Dienstag, 30. Juli 2019

Sommerloch-Quickie: Stoffresteverwertung

Wie es scheint, sind momentan alle in den Ferien bzw. Urlaub- Eben das typische Sommerloch!!
Und obwohl viele im Moment auch eine Pause einlegen, will ich unbedingt weiterbloggen. 
Denn mit dem bloggen, ist es wie mit dem Sport- einmal eine Pause eingelegt, ist es umso schwerer wieder anzufangen und reinzukommen. Praktisch wie ein "virtueller Muskelkater".
Deshalb zeige ich heute allen, die daheim geblieben sind, mein Näh-Quickie, um die letzten, also wirklich allerletzten Stoffreste auch noch zu verwerten. (Der Schwäbin in euch dürfte das also gefallen,*hüstel* ;-)

In einem früheren Post über Wimpelketten, (CLICK) hab ich am Ende schon einmal gezeigt, wie man aus Stoffresten Bänder herstellen kann. Da jene Methode aber mit der Zeit sehr auf die Handgelenke geht, (vielleicht bin ich aber tatächlich auch nicht mehr die Jüngste *lach*- seit gestern sowieso nicht mehr.....) hab ich mir etwas anderes einfallen lassen:
Nachdem ich die Streifen ganz grob in die gleiche Breite geschnitten/gerissen hab, nähte ich sie einfach, wie sie kamen aneinander. Danach klemmte ich jeweils das Ende eines fertigen Streifens am Kühlschrankbord in eine Klammer......

.....und um das andere Ende knotete ich einen Bleistift- und dann wird einfach in Grundschulmanier fleissig gedreht.....

......und gedreht.....

.....und dann wird die Kordel einfach in der Mitte "zusammengeklappt", damit sie sich endgültig eindrehen kann. Soweit verstanden?

Auf diese Weise entstehen wirklich teils sehr schöne Muster!
 
Oder aber man/frau bleibt komplett bei ein und demselben Stoff- "chacque a son goût" - jeder nach seinem Geschmack, wie es so schön heisst!
 
Und das wirklich schöne daran ist, frau muss jetzt nicht sonderlich nähversiert sein, bzw. das lässt sich doch superleicht mit den Kindern z.B. als Ferienbeschäftigung an regnerischen Tagen basteln.
Doch am allermeisten freut mich daran, dass ich a) wieder etwas Stoff dadurch abbauen kann und
b) ich NIE wieder Geschenkbänder - und schon gar nicht aus Plastik - kaufen muss (jippieh ;-)
Somit also wieder ein Haken mehr an meiner stetig wachsenden "Nachhaltigkeitsliste", die ich euch gegen Ende des Jahres mal zeigen werde......
 
Und weil das ganze trotz des minimalen Aufwands sowohl kreativ, als auch nachhaltig ist, verlinke ich es dementsprechend noch bei:


Ihr Lieben,
 genießt den Sommer, den Urlaub, die Ferien,
was auch immer!!

Macht´s gut,
bis dann,
eure Jeanne




Dienstag, 23. Juli 2019

Superleckere Rahmfladen

*
Nachdem einige der letzten Posts sehr textlastig waren, dachte ich mir, ich muss mal wieder was für´s Auge, besser gesagt für den Gaumen machen ;-)
Und auf vielfältigen Wunsch einer Einzelnen,(jahaa, liebe Tanja, ich hoffe doch sehr, du fühlst dich hiermit angesprochen ;-) zeige ich euch heute das Rezept für Rahmfladen, das ich übrigens bei Chefkoch.de gefunden hab.
Alles, was ihr dafür braucht, sind:

400g Weizenmehl 550er
  40g Roggenmehl
  20g Hefe
 1TL Honig
300ml Wasser (evtl. mehr)
kleiner Tipp: eine besondere Note bekommt der Teig, wenn man ihm noch
1Msp bis 1/2 Teel. Brotgewürz oder Schabziger Klee hinzufügt

2 Becher Crème fraîche
Salz, Pfeffer, Kräuter, Frühlingszwiebel,

Zubereitung:
Aus dem Mehl, der Hefe (mit Zucker) und dem Wasser einen Hefeteig herstellen und diesen an einem warmen Ort gehen lassen.



