Dienstag, 14. Juni 2022

Ein Herz für Insekten

 Letztes Jahr habe ich es leider nicht mehr geschafft, diesen Post zu veröffentlichen (ich sag nur "Buchprojekt"). Und im Winter hätte es keinen Sinn mehr gemacht...Doch wenn man will, kann man/frau selbst jetzt im Juni noch damit starten, vorrausgesetzt, es kommt in nächster Zeit nicht gerade eine Hitzewelle!! Legen wir also los:
Als erstes legt man Karton auf die Stelle, die später zur Bienenweide werden soll. (Ich hab mich hier für ein Herz entschieden) und beschwert das Ganze mit Steinen. Und dann heißt es erstmal warten...
 
 
Nach einiger Zeit sieht das Gras, vielmehr "Gestrüpp" darunter SO aus:

Dieses wird dann mit dem Spaten fein säuberlich abgestochen.

Und mit einer Katze, die gerade zur Hand ist, schön platt gewalzt!! ;-)



Anschließend kommt der Karton, inzwischen gewässert, wieder auf den Boden. (Der Karton sorgt dafür, dass sich kurze Zeit später Regenwürmer und andere Kleinstlebewesen einfinden, die für einen lockeren und durchlässigen Boden sorgen). Darauf kommt dann die abgemagerte Erde. Also Erde, die entweder vom Vorjahr ist, oder mit Sand abgemagert wird. Auf keinen Fall sollte frische Topferde verwendet werden, da diese zu nährstoffreich ist.
Zu guter Letzt kann dann die Samenmischung ausgestreut werden. Und wer will, fasst das Ganze dann auch noch mit Steinen ein, was das anschließende Mähen drumherum etwas erleichtert.

 

Und dann heißt es erneut: Warten! Und mit viel Geduld und Spucke Regen, schieben sich schon bald die ersten zarten Köpfchen aus dem Boden. Und natürlich darf auch die Wasserstelle nicht fehlen. Kaum aufgestellt, wird diese sehr gerne von den geflügelten Gesellen dankbar angenommen.
Gerade in Zeiten, wo jeder zwar viel Wasser im Garten hat, aber nur in Form eines Pools, oder Rasensprengers, sind alle Arten von Tieren froh, wenn sie eine Wasserstelle finden, die sie nicht sofort das Leben kostet. Es bedarf dafür wirklich nicht viel: Ein Konservendeckel, etwas Kieselsteine und ein paar Murmeln oder Glitzersteine, (wenn es funkelt, kommen die Insekten umso schneller ;-)
 



Auch wenn es "arrangiert" aussieht, aber dieses idyllische Stilleben von Familie Schnecke fand ich genau SO eines Tages im Beet. :))

Hier nochmal größer:

Schließlich und endlich wird das Warten belohnt. Was anfangs noch wie wildes Unkraut aussieht, wird nach und nach eine schöne bunte Blumenwiese, die die Insekten nahezu magisch und magnetisch anzieht ;-)

Einen Teil der Blumenmischung streute ich kreuz und quer über das häßliche Rindenmulch vor´m Hauseingang. So recht hatte ich ja nicht geglaubt, dass in diesem "ungünstigen" Millieu überhaupt etwas wächst, doch seht selbst:
Anfangs sieht es, wie gesagt, erstmal nach "lazy gardening" aus. Fast so, als hätte das Unkraut über die Kulturpflanzen gesiegt. Das muss man/frau aber einfach aushalten, denn sobald es blüht, wird man für seine Geduld reichlich belohnt; vielmehr die Insekten ;-)

Vor allem die Schmetterlinge fliegen sprichwörtlich auf Disteln; doch welcher normale Mensch lässt schon Disteln in seinem Vorgarten stehen!? (Nur die Hippies aus der Nr. 5! *lach* ;-)

Und beim Borretsch gibt es für die Hummeln kein Halten mehr!...

Und was der Borretsch für die Hummeln, ist der Klatschmohn für die Bienen...

