etc. überwinden und euch in den nächsten Tagen einen Besuch abstatten, und sei es nur, um gemütlich einen leckeren Kaffee zu trinken, während der Mann bei der Fußpflege nebenan ist ;-) (Wie mir einer ältere und nette Dame berichtete)

Und zum Abschluß möchte ich euch noch auf einen kleinen  Rundgang durch den Verkaufsraum mitnehmen:
(Betritt man den Laden, fällt das Augenmerk sofort auf die Tafel gegenüber, die grob erklärt, wie das Einkaufen hier funktioniert)
(Hier die Abfüllstation)


(Gewürze und Backzutaten, soweit das Auge reicht, was mich persönlich, besonders freut :-)

(falls man wirklich nichts dabei hat, ist dies auch nicht schlimm....)


Und auch das hier ist auch eine ganz tolle Aktion:

Und während man genüsslich seinen Kaffee trinkt, kann man in der einen oder anderen Lektüre rund ums Thema Plastikverzicht stöbern.
So, das war ein kleiner Ausschnitt aus dem Laden. Ich könnte euch noch soo viel mehr zeigen. Aber wisst ihr was? Am besten, ihr macht euch selbst ein Bild und sucht den nächsten Unverpacktladen auf. Vielleicht treffen wir uns ja dort sogar ;-)


In diesem Sinne, 
macht´s gut, bleibt gesund!!
Eure Jeanne




Montag, 9. März 2020

Neulich im Unverpacktladen.....(Teil 1)

Da ich mir das Thema Nachhaltigkeit ganz groß auf die Fahne geschrieben habe, ist es nur logisch, dass ich liebend gerne im Unverpacktladen einkaufe.
Zur Zeit schießen diese geradezu wie Pilze aus dem Boden. So auch in unserer Nähe, weswegen ich immer noch total aus dem Häuschen bin ;-) Denn bisher konnten wir es immer nur mit einem Städtetrip in eine der größeren Städte verbinden.
Da ich aber gerade diese Tage wieder feststellen musste, dass immer noch ganz viele gar nicht wissen,
           - WAS ein Unverpacktladen genau ist,
           - WAS er alles im Angebot hat und
           - Wie so ein Einkauf vonstatten geht,
will ich heute auf diesem Weg für Aufklärung sorgen.   
 
Am besten laß´ ich dazu auch gleich noch die Bilder für sich sprechen:
Also....logischer Weise kann man nicht einfach so in einen Unverpackt gehen; idealerweise bereitet man sich ein klein wenig darauf vor. Wie ihr hier seht, schaue ich vorher, was alles leer ist, bzw. wird und lege dafür dann die entsprechende Behältnisse in meinen Korb.

Ich hab mir hierfür eigens eine alte Obstkiste dafür hergerichtet, die ich demnächst noch entsprechend aufhübschen will. (Aber eins nach dem anderen ;-)

Die Behältnisse werden dann entweder schon zu Hause, oder vor Ort gewogen, und mit dem Tara (Leergewicht) versehen, das dann vor dem Eintippen logischerweise abgezogen wird.
Bei einigen Unverpacktläden wird auf der Waage schon automatisch ein Etikett mit dem Gewicht ausgespuckt, aber bei ganz vielen anderen wird es noch per Hand draufgeschrieben.
Und was sich jetzt vielleicht im ersten Moment nach vieeel Arbeit anhört, ist wirklich nicht schlimm, WEIL, Hand auf´s Herz, im Grunde genommen, kaufen wir doch stets das gleiche. Ok, mit ein paar Abweichungen vielleicht, aber für diese Spontankäufe bieten diese Läden kostenlos leere Tüten und Gläser an. Und so sehen dann z.B. unsere Einkäufe aus:

Mit diesem Guppyfriend liebäugele ich ja schon sehr lange; vor allem, seit Traude vom Blog Rostrose darüber geschrieben hat. Allerdings kaufe ich nicht gerne im Internet, schon gar nicht einzelne Dinge. Umso mehr freute es mich, dass der Unverpackt  diesen Beutel ebenfalls anbietet:)
(Und das stand schon so lange auf meiner "Plastikfrei-Agenda"- somit wieder ein Häkchen mehr :)


Und selbst auf meine Kaugummis muss ich dank Unverpackt nicht mehr verzichten. Die brauche ich vor allem, wenn ich auswärts etwas esse und keine Gelegenheit zum Zähne putzen hab. Also schnappte ich mir ein entsprechendes Behältnis, das ich immer wieder Befüllen kann, und das super praktisch für unterwegs ist. (Musste mich halt opfern und vorher erst diese Choco-Bällchen auffuttern; aber uns Vollblutbloggern ist nunmal kein Opfer zu groß!! ;-)

Unsere ganze Trockenware kaufen wir mittlerweile nur noch plastikfrei,........


