Freitag, 31. Mai 2019

Das bißchen Haushalt

*

Vor einiger Zeit, (eigentlich ist das tatsächlich schon etwas länger her) las ich in einem Haushaltsratgeber folgenschweren Satz: " Der Haushalt an sich ist ein viel zu langweiliges Projekt, als dass man ihn alleine tragen sollte!".....
Und so wie es aussah, war eine Drogeriekette zeitgleich anscheinend der selben Meinung, da tags darauf ein Werbeprospekt ins Haus flatterte, aus dem man,(in diesem Fall also Frau,nämlich ich), diese Karten ausschneiden konnte:

Die Karten enthielten im Groben die routinemäßig anfallenden Arbeiten im Haushalt, wie z.B. die hier:


oder die:

Doch am schönsten fand jedes Familienmitglied mit Abstand diese Karte hier, um die wir uns verständlicherweise jedesmal fast gekloppt hätten ;-)

Nach und nach gestalteten wir mit der Zeit selbst noch eigene Karten, die auf unsere jeweiligen Bedürfnisse bzw. Situationen zugeschnitten waren, wie z.B. Katzentoilette sauber machen, Kamin putzen, Blumen giessen, usw. usf......

Je nachdem wie alt die Kinder sind, kann man ihnen die eine oder andere Arbeit im Haushalt durchaus zumuten. Ich muss immer wieder staunen, wie wenig die Kids heutzutage mithelfen müssen, während sich die Eltern in ihren Ganztagsjobs abrackern.  Meiner Meinung nach tut man weder den Kids selbst einen Gefallen, wenn sie sich zu Hause zu Tode schonen dürfen, und dann in die Welt rausgehen, mit 2 linken Händen (und davon sind dann noch alles Daumen!), noch ist der spätere Partner "beglückt", wenn er mit jemanden zusammenleben muss, der/die entweder stinkfaul oder schlichtweg total unbeholfen ist!!!

Mit diesen Karten kann die Familie die ungeliebten Arbeiten spielerisch angehen. Wir haben damals entweder einen Wettbewerb draus gemacht, wer die meisten Karten in der vorgegebenen Zeit schafft, oder einfach die einzelnen Tätigkeiten im Laufe der Woche an die einzelnen Familienmitglieder verteilt. Natürlich wurde auch jedesmal kontrolliert, ob die Arbeit auch ordentlich ausgeführt und nicht etwa geschummelt wurde. ;-).....

Inzwischen ist unsere Tochter erwachsen und der Haushalt hat sich bei uns durch verschiedene Konstellationen dementsprechend eingespielt. Von daher fand ich, es war an der Zeit, die Karten weiterzureichen!!

Und wie meine Freundin mir die Tage berichtete, nutzt auch ihre Familie die Karten fleißig.
Doch seht selbst:

Jede Spalte ist für ein einzelnes Familienmitglied (mit Namen versehen, damit jeder weiß, was er/sie zu tun hat- doch hier hab ich sie logischerweise weggelassen); die Aufgaben werden somit täglich verteilt.


Und wie ist das bei euch? Habt ihr nun auch Lust bekommen, solche Karten evtl. selbst zu gestalten?
Wer jetzt künstlerisch nicht SO begabt ist, kann entweder das Internet zu Hilfe nehmen, oder mit den Kiddies die einzelnen Tätigkeiten/Gegenstände sogar aus alten Zeitschriften ausschneiden!!..
Ich bin mir sicher, dass am Ende ganz tolle und individuelle  Kunstwerke entstehen werden.
Also, ran an Papier und Schere, und drauflos gebastelt!
Kleiner Tipp noch zum Schluß: Am Ende hab ich die Karten noch laminiert- so halten sie bedeutend länger. Wer jetzt kein Laminiergerät hat, kann aber auch einfache selbstklebende Bucheinbandfolie nehmen. So lassen sie sich ebenfalls prima abwischen ;-)

Und wer jetzt überhaupt kein Basteltalent besitzt, kann mir gerne eine mail schicken unter:
ideenmuckla@web.de 
Meine Tochter hat für mich aufgrund von Anfragen entsprechende Vorlagen zusammengestellt, die man nur noch ausmalen und ausschneiden muss ;-).....