Und schließlich unser "knuspriger" Tannenbaumersatz von Weihnachten, der es leider nicht geschafft hat; doch als Bienenweide und Schildhalter macht er sich noch prächtig.Dieses Schild hier sah ich nämlich auf der BUGA in Erfurt und erzählte meiner Freundin Lilly davon (von Lillys Gartenwelt): 

 
Und schon kurze Zeit später flatterte pünktlich zu meinem Geburtstag dieses selbstgemachte Schild von ihr ins Haus!! Liebe Lilly, nochmals vielen Dank!! Und von dem Tag an, wo es da hing, ignorierten uns die Nachbarn vollends!!! (hahahahah ;-)
 

 
Kein Wunder, denn unter "Garten" verstehen die sowas: 
(dieser Garten wird tagelang gewässert, was das Zeug hält- mit kostbarem Trinkwasser versteht sich!!
So lange, bis es die Mauer runterläuft und schließlich die Straße flutet. Aber man hat´s ja!!!
Eigentlich könnten die auf dieser Fläche auch Reis anbauen!!)
 

 Zu diesem "Vorgarten" muss ich wohl explizit nichts mehr sagen...

Versteht mich bitte nicht falsch; ich will hier niemanden denunzieren oder so, aber ich finde es so traurig, welch falsches Bild von einem Garten sich mittlerweile in den Köpfen festgefressen hat. Denn der hintere Gartenbereich sieht keinen Deut besser aus. Und damit die Kinder nicht schmutzig werden,  müssen, "dürfen" sie auf Asphalt spielen. Und der Rasen dient nur als Anschauungsobjekt!! (Ebenfalls ausgiebig gewässert, wohlgemerkt!)
 

Hier ein entsprechendes Schlußwort zu finden, fällt mir direkt schwer. Das sind Augenblicke, die mich nahezu verzweifeln lassen. Und ich frage mich, was solch ein Mini-Beitrag von mir nützt, angesichts der schweren Waagschale der Umweltzerstörung auf der anderen Seite. Ich wünsche mir sooo sehr, dass die nächste Generation endlich aufwacht, und ihr Hirn zum Denken einsetzt, anstatt immer nur zu konsumieren und zu konsumieren. Denn das witzige ist: Haben die doch alle Kinder! Sind sich aber nicht bewusst, dass das alles auf deren Kosten ausgetragen wird. Die leben, als gäbe es kein Morgen.
Oder es ist ihnen zumindest sch..egal! Solange man diese Erde noch bis zum letzten Tropfen ausbeuten kann, macht man sich keinen Kopf darüber, WOHER die nächsten Generationen die Ressourcen beziehen sollen...

In diesem (heute leider traurigen) Sinne
macht´s gut, oder vielmehr besser,
bis dann, 
eure Jeanne
 





Dienstag, 31. Mai 2022

ES IST VOLLBRACHT!!!!

Ihr Lieben,
falls ihr euch schon gefragt haben solltet, WO genau ich denn abgeblieben bin die letzten 3 Monate, hier die Antwort:
Ich habe es eeeendlich geschafft, mein Buch zu veröffentlichen. Wie im Fieber hab ich gefühlt NIX anderes mehr gemacht. (Naja, und dementsprechend sieht jetzt auch mein Haushalt aus, weia!!)
Doch es sollte einfach nur noch fertig werden.

Ein Buch? Was für ein Buch, werden sich jetzt sicherlich viele fragen...
Dieses Büchlein ist eine Art Zusammenfassung meines Blogs.
Ursprünglich wollte ich "nur" die Sachen für meine Tochter aufschreiben, aber einmal angefangen, konnte ich mich nicht mehr einbremsen. So füllte ich Seite um Seite, schrieb und schrieb und verwarf noch mehr, feilte und feilte, und änderte ab (sch...Perfektionismus!)bis dieser kleine Leitfaden dann endlich nach dem 3. Probeexemplar in den finalen Druck gehen konnte!!
 
Worum geht es?
Es geht darum, den Nachwuchs, den man/frau zumindest rein "theoretisch" aus dem Nest geschubst hat, die ersten Hilfestellungen zu geben, bis dieser selbständig (los-)laufen kann! Doch auch für "alte Hasen" dürfte das eine oder andere dabei sein, da die Themen rund um den Haushalt, wie z.B. Waschen, Putzen, Kochen, Sparen und Ordnung halten behandelt werden.
Dabei habe ich auch versucht, die "Seele" meines Blogs miteinfließen zu lassen; will sagen: es ist keine Aneinaderreihung zahlreicher Tipps, sondern mit teils witzigen Anekdoten, teils mit knallharten Fakten durchmischt.