........und selbst das Waschmittel kann ich "Ohne alles " in Portionsgröße und ohne riesige Kartons mit viel unnötigem "Füllmaterial" bekommen!!

Das gleiche gilt für Spülmittel. Und falls ihr euch nun fragt:" Nanu, die kauft aber wenig!" so habt ihr recht. Gerade bei Reinigungmittel bin ich sehr vorsichtig, weil Mutter Natur mich mit einem überempfindlichen Riechorgan ausgestattet hat. (Keine Ahnung, was DIE sich dabei gedacht hat??)
Von daher kann ich keine Reiniger auch nur ansatzweise benutzen, die unsinnigerweise parfümiert sind. Die aufmerksamen Leser unter euch, erinnern sich vielleicht an den Post bzgl. Weichspüler? Bzw. werde ich demnächst in einem Beitrag näher darauf eingehen, WAS die Industrie mit diesen Duftstoffen bei uns bewirken/auslösen will!!... Hier im Unverpackt, sind die Reinigungsprodukte von der Fa. Sonett, die ja bekanntlich und Gott sei Dank sehr sparsam mit den Duftstoffen umgeht!

Was mich auch sehr freut, sind endlich bezahlbare Teelichter OHNE Aluhülsen und Pinnadeln aus Holz!!!

Und Nudeln kommen, wie sollte es bei mir auch anders sein, in Beutel aus ausrangierten Schlafanzughosen. (hier ausnahmsweise mal eine kurze und von der Tochter "freiwillig" überlassen! *hüstel* *räusper*....

Diese Spirellis hier schmecken übrigens nicht nur kleinen, sondern auch großen Kindern wie mir!! Und da das Auge ja bekanntlich mit ißt, finde ich, auf dem Teller darf es ruhig bunt zugehen !!

Diese 3 Sorten hier sind noch längst nicht alle im Sortiment. Es gibt noch Suppennudeln, usw. usf., doch davon mehr im nächsten Teil des Unverpackt-Berichts.

Das absolute und persönliche Highlight für mich im Speziellen aber IST: DAS HIER!
Hä? Spinnt die jetzt komplett? Werden sich nun einige von euch fragen, ABER, schaut doch mal genauer hin:  PFLANZENDRINK IN DER MEHRWEG-GLASFLASCHE!!!
Seit Jahren schreibe ich schon vermehrt Molkereien an, warum es z.B. laktosefreie Milch NICHT in Glasflaschen zu kaufen gibt. Die Antworten waren teilweise haarsträubend und die Argumente an ebensolchen herbeigezogen. Und da ich diese Deppen milchproduzierende Industrie nicht mehr unterstützen wollte, bin ich, wie ihr das evtl. auch schon mitbekommen habt, gänzlich zu Pflanzendrinks übergegangen. (Über die "Machenschaften" der Milchindustrie demnächst auch noch ein ausführlicherer Post) Umsomehr freut es mich, dass die Firma Voelkel Vorreiter auf diesem Gebiet ist.  Und ich kann somit noch ein Häkchen mehr auf meiner Plastikfrei-Liste setzen. Meinem Ziel komme ich von daher nicht nur immer näher, ich hab das Gefühl, dank des Unverpacktladens, schon bald das "Zielbanner" zu durchlaufen!!

Ach, ich könnte noch ewig so weiterschreiben und schwärmen, aber das muss leider bis zum nächsten Post warten. Denn, da hab ich ein Interview mit Sabine Riesch, vom Unverpacktladen in Bad Tölz vorbereitet. Heute ist nicht alle Tage.......(sagte berühmterweise schon der rosarote Panther ;-)

Ich komm´wieder...
eure Jeanne

Dienstag, 25. Februar 2020

Vegane Leberwurst


Ihr Lieben, ich war ehrlich gesagt etwas überrascht, wenn nicht sogar erstaunt, WIE oft mein Post über das "schnellste und leckerste Brot" angeklickt wurde. s.*HIER*
Als ich es gerade diese Tage wieder machte, fiel mir beim Lesen des Rezepts auf, dass ich euch bis jetzt die vegane Leberwurst vorenthalten hab. Uuuups!! Sorry for that.....

Hier also deshalb ganz kurz und knackig das Rezept.
Ihr braucht folgende Zutaten:

- 175g Räuchertofu (mein Favorit ist der von Taifun)
- 250g Kidneybohnen
- 100g Zwiebel
- 5 Eßl. Öl (Sonnenblumen oder Raps)
- 1 Tl Senf
- 2 Tl Gemüsebrühe
- 1/2 Tl Knoblauchpulver (die Füchse unter euch werden bestimmt bemerkt haben, dass ich
- 1/2 Tl Zwiebelpulver       "nur" Knoblauch-und Zwiebel-SALZ hab; solltet ihr dies auch
- 1 Eßl. Majoran                  verwenden, VORSICHT bei der Dosierung, *hüstel*)

Die Herstellung ist denkbar einfach....
Als erstes werden der Räuchertofu und die Zwiebel gewürfel und, mit dem Öl in der Pfanne angebraten.  Anschließend abkühlen lassen.