In diesem Sinne,
macht´s gut, bis dann, 
euere Jeanne





* Post enthält unbezahlte Werbung

Kommentare:

  1. Liebe Jeanne, daseist wirklich eine tolle Idee! Pädagogisch sehr wertvoll:) Wir haben früher im Haushalt viel mitgeholfen, auch im Garten oder bei Oma und Opa auf dem Feld. So bekommt man in alle Tätigkeiten einen Einblick. Kürzlich habe ich einen Podcast über kindliche Entwicklungsschritte gehört. Offenbar sind einfache Haushaltstätigkeiten sehr wichtig, damit Kinder ihre motorischen und andere Fähigkeiten ausbauen. Und die Eltern haben weniger Stress:)
    Liebe Grüße,
    Amely

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Amely,
      wir waren früher eine typische Großfamilie (mit 6 Kindern) in der jede(r) feste Aufgaben hatte. Anders wäre das wahrscheinlich auch gar nicht gegangen. Dafür brauchten wir im Gegensatz zu heute, keinen Ergotherapeuten, weil wir noch wussten, wozu die Hände da waren ;-) Heute braucht man anscheinend nur noch die Daumen (lach ;-)
      Ganz liebe Grüße zurück :))

      Löschen
  2. Liebe Jeanne!
    Diese Karten sind eine witzige und vor allem hilfreiche Idee :-) Wir haben die lästigen Haushaltsaufgaben auch unter uns aufgeteilt. Mittlerweile hat das Lillykind nicht mehr so feste Aufgaben, da sie nur noch sporadisch da ist. Aber das das hier kein allinclusive Hotel ist, haben wir ihr und ihrem Freund schon klar gemacht ;-) Ganz furchtbar finde ich ja so Sätze von Müttern „Ich habe gar kein Geschirr mehr im Schrank, da muss ich wohl mal wieder ins Kinderzimmer und das schmutzige Geschirr zusammen suchen“ Da frage ich mich schon, was ist denn da falsch gelaufen? Aber vielleicht sollte ich dann auch mal so einen Satz Karten verschenken? Vielleicht hilft es ja ;-)
    Liebe Grüße aus dem sonnigen Norden
    Lilly
    PS: Dein Brief ist angekommen. Meine Antwort folgt demnächst. Hier geht es gerade etwas drunter und drüber, aber so langsam kommen wir zur Ruhe und dann schreibe ich dir alles :-)

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Lilly,
    danke sehr !!
    Oh ja, ein ganz furchtbarer Satz, aber es geht noch schlimmer: eine Mutter mit 3 Jungs erklärte mir einmal ganz stolz :" Meine Jungs müssen im Haushalt absolut nichts machen!!!" Selbst schuld, kann ich da nur sagen! Und die zukünftigen Schwiegertöchter werden sich ganz bestimmt seeeehr freuen ;-)

    Mach dir bloß keinen Streß wegen des Briefes- das war doch die Grundvoraussetzung der Korrespondenz!.....
    Ganz ganz liebe Grüße zurück :))