Bestellen kann man es vorerst leider nur bei Amazon (irgendeinen Tod muss man nunmal sterben! :(
Und zwar unter folgender ISBN: 9798809652001 oder per *CLICK* (Nur so als Schleichwerbung nebenher, *hüstel* ;-)
 
Auf alle Fälle aber habe ich jetzt mein Leben wieder!!! :)) HURRA 
Und ich kann wieder bloggen, was das Zeug hält, und wieder alte und neue Freunde/innen, zumindest virtuell, treffen.
Denn, seid versichert, ihr habt mir sooooo gefehlt.
Also, in diesem Sinne:
"Let´s blog around the clock!" ;-)


Bis ganz bald,
eure Jeanne
 
 

Mittwoch, 9. März 2022

Ich mach mich auf die Socken....

*
Ihr Lieben,
falls ihr euch schon gewundert habt, warum es in letzter Zeit so ruhig ist auf meinem Blog, dann liegt das daran, dass ich nach wie vor wie eine Wilde, ausmiste, sortiere und neu organisiere. 
Wenn euch das interessiert, kann ich gerne auch mal Vorher-Nachher-Bilder einstellen. (Wobei ich meistens in meinem Rausch vergesse, die obligatorischen "Vorher-Bilder" zu knipsen ;-)
Naja, jedenfalls fiel mir dann auch die Sockenschublade von Mr. Perfect zum Opfer!....
 
Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber in unserem Haushalt sind die Socken meines Mannes irgendwann zu einem großen Diskussions- wenn nicht sogar Streitthema mutiert. Naja, "Streit" ist eigentlich zuviel gesagt, dennoch war Mr. Perfect ganz schön "verschnupft", als ich vor kurzem in den "Sockenzusammensuch-Streik" trat, weil mir das schlichtweg zu blöd war. Und seit Jahren liege ich ihm schon in den Ohren, endlich mal alle wegzuwerfen und neue, einheitliche zu kaufen. Jetzt muss man dazu sagen, dass Mr. Perfect von Sternzeichen Stier ist. Bedeutet: Versucht mal, einem Stier etwas wegzunehmen und ihm dafür etwas Neues unterzujubeln. Ihr beißt auf Granit, das garantiere ich euch!!!
 
Anhand seiner neuen Brille, will ich das mal kurz verdeutlichen: 
Er kommt gerade vom Optiker und ich frage ihn: "Oh, war deine neue Brille doch noch nicht da?"
Er deutet völlig entrüstet in sein Gesicht und beteuert: "Aber das ist doch meine Neue!"
Ich setze daraufhin meine eigene auf, und betrachte ihn genauer: "WO bitteschön ist die denn neu?"
Er dreht sich triumphierend zur Seite, damit ich ihn im Profil genauer betrachten kann und ruft aus: "Aber das musst du doch sehen, die Bügel sind schließlich eine Nuance dunkler!!!!!" Noch Fragen???

Also muss Frau da schon enstprechend tief in die Trickkiste greifen, um ihm seine jahrelangen Begleiter einfach so zu ent- bzw. von den Füssen zu reissen. 
So geschehen an einem dieser fiesen PMS-Tage, an denen ich so angenervt war, dass ich die Socken einfach so, nur nach Farben getrennt, zusammenlegte. 
Viele von euch denken sich jetzt sicherlich: "Hä? Was hat die für ein Problem? Natürlich legt man die Socken nach Farben getrennt zusammen!?"...Nicht so bei uns! Hier hat sich im Laufe der Jahre das reinste Sockenchaos ausgebreitet. Alte, löchrige wurden aussortiert, und entsprechend neue dazugekauft. Ergo schlummert nun in der Schublade das reinste Sammelsurium an Modellen und Farben. Dementsprechen LANGE dauert es, bis zu jeder einzelnen Socke der zuständige Partner ausfindig gemacht wird. 
Und an eben einem dieser fiesen Tage sortierte ich nur nach Farben und nicht nach Modellen und legte sie zusammen, wie sie vom Wäscheständer kamen....
Dementsprechend groß war die Entrüstung meines Mannes, als er in Unterwäsche und in verschieden hohen Socken vor mir stand und wie wild in Richtung Füsse gestikulierte:" Was ist denn hier passiert? Da passt doch keiner mehr zum anderen!" 
"Doch!! Farblich passen sie schon zusammen!" konterte ich. "Und wenn du lustig bist, kannst du sie gerne wieder umsortieren- mir jedenfalls reicht´s!!" Er nahm sie dann tatsächlich alle wieder auseinander, aber schon wenige Tage später fanden wir uns im Geschäft wieder und kauften ein riesiges Paket an einheitlichen Modellen ;-) Na also, geht doch!! 