Nach einer guten Stunde, wenn der Teig sich fast verdoppelt hat, werden daraus ovale Fladen ausgerollt. Da der Teig beim Backen noch aufgeht, sollten die Fladen von daher möglichst dünn sein. Danach werden diese mit Crème fraîche bestrichen.

Anschließend noch mit Salz, Pfeffer und optional Kräutern, bestreuen.
 

 

Beim Belag gibt es mehrere Möglichkeiten, wie z.B. Brokkoli und Kartoffeln (die zuvor für ca. 15min bissfest gedünstet werden.)
 

Die Fladen kommen dann für ca. 20-30min bei 220°C in den Ofen.
 

Nach dem Backen kann man nach Bedarf noch ein paar in Ringe geschnittene Frühlingszwiebel darüber geben.
-

Eine andere Variante wäre noch: gedünstete Kartoffeln sowie Süßkartoffeln oder Grillgemüse (Aubergine, Zuchini, rote Zwiebel und Paprika) jeweils mit Schafskäse.

Und auch hier die Gewürze nicht vergessen!...

Statt Schafskäse kann man auch gebratenen Räuchertofu verwenden....und und und...der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt.
 

 

Wenn die Oberfläche leicht gebräunt ist, dürfen auch diese aus dem Ofen.
 

Und danach kann man auch hier noch Schnittlauch oder Frühlingszwiebel drüber streuen.
(nur leider hatte ich hier keine mehr vorrätig!)
Dafür aber ein Gläschen Rosé, um das ganze abzurunden ;-)

Bon Appetit!! Laßt es euch schmecken.
Und auch wenn man diese Fladen eigentlich nur vom Weihnachtsmarkt kennt,  sind sie nach dem Abkühlen ein ideales Essen für heiße Sommertage, wie ich finde;
also auch ideal für´s Picknick - vor allem der Grillgemüse-Fladen
Propiert es einfach mal aus, dann wisst ihr, was ich meine ;-)



In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne 
(hoffentlich nicht zu heiße) Woche.
Macht´s gut, bis dann,
 eure Jeanne



verlinkt mit: creadienstag
* Post kann unbezahlte Werbung enthalten 

Dienstag, 16. Juli 2019

Potthässliche Werbetasche aufgepimpt

*
 Achtung nicht erschrecken:

hier zeige ich euch eine potthäßliche Werbetasche, die uns der Schwiegervater nach einem  Besuch im Getränkemarkt, in die Hand gedrückt hat. 
Ich wollte das Ding schon in die Tonne treten, bis ich bemerkte, dass sie ähnliche Maße hat, wie unsere andere, kleine praktische  und vor allem hübsche Kühltasche. 
Jaha, liebe Getränkewerbefuzzies, ich kann mir durchaus vorstellen, dass "Mann" das ganze durchaus ästhetisch gestalten kann, wenn Mann denn nur will.....
Also sind mal wieder die Frauen der Schöpfung gefragt, wenn das ganze einigermaßen anschaulich sein soll.

Ich machte mich sogleich ans Werk, indem ich die Bänder erstmal von der Tasche abtrennte...
Am Boden ließ ich sie dran, und ich "ummantelte" sozusagen die Tasche.
 

Wie so oft, kam mir auch hier wieder mein fleißiger Assistent, Kommisar Zufall, zu Hilfe. Denn ich überlegte, das ganze erst mit Stoff zu beziehen; doch im Drogeriemarkt fand ich diese abwaschbare Tischdecke, die ich auch noch für anderweitige Projekt nutzen will.

Nachdem ich das Original vermessen hatte, fertigte ich mir entsprechend Schablonen an. Zwischen den einzelnen Teilen ließ ich jeweils 3cm Platz, so dass ich mit der Overlock einfach nur 4 Nähte zusammennähen musste, um eine rechteckige Schachtel zu bekommen.
(Soweit einigermaßen verständlich?)
Leider hab ich vergessen von den einzelnen Schritten Fotos zu machen. Aber ich bin so oft wie im Fieber, oder einer Art "flow", dass ich wirklich alles um mich herum vergessen kann.
Geht es euch auch so?