    AntwortenLöschen
  4. Achjaaa....wir haben als Kinder auch oft geholfen im Haushalt! Nicht mit wehenden Fahnen, versteht sich- aber wir haben uns da dreingeschickt und Gas gegeben, dann kam man doch auch mal in nützlicher Frist wieder raus zu den Pferden! *gg*
    Ich finde es richtig und wichtig, dass Kinder mithelfen. Nur so lernen sie erstens, wie man es richtig macht und zweitens, dass Mutti nicht dazu da ist, einem das Leben möglichst angenehm zu gestalten. Ich kriege ja immer die Krätze wenn (vor allem junge Männer!) mit aller Selbstverständlichkeit bis 30 oder noch älter zuhause wohnen und sich von hinten und vorne bedienen lassen.....
    Heutzutage geht das in unserm 2Personen-2Mietzen-Haushalt ratzfatz. Immer Samstags nach dem Wocheneinkauf werden Staubsauger, Wischmop und Muskelkraft von der Leine gelassen, und hastdunichtgesehen strahlt das Hummelzheim in neuem Glanz. Nach über 20 Jahren sind wir ein eingespieltes Team! Allerdings nehme ich es auch nicht mehr soooooo pingelig genau wie früher; wenn da mal ein paar Staubmäuse rumrasen ist das auch kein grosses Drama! Aber aufgeräumt ist bei uns immer tiptop, so sieht das schon ganz anders aus. Da fallen ein paar Flusen auch nicht so auf, *gg*!
    Einen fröhlichen Sonntagabend dir, herzliche Grüsse!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Frau Hummel,
      da gebe ich dir völlig recht: das kostenlose Hotel "Mama" mit Rundumservice zu jeder Tages-und Nachtzeit ohne irgendeine Gegenleistung ist mir auch völlig unbegreiflich. Aber jede(r) wie er/sie will, kann ich da nur sagen.
      Und auch bei den Staubmäusen sind wir uns wieder einmal einig ;-) Seit meine Tochter mir mal eine passende Geschichte dazu geschrieben hat (wie sie entstehen, sich vermehren, etc.) sehe ich sie heute auch vieeel gelassener- älter werden rockt!!!
      In diesem Sinne wünsche ich dir noch eine schöne sonnige Woche

      Löschen
  5. Och Menno! Das Kommentieren von meinem Tablet klappt warum-auch-immer nicht! Jetzt hab ich mir da am WE mit meinen Wurstfingern einen Wolf getippt... alles umsonst.
    Schöne Idee mit den Kärtchen! Meine Schwester und ich mussten früher immer mithelfen, und zwar selbstständig und unaufgefordert - sprich, auch das "die Arbeit sehen/erkennen" wurde von uns verlangt. Unsere Eltern waren beide Vollzeit berufstätig, weil das Haus abbezahlt werden musste, da ging das alles gar nicht anders. Und weißt Du was: Geschadet hat uns das nicht, ganz im Gegenteil.
    Unglaublich, wie manche Kids von heute bemuttert und verwöhnt werden. Mir stellt es da manchmal echt die Haare zu Berge. Das ist genauso schlimm, wie das "Allzeit-bereite-Eltern-Taxi", wo die Kids immer überall bis direkt vor die Tür gefahren werden, anstatt ihnen eine Monatskarte für den ÖPNV in die Hände zu drücken (oder ein gutes Fahrrad) und basta. (Aber das ist ein anderes Thema.)
    LG
    Natalie

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Natalie,
    vielen Dank und danke auch, dass du so tapfer dranbleibst, lach!!
    Genau!! Das hat uns ganz bestimmt nicht geschadet. Auch unsere Mama hatte kein Auto und wir sind trotzdem überall (meist per Rad) hingekommen. Dafür mussten wir aber auch niemals ein Fitnessstudio besuchen. Wir waren durchtrainiert bis zum geht-nicht-mehr!
    Davon können die Kids heute nur noch träumen ;-)
    Ganz ganz viele liebe Grüße zurück

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Jeanne,
    was für eine großartige Idee. So etwas hätte ich auch gerne für meine Kids!
    Nein, Spaß beiseite. Ich kann mich ja nun outen und verraten, dass Du die Karten an uns weitergegeben hast und das Board in unserem Flur hängt.

    Die Idee ist wirklich phantastisch. Zum einem haben die Kinder klar vor Augen, was sie zu erledigen haben. Ich wechsel da immer schön ab, damit nicht einer immer das Gleiche zu machen hat und passe es auch den jeweiligen Tagen an.
    Ist die Große z.B. schon um eins daheim, darf sie ein bisschen mehr machen als die Kleine, die erst am späten Nachmittag heimkommt.

