Montag, 2. September 2019

"Was machen denn die Nudeln auf der Leine?" "

....wollte Mr. Perfect neulich von mir wissen.
"Das gleiche, was die Wäsche auch macht: Trocknen!" bekam er als Antwort.

Obwohl ich mich derzeit (immer noch) im Ausmist-Aufräum-Stoffabbau und Ordnungsmodus befinde, dachte ich, damit es nicht zu eintönig wird, zeige ich euch mal, wie leicht es ist, Nudeln selbst zu machen.
Das Rezept ist zwar aus dem Thermomix-Buch und lautet wie folgt:

200g Mehl
 2      Eier
 1Eßl natives Olivenöl
Wasser
Salz

Dennoch kann man den Teig auch mit einem Knethaken, oder, ganz geübte sogar mit einem Kochlöffel in einer Schüssel anrühren und kneten. Da ich im Gefrierfach noch etwa eine Handvoll Bärlauch fand, knetete ich diesen nach dem Auftauen noch unter und tastete mich mit dem Wasser dann vorsichtig heran.



Nachdem der Teig geknetet wurde, durfte er noch eine Weile im Kühlschrank entspannen. Für´s Ausrollen nehmt ihr am besten eine Nudelmaschine. Wenn ihr keine eigene habt, so ist das doch eine gute Gelegenheit, um alte Kontakte zu pflegen: "Hey, Katrin, wie geht´s? Kann ich mir mal deine Nudelmaschine ausleihen?" oder neue Bekanntschaften zu knüpfen: "Hallo, Frau Leihwas, Sie haben nicht zufällig irgendwo eine Nudelmaschine rumstehen, die Sie zur Zeit nicht nutzen?"
Das ist sowieso der neueste Trend: Leihen statt Kaufen!! Aber dazu evtl. mal in einem anderen Post mehr, denn ich schweife mal wieder ab!!...


Also, nachdem man/frau sich also die Maschine von Katrin oder Frau Leihwas geliehen hat, kann es auch schon losgehen: Man lässt immer eine kleine Menge des Teiges erst durch die breiteste Stufe laufen, und verstellt dann anhand des Reglers den Durchlass; will sagen, der Teig wird mit jedem Durchlaufen dünner und dünner. (Nur die letzte Stufe nutze ich NIE, weil mir das irgendwie ZU dünn ist!)


Ganz zum Schluß kann man sie dann durch die "Teilungs-Walze" drehen. Und je nachdem, wie lang man die Nudeln hinterher haben will, dreht man ein entsprechendes Rechteck durch. Da ich meine Nudeln, wie gesagt, zum Trocknen aufhängen wollte, waren sie also entsprechen lang.


So konnte ich sie mittig über die Leine hängen. (Sogar Mansan, unser Katze, schaute mir verwundert von der Terrasse aus zu, was man hier leider nicht ganz sehen kann ;-)


Durch den Bärlauch sind die Nudeln zwar etwas "franselig" geworden, was es ein klein wenig erschwerte, diese voneinander zu trennen,  aber der Geschmack hinterher belohnte für all die Mühe um so mehr!! Tja, und dann muss ich an dieser Stelle noch ein Geständnis machen:
Ich hab die Nudeln zwar schön AUF die Leine hängen können, doch AB bekam ich sie leider nicht mehr unfallfrei. Durch das Trocknen zogen sie sich zusammen, so dass es am obersten Punkt den berühmten "Knackpunkt" gab. Das hatte ich nicht bedacht. Von daher nehme ich das nächste mal den Wäscheständer mit den dickeren Stäben und probiere das erneut aus ;-)


Früher hab ich sie zum Trocknen immer auf Geschirrtüchern ausgebreitet. Aber da braucht man immer so viel Mehl dazu, damit sie nicht aneinander kleben. Deswegen dachte ich, mache ich es doch einfach mal  wie die Italiener ;-)
Am allerbesten ist es natürlich, die Nudeln sofort ins Wasser zu geben....


Das dauert bei diesen dünnen Exemplaren keine 2 Minuten, bis sie durchgegart sind! Das nenn ich mal "fast food" DELUXE


Und nach einer kurzen Erfrischung unter der Brause (Italiener bitte ein Auge zudrücken, besser zwei, und am besten gleich ganz wegsehen;-)...

...kann man/frau es sich auch schon mit ein bisschen Parmesan und etwas Butter/Öl darauf, genüsslich schmecken lassen. (oder mit Tomaten- Bolognesesauce, Salbei, Pesto oder "whatever")

Vielleicht habt ihr ja mal Lust, diese nachzumachen. Vor allem mit Kindern kann das richtig Spaß machen. Und für "Mealprep" ist das auch hervorragend geeignet, weil man richtig guten Vorrat anlegen kann. (Hatte ich das Thema "mealprep" schon vorgestellt?- Ich glaube schon, oder??- muss gleich mal nachschauen...)