Und hier die versprochenen Vorher-Nachher- Fotos: 
Vorher: ein wildes Durcheinander...

.....mit gefühlt hunderten von verschiedenen Modellen....

Nachher:
Mithilfe der IKEA Schubladeneinsätze endlich Ordnung in der Schublade, weil:
Jede Farbe wird nur noch in das entsprechende Fach einsortiert.... 

 
und da sie nun in ihrer Einheit alle zusammenpassen, ist es auch nicht schlimm, wenn eine Socke mal ihren Dienst aufgibt; weil es ja noch genügend andere Partner gibt. (Und zusammenlegen, ist auch nicht mehr!!;-), tschacka!!!....:)))

In meiner Euphorie schlug ich Mr. Perfect sogar vor, künftig evtl. nur noch eine!! Farbe zu tragen. Aber das ging ihm dann doch eine Spur zu weit. Und wir einigten uns somit auf diesen Kompromiss. Schließlich kann Frau nicht alles haben im Leben ;-)...doch ich arbeite im Hintergrund bereits an der nächsten Taktik, aber pssst....;-)

Und ihr so? Seid ihr auch am Räumen, und bereitet euch auch schon auf den obligatorischen Frühjahrsputz vor? Oder habt ihr schon die Fastenzeit eingeläutet?? Bei mir fällt diese auch in diesem Jahr wieder aus, weil ich schon im November mit Intervallfasten begonnen habe und inzwischen tatsächlich auch sämtliche Hosen verliere!! Mal sehen, wo DAS noch hinführt ;-)

In diesem Sinne, 
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne
 
*Post enthält unbezahlte Werbung





 



Mittwoch, 9. Februar 2022

RAMADAMA....Mittwochs wird geräumt

 Ihr Lieben,
es ist nun wieder fast einen Monat her, seit ich etwas gepostet hab. Das liegt daran, dass ich mit meinen anderen beiden Projekten ziemlich ausgelastet bin. Projekt Nr.1 stelle ich (hoffentlich) in Kürze hier vor und Projekt Nr.2 beinhaltet nach wie vor das Auspacken von Umzugskisten,  Einräumen, Aufräumen, Umräumen, und neu organisieren....
Und als ich so streift durch den finsteren Tann...Quatsch, als ich auf der Suche nach einem geeigneten Thema so durch meine Aufrufe scrollte, fiel mir auf, dass das bei euch ebenfalls ein großes, wenn nicht sogar seeehr großes Thema ist. (Ebenso das Thema: Keine Lust zu Kochen, doch darauf will ich ein andermal eingehen, hihi ;-)
Der umgekehrte Adventskalender wurde ebenfalls soo oft angeklickt, selbst im Januar, da kam mir folgende Idee: TUN WIR UNS DOCH EINFACH ZUSAMMEN!
So à la "geteiltes Leid ist halbes Leid", räumen wir gemeinsam auf. Zwar jede(r) für sich alleine, und doch alle zusammen, indem wir hinterher unsere Erfolge (ggfs. mit Fotos) miteinander teilen. 
In Bayern werden solche Aktionen des allgemeinen Aufräumens (vor allem in der Natur)  "RAMADAMA" genannt. Von da hab ich mir auch die Überschrift geklaut. Für alle, die oberhalb des "Weisswurst-Äquators" leben, sei es mit "räumen tun wir!" übersetzt. Klingt bescheuert und fast wie dieser Yoda von Starwars ;-), aber egal!!
Also, ran ans Werk, oder vielmehr ans Chaos...
 