    Zum anderen habe ich dadurch selbst eine gute Übersicht. Für mich gibt es nämlich auch eine Spalte. Das sorgt dafür, dass ich mich nicht in all den ganzen Haushaltsaufgaben verliere, sondern gezielt plane,wann ich Fenster putze oder die Wäsche wasche.

    Übrigens hat jeder für seine Aufgaben einen Tag Zeit. Erledigt er sie in der Zeit nicht, kommen am nächsten Tag zwei neue hinzu. Mehr ansammeln ist aber nicht. Es dürfen maximal vier Zettel hängen. Den Fall hatten wir nur ein einziges Mal. Als das Kind nämlich merkte, dass es einfacher ist, zwei Aufgaben am Tag zu erledigen, statt vier, war die Sache klar. ;-)

    Vielen lieben Dank, dass Du die Katzen an uns weitergegeben hast. Sie sind wirklich Gold wert und sorgen für reichlich Entspannung.

    Liebe Grüße von
    Tanja

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Tanja,
    aber ich hab´euch doch gar nicht unsere Katzen weitergegeben???? Die würde ich NIEMALS hergeben!!!!
    Das war wohl ein Freud´scher "Verschreiber", hihihi!!!....
    Ne, im ernst, das freut mich wirklich, dass ihr sie so rege nutzt, und der Haushalt dadurch etwas entspannter ist.
    Und für die Kids ist es, denke ich, ebenfalls gut, wenn sie mithelfen, und ganz ehrlich, das macht doch auch ein klein wenig stolz, wenn man wieder was erledigt und seine Karten abhängen kann, während die der anderen noch am Board hängen, oder??
    Kloppt ihr euch übrigens auch um die Pause-Karte?? lach :))

    Ganz ganz liebe Grüße zurück

    AntwortenLöschen
  9. Oh, da habe ich mich aber ganz schön verschrieben! Ich glaube, dass es einfach zu viele Tiere in meinem Leben gibt! Lach!

    Behaltet mal lieber Eure Tiere und ich benutze besser die Karten. ;-)

    Meine Karten sind meist als erstes wieder abgehängt und du hast Recht: es ist schön, wenn das eigen Feld leer und die anderen noch gefüllt sind. ;-)

    Die Pausenkarte ist auch bei uns der Renner. Irgendwann versteigere ich sie und werde dadurch reich.

    Liebe Grüße von
    Tanja

    AntwortenLöschen
  10. Hahaha, ja, mach das!! Aber höchstbietend wenn schon ;-)

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Jeanne,
    na ist ja eine Idee, witzig und pädagogisch wertvoll... ;)
    Und ja, da sagst Du was, ich erinnere mich an meine Kindheit, samstags, nach der Schule Treppenflur fegen und wischen + das Bad putzden und nach dem Mittagessen abtrocknen. Ich habe es gehasst, aber das hat nix genützt, dass war einfach so. Müll rausbringen, Kartoffeln schälen, Kaninchen füttern und und und ... so war es in allen Haushalten gang und geben. Heute wird erstmal diskutiert (sowas gab es damals nicht)...
    Schon verrückt wie sich alles ändert ;).
    UND Du Liebe hab noch 1000 Dank für die tolle Post per Post, ich habe gestaunt und mich dolle gefreut. Da werde ich dosentechnisch bald mal los legen ;)
    Ich wünsche Dir ein schönes Pfingstwochenende.
    Liebe Grüße von der Insel Rügen, Mandy

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Mandy,
    was früher selbstverständlich war, wird heute tatsächlich mit vielen Diskussionen ausgetragen, da hast du vollkommen recht. Wobei fraglich ist, ob wir diesen Generationen nach uns wirklich einen Gefallen tun, wenn wir sie "zu Tode schonen"?

    Ach, das freut micht :)) dass du dein Überraschungspäckchen schon bekommen hast!
    Na, dann zeig mal, was du kannst! *lach*
    Ganz ganz liebe Grüße zurück und dir noch eine wunderbar sonnige Woche :))

    AntwortenLöschen