Die Kidneybohnen abgießen und zusammen mit dem Tofu und der Zwiebel und sämtlichen Gewürzen in einer Küchenmaschine pürieren.
Das Ganze sieht dann so aus:
(sollte die Masse zu fest sein, einfach vorsichtig etwas Wasser dazugeben)
Und das war´s tatsächlich auch schon!!!!!

Anschließend die Masse in ein schönes Glas geben und verschenken, oder selber essen.
Nach einem Tag, wenn alles gut durchgezogen ist, schmeckt sie sogar noch besser!
Uuuuund sie hat noch einen entschiedenen Vorteil zur "echten" Variante, nämlich: Sie enthält durch die Bohnen eine geballte Ladung an Proteinen, aber KEIN Fett; und schon gar keine, die das Cholesterin in "Infarktbereiche" hochschnellen lässt!! ;-)

Und für die ganz "eingefleischte" Sorte, die man nicht gleich in die Flucht schlagen will, denkt man sich einfach einen passenden Namen aus ;-)....A propos: Falls ihr die Gelegenheit habt, macht mal bei überzeugten "Carnivoren" eine Blindverkostung. Ihr glaubt gar nicht, in wieviele überraschte und erstaunte Gesichter ich schon geblickt hab- sei es bei meiner vegetarischen Lasagne oder eben bei dieser "Fake"-Leberwurst ;-) !!

Na, Lust bekommen, die mal nachzumachen? Gerade die anbrechende Fastenzeit bietet sich super dafür an ;-)

Macht´s gut, bis dann
eure Jeanne

*Post enthält Werbung
verlinkt mit: creadienstag

Dienstag, 11. Februar 2020

Mother´s little (big) helper....

Es sind nicht die großen Dinge, die oftmals etwas bewirken können; manchmal bedarf es nur ein paar Kleinigkeiten, um sich das Leben zu erleichtern.
So kam mir die Idee mit dieser Kategorie, als ich neulich mal wieder (wie so oft- seufz) meine To-do-Liste verlegt hatte....

Ich weiß nicht, ob ich es bereits an anderer Stelle schon einmal erwähnt habe, aber ich muss mich hier einmal "outen", und gestehen, dass ich ein absoluter "Listen-junkie" bin. Für so ziemlich alles gibt es hier in unserem Haushalt Listen: sei es für die Haushaltskasse, die Energieabrechnungen, die Steuererklärung, ja, sogar für´s Kofferpacken haben wir die entsprechenden Checklisten. Und nicht zu vergessen meine "Putzliste", die ich euch demnächst auch noch zeigen will.

Am allerliebsten aber hab ich meine tägliche "To-do-Liste". So strukturiere ich morgens schon, was alles erledigt werden muss, und hake es dann im Laufe des Tages einfach ab. Naja, SO einfach ist das bei mir auch wieder nicht, da ich die Liste leider allzuoft verlege. Ein zeitlang versuchte ich es dann mit diesen Klebezetteln, aber das war dann total unübersichtlich, als alles mit gelben Zetteln zugekleistert war. (Mr. Perfect wollte eines Tages sogar wissen, ob der "Kuckuckskleber" etwa hier gewesen sei, weia!! ;-)
Also musste eine andere Lösung her, und zwar die hier:


Aus einem stabilen Nudelkarton schnitt ich mir ein entsprechendes Format aus, umklebte die Ränder mit einem schönen Klebeband UND, ganz wichtig: versah das ganze mit einer Aktenklammer, auch bekannt unter dem Namen Vielzweckklammer, oder Befestigungsclip.

Denn, der entscheidende Vorteil gegenüber meiner ganzen bisherigen Methoden ist eindeutig dieser hier: ein "Parkplatz" für meine Liste!! Diese Liste wird von mir (ausser morgens auf dem Küchentisch) NUR an dieser Stelle aufbewahrt- und nirgendwo anders. Und ich bin über mich selbst erstaunt, dass ich es bisher sehr diszipliniert eingehalten habe.

Um keine neues Papier nehmen zu müssen, nutze ich bereits benutzte Blätter....

und sogar die gebrauchten Briefumschläge, die täglich mit der Post ins Haus flattern, werden entsprechend zurecht geschnitten.

So wird Papier, das ohnehin im Müll landen würde noch einer sinnvollen Verwendung zugeführt !!

Und ihr? Wie behelft ihr euch bei den täglichen Herausforderungen des Alltags? Läuft bei euch auch ohne Listen alles rund? Habt ihr Lust, mir davon zu erzählen? Dann immer her mit euren Geschichten; freue mich schon darauf ;-)

In diesem Sinne, 
macht´s gut 
und lasst euch von Sabine nicht wegpusten!!
Bis dann,
eure Jeanne 
verlinkt mit: creadienstag
                     HOT