Eingepackt in die neue Hülle, konnte ich die Bänder wieder annähen. Doch ich hab sie im Gegensatz zu vorher nicht komplett durchgängig angenäht, weil ich die Schlaufen dazu nutzen will, um die Bestecktaschen einschieben zu können. (Jupp und die ganz schlauen bzw. aufmerksamen Leser können sich somit denken, dass dies mein nächstes Projekt mit dem abwaschbaren Stoff wird ;-)


Ach ja, und vorher bekam das ganze natürlich noch einen Deckel.


Mit Klettverschlüssen versteht sich.


Und damit diese nicht ständig an den Trageriemen scheuern bekamen diese auch noch eine entsprechende "Antischeuer-Schlaufe" übergestülpt

Zugegeben, das ganze war ein bißchen pfriemelig, aber letztendlich war ich dann doch froh, die Tasche vor dem Müll bewahrt zu haben, was ja letztendlich wieder ein Beitrag zur Müllvermeidung und Nachhaltigkeit ist.
Und mit diesem neuen Kleid muss die Kleine sich in der Öffentlichkeit nun auch nicht mehr zu Tode schämen. - und ich auch nicht!! ;-)


Und auch wenn der Sommer gerade eine Verschnaufpause eingelegt hat, (was ideal für´s Nähen war!)
so denke ich, daß die Tasche noch ganz oft zum Einsatz kommen wird....
Das ganze schicke ich entsprechen noch schnell zum




Wünsche euch noch eine schöne Woche,
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne



Mittwoch, 3. Juli 2019

Weichspüler oder "Fleisch"-Spüler?

DIESER POST ENTHÄLT BEWUSST GANZ VIEL KRITISCHE WERBUNG!


Na? Gehört ihr auch noch zu den eifrigen Konsumenten, die ihre Wäsche gerne Kuschelweich oder Aprilfrisch mögen? Dann flitzt doch mal ganz schnell ins Bad oder in den Keller und schnappt euch das Corpus Delicti und dreht es auf die Rückseite: Und?? könnt ihr das Kleingedruckte bei den Inhaltsstoffen gut lesen? Nein? Gut! Denn das ist von der Industrie nämlich auch beabsichtigt. Schließlich sollt ihr keine mündigen Kunden werden. Aber wenn ihr genauer hinschaut (evtl. mit Hilfe einer Lupe, wie sie im Drogerimarkt des Vertrauens bereits am Einkaufswagen befestigt ist), könnt ihr folgendes lesen: KATIONISCHE TENSIDE.
Was im ersten Moment wie eine griechische Gebirgskette klingen mag, bedeutet in der Waschmittelindustrie nichts anderes als: S C H L A C H T A B F Ä L L E !!!!
Jupp, ihr habt richtig gelesen! Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Oder besser doch nicht.
Der Talg in den Fleischabfällen, der gleichzeitig Hauptbestandteil in den angepriesenen Produkten ist,  legt sich wie ein "Mantel" um die Wäsche und macht sie dadurch besonders weich!!

