Donnerstag, 29. Dezember 2022

"trash-tourette" oder zu guter Letzt!

 Leute, ich hab ein eindeutiges Problem: Ich hab ein "trash-tourette"!!!
Anders lässt es sich nicht erklären, warum ich so dermaßen am fluchen und schimpfen bin, wenn es in irgendeiner Form um Müll geht. 
Mittlerweile bin ich von all dem Verpackungswahn so dermaßen angep***, dass ich es schon gar nicht mehr in Worte fassen kann. Und wenn ich bedenke, wieviel  Zeit jeden Tag dafür draufgeht, um den Abfall systemgerecht zu zerlegen und zu sortieren, da wachsen mir direkt noch mehr graue Haare als es ohnehin schon der Fall ist. 
ABER, so wie es aussieht, stehe ich anscheinend mit diesem Problem nicht alleine da. Anders lassen sich die immensen "Klickzahlen" meines IKEA Müllsortierers-Posts nicht erklären.
SO!! Und genau HIER " hat jetzt der Spaß a Loch!" (ob man merkt, dass ich zur Zeit die "Eberhofer-Krimis" regelrecht verschlinge? *grins*) Und ich hab folgendes beschlossen: Der Februar MUSS ein müllfreier Monat werden. Und warum nicht der Januar? werden sich jetzt sicherlich viele fragen. Weil es dafür einige Vorbereitungen braucht, und weil wir gerade (noch) dabei sind, den Keller auszumisten (fragt nicht!!) Das lässt sich mit "Müllfrei" leider nicht vereinbaren. 
Der Januar wird von daher ein "Aufbrauch-Monat". Und was soll DAS jetzt wieder sein?
Gut, dass ihr fragt *kicher* ;-)...
Hand auf´s Herz! Wir alle haben uns doch mit mehr Vorräten als nötig eingedeckt. Nur aus Angst, nach Weihnachten könnte es NIX mehr in den Geschäften geben. Folglich sind die Speisekammer, der Kühlschrank und der Gefrierer gut gefüllt, fast schon "über-füllt". Demnach bietet sich der Januar prima an, um all diese Vorräte zu verbrauchen. 
Das hat mehrere Vorteile gleichzeitig:
- Der Speiseplan wird abwechslungsreich gestaltet. 
- Das Portemonnaie wird entlastet, wenn man nur die frischen Sachen dazu kaufen muss (was gerade in  diesem Januar wie gerufen kommt, mit all den Preiserhöhungen für Lebensmittel und Energie ganz zu schweigen!!! Da können wir jeden extra Cent gut gebrauchen.
- Das ganze ist sehr nachhaltig, weil die Sachen rechtzeitig aufgebraucht und nicht etwa weggeworfen werden!! (So wie das nach den Hamsterkäufen bei Corona geschah; erst wurden die Regale leergekauft und anschließend die Sachen in die Tonne getreten, sobald das MHD erreicht war, was ich bis heute NICHT verstehen kann. Von daher nochmal an geeigneter Stelle hier mein APPELL: 
MHD bedeutet: Mindestens haltbar bis und NICHT: Tödlich ab!
Die skandinavischen Länder sind uns da mal wieder in Längen vorraus. Allen voran: Norwegen.
Eine Norwegerin war vor Jahren ebenfalls der Meinung, dass viel zu viele Lebensmittel unberrechtigter Weise viel zu oft/früh im Müll landen. Vor allem, Milch!! Die Leute mach(t)en sich noch nicht mal die Mühe, das besagte Produkt zu öffnen, und zu überprüfen, ob der Inhalt noch genießbar ist. 
Sie rief eine Kampagne ins Leben, die dafür sorgte, dass auf jede Milchverpackung der Satz gedruckt wurde, dass man ab Ablaufdatum selbst überprüfen sollte, ob der Inhalt noch brauchbar ist, oder eben nicht. Allein schon die Tatsache, dass es ein Gesetz oder eine Kampagne dafür braucht, dass die Menschen ihre von Natur aus gegebenen Sinne erst dann einsetzen, wenn sie von außen dazu angehalten werden, lässt mich zeitweise regelrecht "gaga" werden.
Ich meine, wir sind doch mit entsprechender "Werkseinstellung" bei unserer Geburt ausgestattet worden. Nur scheinen die wenigsten tatsächlich davon Gebrauch zu machen. (Vom Hirn will ich gar nicht erst anfangen, das verkümmert auch immer mangels Nutzung!)
Meine "Schwiegermonster" machen da keine Ausnahme. Alles was das MHD erreicht hat, landet ungeöffnet in der Tonne. Mich hat dieses Thema ein Zeit lang ganz schön beschäftigt. Und ich hab eine Erklärung dafür gesucht. Die einzige Möglichkeit, die mir einfiel war, dass diese Menschen es vielleicht tatsächlich nicht riechen, oder schmecken können. Der Großteil der Bevölkerung dröhnt sich scheinbar nur noch mit "processed food" zu; also Lebensmittel, die in irgendeiner Form stark bearbeitet sind. Sei es durch Konservierungs- Aroma- oder sonstige Zusatzstoffe. Kein Wunder, leiden darunter sowohl Geschmacks- als auch Geruchs- und ja, sogar der Sehsinn. Die meisten wissen doch gar nicht mehr, wie Lebensmittel in ihrer Ursprungsform schmecken oder gar aussehen. So weigerten sich einst die Kita-Freundinnen meiner Tochter die von mir selbstgemachte Vanillesoße zu essen, weil sie 1. nicht gelb war, und 2. schon solche schwarzen "Schimmelpunkte" darin rumschwammen... Dass diese Bälger kein zweites Mal an meinem Tisch saßen muss ich wohl nicht explizit erwähnen!...
Uuupps, jetzt hab ich mich ganz schön in Rage geschrieben und bin wohl etwas vom Kurs abgekommen ;-). vor lauter MHD...Ähmm...wo war ich gleich nochmal? Achja...Aufbrauch-Januar und müllfreier Februar..wobei "müllfrei" etwas genauer definiert werden müsste. Ganz müllfrei wird in unserer verpackungswütigen Industrie und Gesellschaft wohl kaum umzusetzen sein. Von daher versuche ich zumindest so weit mir möglich, wenigstens auf Plastik und Normalmüll zu verzichten. Papier und Glasmüll wiederum sind erlaubt. Ansonsten müssten wir ja verhungern. Von daher hat jede "Challenge" auch ihre Grenzen ;-)...
Für den März habe ich allerdings noch nichts geplant. Wobei mir die Idee, jeden Monat etwas Neues zu probieren durchaus gefällt. Solltet ihr also Beiträge/ Einfälle/ Themen für den März und darüber hinaus haben, immer her damit. Und wer sich mir anschließen und mit mir austauschen will, ist ebenfalls herzlich eingeladen. Mal sehen, was daraus entsteht... Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt und kann es kaum erwarten, ins neue Jahr zu starten. 