Bevor wir loslegen, noch ein paar kleine (hoffentlich wertvolle) Tipps:
1) Schnappt euch 3 Kisten oder Kartons oder Körbe, oder wasauchimmer, wichtig ist, dass es 3 an der Zahl sind.
2) Nehmt euch NUR 1 Bereich vor, den ihr entrümpeln und neu ordnen wollt. Wie ich bereits beim Adventskalender schon geschrieben hab, ist der "Ausmist-Muskel" am Anfang noch sehr klein und untrainiert. Ihn gilt es, nach und nach zu stärken und anwachsen zu lassen, so dass ihr euch am Ende richtige Muckis antrainiert habt, und gar nicht mehr aufhören wollt.
3) Legt flotte Musik auf, schnappt euch eine Tasse Tee/Kaffee, schaut euch evtl. zuvor noch ein Video auf Youtube zum Thema "Ausmisten" oder "Minimalismus" etc. an, um euch zu motivieren, und los gehts...
 
Ich mach heute also den Anfang und zeige euch anhand des 1. Beispiels, wie das Ganze in Zukunft ablaufen soll. Denn all die Ausreden, von wegen, "keine Zeit" oder so, lasse ich nicht gelten, denn für diese Aktionen braucht ihr keine 5 Minuten, versprochen. Glaubt ihr nicht? Seht selbst: Als erstes hab ich mir all den Kram geschnappt, der beim Umzug auf unserem Schreibtisch im Arbeits-und Bastelzimmer gelandet ist......

 
 und in eine Kiste gepackt:

Danach kam das Sortieren an die Reihe, und zwar mit der empfohlenen 3-Kisten-Methode:
 

 
 

 Um euch zu zeigen, wie schnell das geht, stellte ich mir sogar den Timer...

Und ruckzuck waren die Sachen umsortiert.....



Danach ließ ich die Uhr weiterlaufen, schnappte mir die einzelnen Kisten und brachte sie an ihren weiteren Bestimmungsort....und dafür brauchte ich exakt diese Zeit:

Wobei ich dazu noch anmerken muss, dass ich dafür über 4 Stockwerke verteilt rauf und runtergeflizt bin. In einer ebenerdigen Wohnung dürfte es von daher noch schneller gehen!!..

Wenn das "Grobe" dann also gemacht ist, geht es an den Feinschliff. Hier in meinem Fall, musste ich noch all die Farbstifte durchschauen, ob sie überhaupt noch schreiben. 

Aber auch das war nach der bewährten 3er-Methode fix erledigt!

 
Und noch während ich mit dem Sortieren beschäftigt war, hat sich mein Männl klammheimlich hinter meinem Rücken sein Homeoffice eingerichtet...was sagt man, bzw ihr dazu:
 

 
Naaa? Wie sieht´s aus? Lust bekommen, all´die "manmüsstemal" endlich anzugehen? Draußen ist es ohnehin nur grau in grau. Da kann man doch die Zeit prima nutzen, um dann bestens für den anstehenden Frühjahrsputz gewappnet zu sein.

Wäre doch schön, wenn wir uns gegenseitig anspornen, motivieren und evtl. sogar noch inspirieren könnten. Denn nur mit dem Ausmisten und Aufräumen ist es nämlich (leider) nicht getan. Viele Dinge müssen neu organisiert und geordnet werden, aber das machen wir nach und nach...
Und der Mittwoch steht natürlich stellvertretend für jeden anderen Wochentag. Also nix is`mit Ausrede: "Mittwochs kann ich nicht! " ;-)