In diesem Sinne, wünsche ich euch noch eine schöne (endlich) kühlere Woche
Macht´s gut, 
bis dann 
eure Jeanne










Dienstag, 13. August 2019

Türstopper aus Stoffresten

Anfang des Jahres hatte ich u.a. den Vorsatz gefasst, möglichst mehr für meinen Stoffabbau zu tun.
Inzwischen haben wir August, und ich bin stolz wie Bolle, dass ich es nach wie vor durchziehe.
(Noch nie in meinem bisherigen Leben habe ich einen Neujahrsvorsatz so lange durchgehalten :)
Von daher zeige ich euch heute wieder einmal, wie man den Stoffberg zum Schrumpfen bringen und die Regale/Schränke langsam aber sich leer bekommt....
Liebe Nathalie, dir dürften von daher auch in diesem Post die Stoffreste mit Sicherheit bekannt vorkommen ;-) Aber genug gequasselt.....
Hier seht ihr also einen Stückchen Strickstoff der so gar nirgends  in mein Konzept passt. Weder von der Einrichtung, noch von der Kleiderfarbe her.  Nathalies Option, letztendlich Putzlappen draus zu machen, kam aber irgendwie auch nicht in Frage (jaja, da war sie wieder die "kleine Schwäbin" ;-)


Aber selbst wenn der Stoff an sich nicht gefällt, so spricht doch nichts dagegen, diesen zu "verstecken", oder?
 

In der riesengroßen Stoffkiste war nämlich noch ein allerletzter Rest (wofür war der eigentlich?), der tatsächlich viel besser passte- und zwar ins Fabkonzept unseres Badezimmers.
Also nahm ich kurz Maß....
 

....und ließ das Rechteck einmal rundum durch die Overlock laufen, und steppte anschließend mit der normalen Nähmaschine noch 2 mal diagonal drüber.
 

Dabei wählte ich eine Größe aus, bei der genug Stoff übrig blieb, um daraus noch die Streifen für die Aufhängung zu nähen.

Das ganze sah dann also so aus:
 

Und letztendlich das fertige Endprodukt. Und was soll das jetzt genau sein?
 

Ganz einfach: bei uns hat es die letzten Tage sowas von gestürmt, dass ständig sämtliche Türen (wir haben ganze 2 davon!! ;-) in einer Tour klapperten oder mit lautem Kawumms! zufielen.
Völlig entnervt, ließ ich mir sämtliche Varianten von Türstoppern durch den Kopf gehen.
Angefangen von den schweren auf dem Boden - die bei mir überhaupt nicht in Frage kommen, weil ich mich kenne und von daher schon im Voraus weiß, dass es mich da ständig drüber hauen würde- bis hin zu eben diesen, die man an die Klinke hängt.
 

Zugegeben, dieses Exemplar ist etwas groß geraten (war halt doch nicht so ein kleiner Stoffrest), aber das ist bewusst so gewollt ....hüstel, räusper....
Ne, im Nachhinein ist es wirklich von Vorteil, weil sich im Badezimmer mitunter die Katzentoilette befindet.
Und wisst ihr was passiert, wenn da die Tür zufällt? Na gut, ich spare euch ausnahmsweise die Details ;-)......
 

Die 2. Tür musste demnach auch noch ausgestattet werden, nämlich die im Schlafzimmer.
Hier fiel das ganze dann auch entsprechend kleiner aus. Doch falls ihr die nachnähen wollt, achtet unbedingt darauf, dass ihr die Bänder lang genug macht, so dass man die Schlaufen bequem ein und aushängen kann. (Einfach nur so am Rande- keine Ahnung, wie ich jetzt so aus dem Nichts darauf komme!!??....)
Hier diente übrigens mal wieder, oder wie so oft, ein alter Pyjamaärmel meines Mannes als "Innenleben". Ich kann des jetzt laut sagen, weil ich weiß oder hoffe, dass er kaum meinen Blog liest. (Puhhh!)
 

So, jetzt kann es also wild vor sich hinstürmen und ich kann zum Lüften endlich alle Fenster und Türen aufreißen ohne ständig alles irgendwie arretieren zu müssen.
 

Und Stoff wurde, wie gesagt, auch wieder etwas weniger; auch wenn es noch so kleine Schrittchen sind, egal, Schritt ist Schrittt!....

