Dienstag, 17. April 2018

Slipeinlagen und Binden selber nähen?!



Vor zig Jahren bekam ich mal einen gewaltigen Anschiß von meiner Frauenärztin, als ich mir eine Pilzinfektion nach der anderen einhandelte, und meine Ärztin endlich herausfand, dass es von den Slipeinlagen kam, die ich täglich zwar "trug", aber anscheinend nicht "ver"trug!! Als waschechte Pfälzerin drückte sie es in etwa so aus: "Mädel, in denne Plastikdinger, sitzschde in deiner echene Brieh"
auf Deutsch:  "Gute Frau, in diesen Slipeinlagen sitzen Sie in Ihrem eigenen Saft!" "Aber in der Werbung ist doch auch die Rede davon, dass man always und immer...."Ach, her ma bloß uff`...des is doch nur, um die Leits vollends zu verblede!" fiel sie mir da sofort ins Wort! (Übersetzung: "Ich bitte Sie...das dient doch nur zur Verdummung der Leute! ;-))
Wumms! Das hatte 1.gesessen, 2. mich nachdenklich gemacht und 3. mich nach Alternativen umsehen lassen....
Fündig wurde ich bei kulmine.de (klick) und hatte seit der Umstellung auf Stoffbinden und Slipeinlagen nie wieder irgendwelche Infektionsprobleme.
Und als ich in einem der newsletter eine Anleitung zum Nähen der Binden entdeckte, dachte ich mir, so schwer kann das doch wohl nicht sein und probierte mein Glück:
Als erstes fertigte ich mir mal wieder eine Schablone an ...

und probierte mich an einem festen Baumwollstoff aus, der vorher aus zerschlissenen Taschentüchern bestand....

So weit, so gut !!!




Dann wagte ich mich an Jerseystoffen, in Form von Resten von alten T-Shirts, aus denen ich schon alles mögliche fabriziert habe.....(s.Rubrik Nähen)

Bei dieser Gelegenheit kann man auch wunderbar alte Garnreste, die man ansonsten weniger verwendet, aufbrauchen, oder wie hier in meinem Fall: die dünneren, zweilagigen mit blauem, und die dreilagigen mit rotem Garn, einfassen.

Und während es anfangs noch passieren kann, dass man beim Nähen "aus der Kurve fliegt", klappt es mit jeder Einlage besser! (Aber da die im Normalfall sowieso niemand zu Gesicht bekommt, kommt es auf Perfektion von daher nicht an ;-)
So hat man sich im Handumdrehen selbst einen kleinen Vorrat genäht.

Und sobald man/frau ein bisschen geübter ist, kann frau sich an die dickeren und extra langen Binden für die Nacht wagen:
Dazu wieder eine Schablone anfertigen......




und wie gehabt,  mit einem Saumstich umnähen.

Die Vorteile dieser Monatshygiene liegen klar auf der Hand:
- ein absolut angenehmes Tragegefühl
- atmungsaktiv
- waschbar
- nachhaltig
- plastikfrei
- kostengünstig (da man sie nicht ständig nachkaufen muss!!)


Und da ich gerade so schön in Fahrt war, hab ich bei der Gelegenheit noch schnell ein paar Kosmetikpads für meine Gewinnerin, ein paar Augenpads für meine Katze und schließlich noch ein paar Pipi-Tücher genäht.
Pipi- Was??? Doch was es damit auf sich hat, erläutere ich demnächst in einem anderen Post...

Bis dahin, machts gut,
alles Liebe, 
eure Jeanne

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Kommentare:

  1. Sehr schön, ich habe mir die auch schon genöht, allerdings nur so hielten sie bei mir nicht. Hab mir dann welche mit Flügeln genäht, die mit Kam Snap verschlossen werden, ok, die sind etwas unbequem beim Radfahren. Flanell ist super, da die etwas in der Unterhose haften.
    Liebe Grüße,
    Petra

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  2. Liebe Petra,
    oh, da hast du mich aber neugierig gemacht...und da muss ich gleich mal bei dir gucken gehen...
    Bei mir verrutschen die allerdings nicht- im Gegenteil: Baumwolle auf Baumwolle haftet sehr gut ;-)
    Liebe Grüße zurück

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  3. Liebe Jeanne,

    da bin ich aber froh, dass ich seit Jahren aus dem Binden- und Tamponalter heraus bin. Die Wechseljahre haben ja auch was positives wenn man mal von den Hitzewellen absieht.

    Liebe Grüße, Burgi

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  4. Liebe Burgi
    hahaha, ja, man muss eben alles positiv sehen :))
    Ganz liebe Grüße zurück

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  5. Also, da muss ich der Burgi Recht geben, liebe Jeanne. So ziemlich das einzig Positive an den Wechseljahren, dass frau diese Sorgen NICHT mehr hat. Hat mich das immer genervt.
    Ich habe mich schon oft gefragt, wie die Frauen das alles früher gehandhabt haben.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

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    1. Liebe Ursula,
      laut Erzählungen, haben sich die Frauen früher eben mit solchen Stoffbinden
      beholfen; aber sei froh, dass du diese Sorgen nicht mehr hast *grins*
      Viele liebe Grüße zurück :))

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  6. Liebe Jeanne,
    da warst Du aber wieder kräftig fleißig...
    UND Zeit wird es, dass ich Dir Deine Frage wegen der Postkarten beantworte. Guck mal in meinen aktuellen Blog, da gibt es den Link samt Infos zur gratis Postkartenaktion.
    Ich habe dort schon ganz oft Postkarten bestellt. Auch schon andere Formate, die dann nicht gratis waren... Na Du kannst ja mal gucken ob das etwas für Dich ist. Liebe Grüße von der Insel Rügen, Mandy

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  7. Liebe Mandy,
    ganz herzlichen Dank!! Da werde ich mich gleich mal schlau machen :))
    Wünsche dir noch ein wunderschönes sonniges Wochenende
    Ganz liebe Grüße zurück

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