Und gaaaanz zum Schluß noch eine große Bitte in eigener Sache:
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt ganz weit aus dem Fenster lehne, und viele Leser/innen dadurch verliere, ABER bitte kommentiert nur dann, wenn ihr mit dieser Aktion etwas anfangen könnt und bestenfalls mitmachen wollt. Leider gibt es Leute, die meinen, zu ALLEM einen Kommentar abgeben zu müssen. Egal welches Thema, sie geben ihren Senf dazu; der leider im seltensten Fall etwas dazu beiträgt. Im Gegenteil, meistens reden sie nur über sich und wie sie es eben genauso NICHT machen!! Von daher, spart euch (und dem Rest) doch dann bitte euren Kommentar, eure Zeit und Energie, wenn ihr nichts sinnvolles beizutragen habt.Vielleicht trauen sich dann auch endlich viele meiner stillen Leser/innen, die mir immer fleißig per e-mail schreiben, hier auch mal öffentlich zu kommentieren!! (gerne auch anonym)...Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen :))

In diesem Sinne,
raus aus dem Winterschlaf,
runter von der Couch,
und ran an den (Hüft-) Speck!! (hihi;-)
Macht´s gut, bis dann,
 eure Jeanne



Montag, 10. Januar 2022

Oops we did it again- or: life is what happens to you...

 Ihr Lieben, 
lange, sehr lange habe ich darüber gebrütet, WIE ich mich aus der Zwansgpause wieder zurückmelden 
 könnte. Bis mir komischerweise zeitgleich 2 Interpreten einfielen, (die ich noch nicht mal mag ;-)
Aber wie ihr anhand der Überschrift wohl schon entnehmen könnt, sind wir "mal wieder" umgezogen!!
Nicht freiwillig, und schon gar nicht gerne! Und noch NIE fiel mir der Abschied so schwer!!
 
Coronabedingt wurde eine Geschäftsebene in der Firma meines Mannes komplett gestrichen, so dass er sich nach etwas Neuem umsehen musste. Und wie das Leben nunmal so spielt, haben wir pünktlich zum 1. Januar, einen NEUANFANG "tutti kompletti"vollzogen!...Soll heißen, wir sind wieder zurück in die alte Heimat in die Vorderpfalz gezogen. Das heißt, eigentlich nur ich mit unseren 5 Vierbeinern, während mein Mann seine "Studentenbude" in Koblenz bezog. Bei der Haussuche hatten wir, warum auch immer, das Ahrtal nicht auf dem Schirm. (Ihr erinnert euch? Die Hochwasserkatastrophe im Juli?- Genau!) Von daher ist der Wohnungsmarkt extrem angespannt, um nicht zu sagen: "Wie leergefegt!"  

So führen wir also im Moment eine Wochenend-Ehe und mein Mann pendelt! Nein, SO hatten wir uns das bestimmt nicht vorgestellt! Aber wir haben uns eine bestimmte Frist eingeräumt- und bis dahin findet sich hoffentlich eine andere Lösung! Ich lasse mich jedenfalls überraschen- planen bringt ja sowieso nichts!!;-)

Und wer jetzt denkt, ich drehe Däumchen und bohre in der Nase, den/die muss ich leider enttäuschen.
Wir sind ja schon berüchtigt dafür, NICHTS normal zu machen. Oh nein, normal kann schließlich jeder.
Für uns wird es erst interessant, wenn noch zusätzliche Stolpersteine und Fallstricke mit eingebaut sind.
In unserem Fall bedeutet das: während die Tochter mit ihrem Freund zusammenzog und somit 2 Haushalte in 1 verlegte, zogen wir fast zeitgleich ebenfalls wieder zurück in unser Haus. 
Bedeutet also unter´m Strich: 2 gut ausgestattete Haushalte in einen schon bestehenden integrieren.
Und als wäre das alles noch nicht genug, mussten wir wieder eine "light-Version" für die Wohnung meines Mannes rauslösen. Und als Zeitpunkt dafür wählten wir den Tag vor Heiligabend dafür aus!!!
 
Ich weiß ja nicht, wieviele Geschenke ihr unter´m Weihnachtsbaum liegen hattet, aber ich kann das locker toppen!! Wir hatten über 50!! Und die sind noch nicht mal alle ausgepackt. Nöhö, die hebe ich mir für´s ganze Jahr auf ;-)...

Und das sieht dann ungefähr SO aus:

Oder SO: (vorher)
 

(nachher)
(die dumme Nuss von Nachmieterin wollte unsere nagelneue Küche nicht ablösen! Selbst schuld!!Jetzt kann sie mal gucken, WIE und WO sie eine Küche herbekommt, mit all den Lieferengpässen zur Zeit...)
 