Nerven euch solche "Kleinigkeiten" im Alltag auch ungeheuer? Oder ist das mal wieder nur von mir so eine Macke???

Wünsche euch noch eine schöne windfreie Woche

Viele liebe Grüße
 Bis dann,
euere Jeanne 

verlinkt mit: creadienstag

Dienstag, 6. August 2019

Jeder Topf braucht...........einen Deckel im Karton!!

Neulich, als ich gerade mal wieder so schön in Fahrt beim Kochen war, und ich in meinem Enthusiasmus den Küchenschrank öffnete, bot sich mir, wie so oft, folgender Anblick:
Die Topfdeckel, die eigentlich an die Schrankwand gelehnt sein sollen, verselbständigten sich mal wieder und purzelten wild durcheinander.

Total entnervt spurtete ich nach dem Kochen in den Keller und schaute mich nach geeigneten Bastelutensilien um, und siehe da, ich wurde fündig:

Und nach kurzem Maßnehmen der Topfdeckel (in der Breite, also nebeneinander), ging es auch schon los: Mit dem Cutter wurden zunächst alle unschönen, sprich ausgefranselten Kanten begradigt....

und der Karton wurde anschließend mit Kreidefarbe "geweißelt"!

Damit das ganze schneller geht, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich tatsächlich nur jenen Seiten einen Anstrich verpasst habe, die später auch zu sehen sind! Jaaa, manchmal hab ich´s nicht so mit der berühmten Geduld!....(Asche auf mein Haupt!;-)

Nach dem Trocknen der Farbe, beschloß ich, die Kanten doch noch mit einem Papier-Paketband zu umkleben. Die kurzen Kanten jedoch, bekamen jeweils eine Plastikschine übergestülpt- diese hatte ich noch von einem anderen Bastelprojekt übrig, das ich hier demnächst auch noch zeigen will.

Und mit dem entsprechenden Lettering versehen,(das ich vorher erst auf Papier aufgemalt und dann ausgeschnitten hab, weil ich noch nicht so geübt darin bin) .....

hielt der umgewandelte Karton auch schon Einzug in den entsprechenden Topfschrank.

Zum Schluß nochmal ein Vorher/Nachher- Bild zum Vergleich:
Die Deckel sind jetzt endlich an Ort und Stelle und kullern beim Herausnehmen der Töpfe oder Pfannen auch nicht mehr ständig durch die Gegend.

Die ganze Bastelei ging tatsächlich so schnell, dass ich mir hinterher wirklich vor den Kopf schlagen könnte, dass ich da noch nicht eher drauf gekommen bin!!

Aber wie so oft im Leben, sieht man manchmal wirklich den Wald vor lauter Bäumen nicht!!
Also mir geht es jedenfalls oft so....
Und bei euch? Geht es euch ähnlich?
Dann berichtet doch mal! Ich kann es kaum erwarten....
In diesem Sinne, euch allen noch ein fröhliches Schaffen.
Macht´s gut, bis dann, 
eure Jeanne 

 verlinkt mit creadienstag
               und  EiNaB





Dienstag, 30. Juli 2019

Sommerloch-Quickie: Stoffresteverwertung

Wie es scheint, sind momentan alle in den Ferien bzw. Urlaub- Eben das typische Sommerloch!!
Und obwohl viele im Moment auch eine Pause einlegen, will ich unbedingt weiterbloggen. 
Denn mit dem bloggen, ist es wie mit dem Sport- einmal eine Pause eingelegt, ist es umso schwerer wieder anzufangen und reinzukommen. Praktisch wie ein "virtueller Muskelkater".
Deshalb zeige ich heute allen, die daheim geblieben sind, mein Näh-Quickie, um die letzten, also wirklich allerletzten Stoffreste auch noch zu verwerten. (Der Schwäbin in euch dürfte das also gefallen,*hüstel* ;-)

In einem früheren Post über Wimpelketten, (CLICK) hab ich am Ende schon einmal gezeigt, wie man aus Stoffresten Bänder herstellen kann. Da jene Methode aber mit der Zeit sehr auf die Handgelenke geht, (vielleicht bin ich aber tatächlich auch nicht mehr die Jüngste *lach*- seit gestern sowieso nicht mehr.....) hab ich mir etwas anderes einfallen lassen:
Nachdem ich die Streifen ganz grob in die gleiche Breite geschnitten/gerissen hab, nähte ich sie einfach, wie sie kamen aneinander. Danach klemmte ich jeweils das Ende eines fertigen Streifens am Kühlschrankbord in eine Klammer......

.....und um das andere Ende knotete ich einen Bleistift- und dann wird einfach in Grundschulmanier fleissig gedreht.....

......und gedreht.....