Ihr Lieben,
diesen letzten Post im alten Jahr will ich gleichzeitig zum Anlass nehmen, mich von ganzem Herzen bei all meinen Bloggerkolleginnen (nein, Männer sind bis jetzt keine darunter ;-) und Leserinnen zu bedanken. Der Austausch mit euch bereichert meinen Alltag immer wieder auf´s Neue.
Ein Leben ohne euch wäre gar nicht mehr denkbar, und ich bin so dankbar dafür.
Von daher wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2023. Bleibt vor allem fit, gesund und munter.
Macht´s gut, bis dann, 
eure Jeanne
 


                                                             

1 Kommentar:

  1. Nö. Hand aufs Herz: ich habe nicht Vorräte eingekauft wie verrückt. Ich bin da so fatalistisch veranlagt und denke: irgendwie wirds immer gehn! Klar, ein bisschen was vom Allernötigsten (Zucker, Tee, Haferflocken, sonstige Kerne, paar Teigwaren) bevorraten wir schon. Aber es gibt nichts, was dann verfällt und weg muss. Ich vertraue da völlig meiner Nase und meinem Geschmackssinn und esse, ohne mit der Wimper zu zucken, Joghourt 2 Wochen über dem Datum. Oder, wie grade geschehen, trinke frischvergnügt Kirschpunsch, der seit einem halben Jahr das Zeitliche gesegnet hat. Was soll schon passieren?? Allerdings: Müll, vor allem absolut unnötiger, macht mich auch gaga. Leider gibts hier keinen Unverpacktladen, da gestaltet sich das "müllfrei" ziemlich schwierig. Aber ich freue mich, dass sich offenbar einige Hersteller doch Gedanken machen und grade in unserem Grossverteiler Vieles ziemlich minimalistisch verpackt ist. Oder Pasta im Papierbeutel daherkommt. Katzenfutter in der Kartonbox (leider nicht mein bevorzugtes). Man sich Käse und Fleisch mit dem eigenen Gefäss holen kann. Etc.etc. Sind halt alles furchtbar langsame Prozesse- aber sie passieren. (Man muss halt immer wieder rumnölen, dann klappt das. Irgendwann.) Ja, man stösst immer wieder an die Grenzen und muss Kompromisse eingehen. Würden sich aber alle dazu so viele Gedanken machen wie du und ich (und die Bahnwärterin etc.!), dann hätten wir das Problem schon zu einem sehr grossen Teil gelöst.
    Wir füllen hier zuhause grade noch einen 17-Liter-Abfallsack pro Monat (höchstens!). Im Stall achte ich darauf, dass die Einstreu in Papiersäcken geliefert wird. Die werden gesammelt und auf'n Ökohof gebracht. Das einzige Problem stellt noch das Mietzfutter dar. Ich kaufe 3-kg-Trockenfuttertüten (leider aus Plastik) und Feuchtfutter in den Alubeuteln. Ausspülen, sammeln, Ökohof. Mehr kann ich da (zur Zeit) noch nicht tun. Kann ja die Mietzen nicht verhungern lassen, gell? 😻
    Ich wünsch dir viel Erfolg für den "müllfrei-Februar" und ausserdem einen fröhlichen, beschwingten Start in ein glückliches 🐷 2023 🍀 - wir lesen uns! Ganz herzliche Grüsse!

    PS: Woher sollen viele der heutigen Kinder auch wissen, wie frische Vanillecreme aussieht geschweige denn schmeckt? Deren Geschmacksknospen sind beim "Genuss" all der E's, Aromen, Farbstoffe und Geschmacksverstärker und sonstiger Chemikalien in ihrem Fertigfrass doch völlig verkümmert....
    PS2: sollte mir eine Idee einfallen bzgl. einer neuen "Challenge" werd ich mich melden!

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