Da bekommt doch die Werbung, in der Dornröschen den Prinzen wieder wegschickt, weil sie doch sooo gerne noch weiterhin in ihrer kuscheligen Fleischabfall-Bettwäsche weiterschlafen möchte, eine ganz andere Blickrichtung. Oder wenn der Kuschelbär von Kuschelweich (gibt es den eigentlich noch?) mit Handtüchern schmust, die kaum noch Wasser aufnehmen können, weil Fett bekanntlich wasserabweisend ist!? Hinzu kommt, dass das Fett aus dem Fleisch sich als sog. "Biofilm" in der Waschmaschine, also im Spülfach und um die Trommel anhaftet. Dieser Biofilm ist der ideale Tummelplatz für Pilze und Bakterien. Viele machen spätestens hier den Fehler, einen Teufelskreis in Gang zu setzen: Durch diese übel riechende Brutstätte geht mit jedem Waschgang einiges davon in die Wäsche über, die dann, obwohl frisch aus der Maschine, ganz übel riecht. Folglich wird beim nächsten Befüllen einfach noch mehr von dem ach so aprilfrischen Duft in die Maschine gekippt. Und das Spülfach verseift immer schneller und immer mehr und die kleinen Biester freuen sich wie Bolle über ihre stetig wachsende Spielwiese.
Hat man sich von dem Ekelfaktor einigermaßen erholt, springt sofort der Gesundheitsrisiko-Faktor in die Bresche: Und spätestens hier müsste selbst dem gutgläubigsten Kunde endlich ein Licht aufgehen, nämlich, dass SO ETWAS alles andere als gesund sein kann. 
Das Kleingedruckte auf jeder Flasche ist im Chemie-Fachjargon nichts anderes als Standard-Industrie-Chemikalien, die allergieauslösend und sogar (in einem untersuchten Produkt) fruchtschädigend und fortpflanzungshemmend sein können. Mädels aufgepasst: ihr könnt euch also die Pille sparen; hat euer Weichspüler den Aufdruck: BUTYLPHENYL METHYLPROPIONAL, könnt ihr euch freuen, denn  das Risiko, schwanger zu werden, tendiert gegen Null! Vorrausgesetzt natürlich, ihr badet schön fleissig die Unterhosen eures Liebsten in dieser "Brühe".
Beim Umweltbundesamt in Berlin wurden für die Sendung "Marktcheck"  (CLICK) diverse Weichspüler auf ihre (Un-)Verträglichkeit hin untersucht. Die entsprechende Toxikologin konnte sich beim Aufdruck "Edle französiche Parfüms" auf der Vorderseite eines Produktes noch nicht einmal das Lachen verkneifen!! Ganz ehrlich: Glaubt das wirklich jemand da draußen? Ich hoffe, doch sehr: NEIN!
Ich weiß nicht, für WIE dumm die Industrie ihre Kunden hält. Aber anscheinend muss man nur lange genug die Gehirne der Massen mit Verdummungswerbung weichspülen, bis sie tatsächlich glauben, dass Kühe lila sind, und der Honig aus einer Squeeze-Flasche kommt.

Das Fazit der Toxikologin lautete übrigens: "Das sind gut verzichtbare Produkte, also Produkte mit fragwürdigem Nutzen, die nicht nur die Umwelt, sondern auch schlichtweg die Gesundheit gefährden!" Und der Appell lautete letztendlich, auf Weichspüler gänzlich zu verzichten.
Doch welche Alternativen gibt es?
Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich da nur Essig empfehlen. Dieser hat die Vorteile, dass er die Wäsche weich macht, und die Maschine gleichzeitig desinfiziert und entkalkt. Am besten nimmt man Tafelessig. Essigessenz geht auch, aber dann wirklich sehr stark verdünnt. Durch den Essig kann man sich auch das andere überflüssige Produkt, mit dem die Waschmaschinen angeblich  länger leben sollen, gänzlich sparen. Doch keine Angst, die Wäsche riecht danach nicht etwa unangenehm nach Essig. Und wer sagt eigentlich, dass Wäsche überhaupt "riechen" MUSS? Und vor allem nach Frühlingsfrische und ähnlichem und das 7 Tage und länger, laut Werbeversprechen!  Ist man sauber gewaschen, muss man doch nicht nach Aprilfrische oder französischem Parfüm riechen???
Auf der Seite von Smarticular werden viel bessere Alternativen angeführt (*CLICK*)
 
Und zu guter Letzt ist der Sparfaktor schließlich auch nicht ganz zu verachten: man spart (Plastik-)Müll und eine ordentliche Summe Geld, vor allem wenn man es unter dem Aspekt für die langfristigen Schäden an der Gesundheit und letztendlich an der Maschine betrachtet.

Deswegen mein Appell an alle meine Leser/innen da draußen: Werdet wieder kritischer! Hinterfragt mehr, bohrt nach und nehmt nicht mehr alles einfach so hin. Auch wenn die Meinung vorherrscht: "Ich kann als einzelne/r doch eh nichts ausrichten". DOCH!! Ein kleines Mädchen mit geflochtenen Zöpfen hat es uns vorgemacht. (Und damit meine ich NICHT etwa Pippi Langstrumpf ;-)
Man/Frau muss nur irgendwo anfangen.

Oder wie handhabt, bzw. seht ihr das??  Schluckt ihr sprichwörtlich noch alles, was die Industrie euch so alles vorgaukelt oder seid ihr auch schon viel kritischer und skeptischer geworden, als noch die Generatione(en) vor uns?!

In diesem Sinne,
bis dann, 
eure Jeanne

verlinkt mit EiNaB