.....und dann wird die Kordel einfach in der Mitte "zusammengeklappt", damit sie sich endgültig eindrehen kann. Soweit verstanden?

Auf diese Weise entstehen wirklich teils sehr schöne Muster!
 
Oder aber man/frau bleibt komplett bei ein und demselben Stoff- "chacque a son goût" - jeder nach seinem Geschmack, wie es so schön heisst!
 
Und das wirklich schöne daran ist, frau muss jetzt nicht sonderlich nähversiert sein, bzw. das lässt sich doch superleicht mit den Kindern z.B. als Ferienbeschäftigung an regnerischen Tagen basteln.
Doch am allermeisten freut mich daran, dass ich a) wieder etwas Stoff dadurch abbauen kann und
b) ich NIE wieder Geschenkbänder - und schon gar nicht aus Plastik - kaufen muss (jippieh ;-)
Somit also wieder ein Haken mehr an meiner stetig wachsenden "Nachhaltigkeitsliste", die ich euch gegen Ende des Jahres mal zeigen werde......
 
Und weil das ganze trotz des minimalen Aufwands sowohl kreativ, als auch nachhaltig ist, verlinke ich es dementsprechend noch bei:


Ihr Lieben,
 genießt den Sommer, den Urlaub, die Ferien,
was auch immer!!

Macht´s gut,
bis dann,
eure Jeanne




Dienstag, 23. Juli 2019

Superleckere Rahmfladen

*
Nachdem einige der letzten Posts sehr textlastig waren, dachte ich mir, ich muss mal wieder was für´s Auge, besser gesagt für den Gaumen machen ;-)
Und auf vielfältigen Wunsch einer Einzelnen,(jahaa, liebe Tanja, ich hoffe doch sehr, du fühlst dich hiermit angesprochen ;-) zeige ich euch heute das Rezept für Rahmfladen, das ich übrigens bei Chefkoch.de gefunden hab.
Alles, was ihr dafür braucht, sind:

400g Weizenmehl 550er
  40g Roggenmehl
  20g Hefe
Prise Zucker
300ml Wasser (evtl. mehr)
kleiner Tipp: eine besondere Note bekommt der Teig, wenn man ihm noch
1Msp bis 1/2 Teel. Brotgewürz oder Schabziger Klee hinzufügt

2 Becher Crème fraîche
Salz, Pfeffer, Frühlingszwiebel, Kräuter

Zubereitung:
Aus dem Mehl, der Hefe (mit Zucker) und dem Wasser einen Hefeteig herstellen und diesen an einem warmen Ort gehen lassen.



Nach einer guten Stunde, wenn der Teig sich fast verdoppelt hat, werden daraus ovale Fladen ausgerollt. Da der Teig beim Backen noch aufgeht, sollten die Fladen von daher möglichst dünn sein. Danach werden diese mit Crème fraîche bestrichen.

Anschließend noch mit Salz, Pfeffer und optional Kräutern, bestreuen.
 

 

Beim Belag gibt es mehrere Möglichkeiten, wie z.B. Brokkoli und Kartoffeln (die zuvor für ca. 15min bissfest gedünstet werden.)
 

Die Fladen kommen dann für ca. 20-30min bei 220°C in den Ofen.
 

Nach dem Backen kann man nach Bedarf noch ein paar in Ringe geschnittene Frühlingszwiebel darüber geben.
-

Eine andere Variante wäre noch: gedünstete Kartoffeln sowie Süßkartoffeln oder Grillgemüse (Aubergine, Zuchini, rote Zwiebel und Paprika) jeweils mit Schafskäse.

Und auch hier die Gewürze nicht vergessen!...

Statt Schafskäse kann man auch gebratenen Räuchertofu verwenden....und und und...der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt.
 

 

Wenn die Oberfläche leicht gebräunt ist, dürfen auch diese aus dem Ofen.
 

Und danach kann man auch hier noch Schnittlauch oder Frühlingszwiebel drüber streuen.
(nur leider hatte ich hier keine mehr vorrätig!)
Dafür aber ein Gläschen Rosé, um das ganze abzurunden ;-)

Bon Appetit!! Laßt es euch schmecken.
Und auch wenn man diese Fladen eigentlich nur vom Weihnachtsmarkt kennt,  sind sie nach dem Abkühlen ein ideales Essen für heiße Sommertage, wie ich finde;
also auch ideal für´s Picknick - vor allem der Grillgemüse-Fladen
Propiert es einfach mal aus, dann wisst ihr, was ich meine ;-)



In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne 
(hoffentlich nicht zu heiße) Woche.
Macht´s gut, bis dann,
 eure Jeanne



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