Allein an Heiligabend packten wir 14 Kisten aus, die im Wohnzimmer standen, bis wir um halb 9 Abends endlich sowas wie "ein bisschen" Weihnachten feiern konnten. 
Seither verräume ich Tag für Tag Kiste um Kiste und wanke zwischen "schreiend davonlaufen" oder mich "tapfer dem Drachen stellen!" 
Oftmals beschleicht mich das ohnmächtige "Monopoly-Gefühl": Gehe zurück auf Los! (Naja, immer noch besser, als: "Begib´dich in das Gefängnis"...;-)

Und da niemand hier ist, ausser den Katzen, (Die Schildis sind ja zur Zeit im Kühlschrank..) und auf die kann ich partout nicht zählen, so ertappe ich mich oft dabei, wie ich mich dann eben selbst bemitleide und denke:" Hach, Don Quichote und Sissyphos hatten es gut!- Der eine musste nur gegen Windmühlen kämpfen und der andere nur seinen ollen Stein wieder den Berg raufrollen....SEUFZ!"

Aber alles Jammern hilft ja nix! Und handelt mir von den Katzen eh nur vorwurfsvolle Blicke (nix mit Mitleid) ein. 
Und auch wenn ich im Moment den Sinn dahinter (noch) nicht verstehe, so zeigt die Erfahrung, dass NICHTS, aber auch rein gar nichts in meinem, bzw. unserem Leben  "einfachnurso" passierte. Jede Erfahrung, ob gut oder schlecht, jeder vermeintliche Krise und selbst jedes Unglück war ein Mosaiksteinchen im Großen und Ganzen. Und je mehr Steinchen ich lege und gleichzeitig einen Schritt zurückgehe, desto mehr kristallisiert sich das einheitliche Bild heraus, das es am Ende ergeben soll. 
Und auf einmal macht alles wieder Sinn. Und gibt vor allem wieder Hoffnung. 
Hach, das war jetzt sehr poetisch ausgedrückt....  Au weia, was, wenn ich in meinem Eremiten-Dasein jetzt auch noch schrullig werde?? 

Doch was bedeutet diese neue Lebenssituation nun für das Blog? (Kann mich einfach nicht an diesen Artikel gewöhnen- für mich klingt es nach wie vor bescheuert!)
Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht! Jedenfalls noch nicht. Fakt ist, das Thema Minimalismus ist nach wie vor, DAS Thema bei uns. Und dringender denn jeh. Sowohl beim Ein- als auch beim Auspacken, fiel mir wieder auf, WIEVIEL Lebenszeit für all den Besitz draufgeht. Bis man das alles sortiert, eingeräumt, geordnet undwasweißichwas hat.  Und ständig hatte ich den Spruch im Kopf: "Es reist sich besser mit leichtem Gepäck!"
Von daher lautet mein Motto passend zu Neujahr: Reduzieren, reduzieren und nochmals reduzieren!
Denn, sollte mein Mann noch öfter den Job wechseln, so habe ich ihm schon angedroht, dass ich uns eine Jurte hole, und da besitzen wir dann nur noch das, was da auch reinpasst. (Hui, da wurde er ganz schön blass um die Nase rum!!)

Sollte euch dieses Thema also interessieren, so würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn ihr mich auf meinem Weg weiterhin begleitet. 
 
In diesem Sinne,
wir hören/lesen uns :))
Macht´s gut, bis dann
eure Jeanne

Montag, 22. November 2021

Ringelblumensalbencreme

Wenn die Tage kürzer werden, und die Nebelsuppe draußen durch die Gegend wabert, werde ich jedes Jahr aufs Neue von einem merkwürdigen Virus befallen. Nein, nein, keine Angst, hier ist nicht die Rede vom C-Virus oder einem anderen fiesen Erkältungserreger. Ich rede hier nämlich vom Einkoch- und Einmach-Virus. Dieser macht sich bei mir nämlich durch emsige Betriebsamkeit bemerkbar. Da werden dann all die Konsevengläser, die den Sommer über friedlich in der Vorratskammer schlummern und sich heimlich vermehren durften, wieder ans Tageslicht befördert und ihrer Bestimmung zugeführt.
Auftakt macht dieses Jahr allerdings nichts essbares, sondern meine heißgeliebte Ringelblumensalbe- oder creme. Anmerkung der Redaktion: Wann nennt man eine Salbe "Salbe" und eine Creme "Creme"?
Weiß das jemand? Weiß das jemand? Alle "Schlaubi-Schlümpfe" bitte hier bei mir melden!

Aber weiter im Text:
Ich hab also ca. 2 Handvoll Blütenblätter abgezupft....

...in einen Topf gegeben,

 ...und mit reichlich Olivenöl übergossen, bis alles bedeckt war.


Danach hab ich das Gemisch nur leicht erwärmt (keinesfalls aufkochen lassen) und ca. 24 Stunden ziehen lassen. Ebenfalls hab ich noch einen Bündel Schafgarbe dazugegeben. Am nächsten Tag wird das ganze durch ein Sieb gegeben und nur so lange erwärmt, bis das dazugefügte Bienenwachs geschmolzen ist.

Dabei ist die Rezeptur keineswegs in Stein gemeisselt. Will heißen, ihr könnt die Blüten statt in Olivenöl, auch in Kokosöl einweichen. (oder was ihr eben gerade zur Hand habt)

Und auch wie viel Wachs ihr dazugebt, ist euch überlassen. Ich hab z.B. erst eine sehr weiche Creme gemacht, und beim nächsten Mal mehr Wachs dazu gegeben, für eine festere Konsistenz, weil ich finde, dass diese besser vor Kälte schützt. Auch vor der Gartenarbeit schütze ich gerne meine Hände damit.


Für´s Konservieren nahm ich einmal Propolis, was mich allerdings nicht so recht überzeugte, und beim andern Mal Lavendelöl, was ich nur empfehlen kann.
Doch da ich gerade wieder meine Tochter im Ohr hab:"Mensch, Mom, das kann sich doch kein Schw** merken!" ,hier nochmal das Rezept zum Mitschreiben Nachmachen:
 
Ca.   10     Blütenköpfe Ringelblumen (optional noch etwas Schafgarbe)
      100ml Olivenöl (Raps- Sonnenblumen- oder Kokosöl geht natürlich auch)
        10g   Bienenwachs
       10-20 Tropfen Propolis oder Lavendelöl  
                  Kleine Einmachgläser oder Salbentiegel

Blütenblätter abzupfen und (mit Schafgarbe) in leicht erwärmten Öl einweichen. Eine Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag abseihen, gut ausdrücken und nochmals leicht erwärmen. Bienenwachs einrühren und schmelzen lassen. Evtl. noch Propolis oder Lavendelöl zugeben. Alles gut verrühren, und in saubere, sterilisierte Gläser oder andere Behälter füllen. Die Creme ist im Kühlschrank ca. 1 Jahr haltbar. Angebrochene Cremes sollten innerhalb 3 Monate aufgebraucht werden. Zum Entnehmen empfiehlt sich ein sauberer Holzspatel, so bleibt die Creme vor Verunreinigungen geschützt.




Ich benutze die Creme für die Hände, die Füsse und ab und zu auch für den Körper als sog. "Bodybutter" Aber vor allem liebe ich sie im Winter für die Lippenpflege.
Im Gegensatz zu den gekauften Pflegestiften, enthält diese Creme nämlich keine Mineralöle!
Diese sind dafür bekannt, die Lippen erst recht auszutrocknen, so dass man/frau gezwungen ist, immer mehr und mehr zu cremen, bis der berühmte Teufelskreis erfolgreich in Gang gesetzt wird. Ich denke mal, ihr wisst alle, wovon hier die Rede ist, ohne, dass ich irgendwelche Namen oder Marken nennen muss!? ;-)

Und dass ihr durch diese Creme nicht nur Plastik(müll) und auch bares Geld spart, muss ich bestimmt auch nicht erwähnen, wenn ihr hier schon eine Weile mitlest ;-)... (Ich sehe, wir verstehen uns!! :)



So, ich mach dann mal weiter...
Die Gläser füllen sich schließlich nicht von alleine!!
In diesem Sinne, 
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne