Montag, 12. Juni 2023

Zeitfresser

                                                                                                   (Quelle: Pinterest)

Kennt ihr sie auch? Diese fiesen kleinen und großen Zeitfresser? Die uns kostbare Minuten, Stunden und mehr, unseres Lebens berauben? Ich habe versucht, ihnen auf die Spur zu kommen; das war nicht ganz leicht, denn sie bleiben gerne unerkannt und im Dunkeln. Aber ich habe zumindest einige von ihnen gnadenlos aufgespürt, ans Licht gezerrt und enttarnt. Wie ich das gemacht hab, wollt ihr nun wissen? 
Ganz einfach, ich hab mich eine Zeitlang beobachtet (ja, o.k. zugegeben, das klingt schon etwas merkwürdig ;-) und sofort notiert, wenn ich mich in oder bei etwas verloren habe. Und nach dem Motto: "Nur wenn man seinen Feind kennt, kann man ihn besiegen!" so will ich auch endlich diese lästigen Angewohnheiten loswerden, die mir meine kostbare Zeit stehlen! Oder anders ausgedrückt, ich will die Zeit wertvoller nutzen, und sei es auch einfach mit dem "Dolce far niente"  also dem süßen "Nichtstun".
 
                                                                                                    (Quelle: Pinterest)
 
Und hier das Ergebnis meiner Recherche, also die Top 5 meiner momentanen Zeitfresser:
 
1. Perfektion/Prokrastination:
MEIN wichtigstes Thema überhaupt. Als perfektionistischer Mensch neige ich dazu, Dinge so lange aufzuschieben, bis ich sie perfekt machen kann. So schiebe ich viele Projekte zeitgleich nebeneinander und vor mir her. Und wenn ich sie dann endlich angehe, wende ich sehr viel Zeit dafür auf. Das ist mein größtes Manko. Und daran arbeite ich schon sehr lange. Aber was sich über 50 Jahre eingeschliffen hat, lässt sich wohl nicht so einfach wieder ablegen, weia!! Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ;-)

2. Unterbrechungen:
Seeehr lästig und seeehr zeitraubend, weil: Egal, womit man/frau gerade beschäftigt ist, sei es mit dem Schreiben eines Posts, dem verschicken einer e-mail, etc... sobald man, im speziellen ich, in irgendeiner Form  rausgerissen werde, weil der Postbote klingelt, die Katze auf den Teppich spuckt oder das Handy piepst, umso länger brauche ich wieder, um in die Tätigkeit zurückzufinden. Das dauert bei mir oftmals doppelt so lange, wie wenn ich in einem Stück einfach drangeblieben wäre. 
Letzte Woche hatte ich gerade wieder so einen Tag: Egal, was ich angefangen habe, ständig wurde ich irgendwie unterbrochen und rausgerissen. Mein Handy mutierte regelrecht zum "Tamagotchie". (Kennt das noch jemand? Dieses nervende Elektronikspielzeug aus den 90ern? das ich zum Glück NIE besaß!) Ständig ploppte irgendeine Nachricht auf und lenkte mich ab. Klar könnte man jetzt einfach sagen:" Schalte das blöde Ding doch einfach ab"! Das geht, bzw. will ich aber nicht, da jedes Familienmitglied sich unter der Woche an einem anderen Ort befindet; und mein Mann zudem sehr viel reist...
(Fun fact: Gerade wie ich diese Zeilen schreibe, klingelt mein Handy und mein Mann teilt mir mit, dass er gerade gelandet ist!... noch Fragen? ;-)....
Doch weiter im Text...Wo war ich gleich nochmal? (Seht ihr, WAS ich meine?) Achja....die Folge war an jenem Abend, dass ich so kaputt war, als hätte ich den ganzen Tag in einem Steinbruch Steine geschleppt. Ich hatte gefühlt ALLES gemacht und letztendlich Nichts zustande gebracht und fiel hundemüde und frustriert ins Bett!! 

Das führt uns postwendend zum nächsten Punkt:

3. Soziale Medien:
Obwohl ich kein Insta, Facebook, Tic Toc und Co. bediene, auch kaum online shoppe, so verbringe ich manchmal leider mehr Zeit als mir lieb ist, im Internet. Und ja, manchmal verliere ich mich auf youtube, oder noch schlimmer Pinterest, wenn es darum geht, mir Inspirationen zu holen (mea culpa ;-) Aber, auch daran arbeite ich!....

4. Sich den Weg verstellen
O.k. dieser Punkt mag jetzt etwas komisch klingen, aber ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll. Montags hab ich z.B. meinen "Putzmuckla-Tag" (s. auch mein Profil ;-) Da wird geputzt, geräumt und geordnet. Dabei hab ich die absolut blöde Angewohnheit, mir bei dieser Gelegenheit leider allzuoft selbst den Weg zu verstellen. Da versperrt die Katzentoilette den Treppenaufgang, weil ich gerade das WC putze. Ich muss aber dringend in den oberen Stock, weil ich noch Putztücher brauche, kann aber die Toilette noch nicht wegräumen, weil der Boden noch nass ist... Das ist nur ein Beispiel von vielen, wie ich mir dann jedes Mal selbst den Weg versperre, und mir oft einen sog. Domino-Effekt selbst erschaffe, was mich doppelt soviel Zeit kostet. 
Das bringt mich direkt zum nächsten Punkt...

5. Zuviele "Stehrümchen":
Diesen Ausdruck hab ich mir von vielen Ordnungs-Blogs/Vlogs geklaut, aber pssst!
Bei mir müsste es aber auch "Liegrümchen" heißen. Das bedeutet, Dinge die gefühlt im Weg stehen oder rumliegen, weil sie noch kein finales Zuhause haben, oder aber sich im falschen Stockwerk befinden s. Punkt 1. In den Ordnungsbeiträgen handelt es sich meistens um Deko, die nur im Weg steht, aber keinerlei funktionelle Aufgabe hat. Da ich im Zuge des Minimalismus auch mit Deko ordentlich aufgeräumt habe, (im wahrsten Sinne des Wortes), bin ich auch schneller mit dem Hausputz durch, im Gegensatz zu früher.  Einzigst die vielen Stockwerke (4, weil wir ein kleines Haus haben!) machen mir noch zu schaffen. Und alles, was ich bisher ausprobiert habe, sei es Körbe oder Schachteln auf der Treppe, um Gegenstände wieder an ihren ursprünglichen Platz zu bringen, brachten nicht den erhofften Erfolg....

So, das war sie (vorerst), meine Liste. Und nun seid ihr gefragt/gefordert. Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr eure Zeitfresser schon entlarvt? Wie sehen sie aus? Und vor allem, WAS macht ihr dagegen?  Und wenn ihr Tipps habt, bitte her damit!! Wir alle lernen gerne dazu!!

Fakt ist jedenfalls, dass ich mich vermehrt mit dem Thema Zeitmanagement befassen, und mir auch einiges an Literatur darüber besorgen will. Gerne kann ich dann evtl. nochmal berichten, falls euch das auch interessieren sollte. 


In diesem Sinne, macht´s gut,
und kommt vor allem gut durch diese Hitze.
Bis dann, eure Jeanne

Mittwoch, 24. Mai 2023

Schrank ausmisten...wieder mal!!!

 Ihr Lieben,
die Zeit rennt gerade nur so an mir vorbei. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich wieder einige Projekte gleichzeitig am Start habe. Uuund, von daher bin ich auch den sog. "Zeitfressern" auf der Spur.
Aber das nur nebenbei...demnächst will ich noch einen extra Post darüber verfassen. 
Was ich euch ja "eigentlich" zeigen will, ist mein Kleiderschrank, den ich mir mal wieder vorgenommen habe. Und da ja wieder Mittwoch ist, und demnach mein "Räum-Tag", dachte ich, ich lasse euch mal wieder teilhaben, was ich denn so alles im Moment treibe:
 
Hier also die Ausgangassituation:
Und wer jetzt denkt: BOAH, der ist aber voll, so muss ich zu meiner Verteidigung sagen: "Das ist nur ein 75cm Schrank!"  Wenn ich sehe, was in "normalen" Haushalten so üblich ist, (wenn man den Einrichtungshäusern Glauben schenken darf),  ist das nahezu ein "Zwergending". Zudem hängen hier auch noch ein paar Jacken und Westen drin; Andere haben dafür extra meterlange Zusatzschränke!!...
 
Genug Theorie; jetzt gehts ans Eingemachte, Eingeräumte:
Das Procedere dürfte längst bekannt sein: Wie immer steht erst einmal das Ausräumen an:
Also alle Klamotten raus- und die Katze reingeräumt!!! (Smulan denkt sich auch: wo sind nur all die Kleider hin, zwischen denen ich mich sonst so gern verstecke?)

 Nachdem alles ausgewaschen und die Kleidung durchgeschaut und ausgemistet ist, kann auch schon wieder eingeräumt werden. Diesmal will ich die oft gerühmte und angeblich erfolgversprechende Methode des Kleiderbügelumdrehens ausprobieren. Bedeutet:  alle Kleiderbügel wurden nach hinten gedreht. Und sobald ich ein Stück davon anziehe, hänge ich es wieder ganz normal in den Schrank zurück. So kann ich am Ende des Jahres sehen, WAS ich tatsächlich noch trage, und was dann entsprechend weggeben werden kann. Außerdem habe ich alles diesmal nach Farben sortiert. Angeblich soll es das Suchen erleichtern. (Naja, in so einem kleinen Schrank ist das ganze zum Glück recht überschaubar ;-) Aber ich finde, es sieht auch ruhiger, sprich harmonischer aus. 
Wollt ihr auch noch die Schubladen sehen?
Tststs...ihr seid aber auch sowas von neugierig ;-) Also gut:
 hier Unterwäsche, Socken und T-shirts...
 
Schlafanzüge, Bademode, Leggings, Tücher & Schals...

und zu guter Letzt:
Saisonklamotten, wie z.B Sommerkleider und  (Winter-)Pullis

 
Obwohl ich behaupte, einen recht übersichtliche Garderobe zu besitzen, so habe ich dennoch oftmals das Gefühl, immer noch zu viel zu haben. Denn sind wir mal ehrlich, man/frau zieht doch irgendwie immer die selben Sachen an. Und der Rest bleibt als Schrankleiche zurück. Ende des Jahres weiß ich hoffentlich mehr und miste evtl. wieder beim umgekehrten Advenstkalender aus. *CLICK*
 Oder spätestens, wenn zum Jahresende mal wieder ein Umzug ansteht...(fragt lieber nicht!)

Und wie handhabt ihr das so mit eurer Kleidung? 
Ohne dass wir uns abgesprochen haben, hat Frau Hummel einen seeeehr interessanten und lesenswerten Beitrag zum Thema "fast fashion" veröffentlicht. Klickt doch gerne mal bei ihr rein. *CLICK*
Vielleicht dient es ja als kleine Anregung vor der nächsten Shopping-Tour ;-)
 
In diesem Sinne,
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne
 
 
 



Donnerstag, 4. Mai 2023

Von Avocadobäumchen und Abkürzungen...

Ich lieeeebe ja Abkürzungen. Sehr zum Leidwesen meiner Familie. (hüstel, räusper) Das hat zur Folge, dass wenn ich ausrufe: "Mir nach, ich kenn da ne Abkürzung!" mir KEINER mehr freiwillig folgt und eher den Weg in entgegengesetzte Richtung einschlägt. Hrmpf....
Dann benutze ich Abkürzungen eben nur für mich und das bei allen anderen Gelegenheiten, die sich mir bieten. (Sollen sie ruhig gucken, was sie davon haben, wenn sie nicht mehr auf mich hören!) Sei es im Haushalt, in der Freizeit oder im Garten; ich suche immer den schnellsten Weg, wie ich etwas viel einfacher/schneller erreichen oder gestalten kann. 
Als es z.B. darum ging, ein Avocadobäumchen zu ziehen, fand ich im Netz die dollsten Vorschläge. Am meisten hat sich die Version mit den Zahnstochern über einem Glas scheinbar durchgesetzt. Und immer wieder wurde behauptet, dass es NUR auf diese Weise Erfolg hat:
 

 Ich hab das tatsächlich auch versucht, aber bin immer daran gescheitert, weil ich vergaß, rechtzeitig Wasser aufzufüllen. Dann fanden wir durch Zufall bei unserem letzten Canada-Urlaub auf einem sog. "pottery market",  also Töpfermarkt diesen "Avocadoring": 

 
Ja, so etwas gibt es tatsächlich. Diese Methode war zwar bedeutend besser, aber mir war das alles viel zu langwierig und aufwändig (hab ich schon erwähnt, dass ich´s mit der Geduld nicht so hab?)

Also schnappte ich mir diesen ollen Kern, steckte ihn in den nächstbesten Balkonkasten, Glas drüber und fertig!!
 

Und bis zum Herbst hatte das Pflänzchen schon ein beachtliche Größe, als ich es schließlich ins Haus holte...

 
 und in meinem Pflanzdschungel von  *HIER*  integrierte. 

Inzwischen ist genau 1 Jahr vergangen, und sie macht sich prächtig und sieht mittlerweile SO aus:

Uuuuupps, da war mal wieder mein kleiner "Fotocrasher" unterwegs!! Sobald ich die Kamera auf etwas richte, sind ZACK die Katzen zur Stelle, um sich ins Bild zu schieben. Fehlt nur noch, dass sie sich mit Piepsstimmer à la Heidi Klum beschweren:  "Du hast heute noch kein Foto für mich, bzw. von MIR! ;-)

Hier also noch mal ohne mein "Top Model" ;-)
 
  Das Stämmchen ist inzwischen ca. 50cm hoch; bin mal gespannt, ob das so weitergeht...weia!
 
Na? Lust bekommen, das auch mal auszuprobieren? Ich könnte mir das auch gut als Geschenk für Freunde, nette Nachbarn etc. vorstellen...
 so, let´s get started and do our:
 
                                                                                                   
Und wie handhabt ihr das so mit den Abkürzungen? Falls ihr denn welche habt ;-)
Plaudert doch mal aus dem Nähkästchen...

In diesem Sinne
macht´s gut, bis dann
eure Jeanne




Dienstag, 18. April 2023

Reparieren vs wegwerfen?

 Wer hier schon eine Weile mitliest, kennt die Antwort aus dem *ff*!! Und weiß: Wegwerfen oder gar Aufgeben ist bei mir NIEMALS eine Option ;-)

Vor kurzem hatte ich also folgende Situation: Beim Waschen des Bettbezuges ging der Reißverschluß des selbigen kaputt. Jaaa, ich weiß, man/frau sollte die Dinger immer vor dem Waschen schließen, aber jetzt mal "Butter bei die Fische": Wer macht das schon? Also ich jedenfalls nicht- ist mir schlichtweg zu blöd!
Wobei mir beim Betrachten des kaputten Plastikreißverschlusses sofort der Gedanke in den Kopf schoß:
"WER denkt sich bitte so etwas "obsoleszensmäßiges" aus, bzw. WAS spricht eigentlich gegen die guten alten Knopflöcher nebst Knöpfen!?" Hundertprozent die Industrie. Denn diese Dinger schreien ja nur förmlich danach, in die ewigen Jagdgründe einzugehen. Beim Kauf hab ich leider nicht darauf geachtet. Vielmehr wäre es mir nie in den Sinn gekommen, plötzlich etwas anderes als Knöpfe vorzufinden. ABER: "lessons learned!" Seither achte ich ganz bewusst darauf, Bettwäsche nur noch ohne diese "Sollbruchstellen" zu erwerben. Demnach weckte ich meine gute alte Nähmaschine aus dem Winter- und Dornröschenschlaf und machte mich ans Werk:
 
Als erstes trennte ich also dieses von mir verhasste Teil aus dem Stoff und säumte anschließend die Kanten um.

Danach kramte ich in meiner Knopfkiste nach passenden Knöpfen und musste feststellen, dass ich nur 3 passende und schöne Exemplare in blau hatte. Folglich nähte ich den Bezug links und rechts ca 20cm ein; So sparte ich 2 Knöpfe insgesamt ein, was natürlich dann noch einfacher war ;-)

Anschließend nähte ich noch die besagten Knopflöcher...

 und die entsprechenden Knöpfe ein...


Et voila: La Bettbezug ist wieder "prêt à porter!!" wie es so schön heißt ;-) 

Ich hab für die ganze Nähaktion ca. 1,5 Stunden gebraucht. Einige werden sich jetzt sicherlich fragen, ob das die ganze Mühe wert ist. In meinen Augen, eindeutig JA! Die Vorteile des Ausbesserns liegen klar auf der Hand: 
- ich hab die Lebenszeit des Bezuges um einige Jahre verlängert
- ich muss nicht wertvolle Lebenszeit mit shoppen verbringen
- ich hab Ressourcen geschont
- und obendrein somit Geld gespart. 

Und falls ihr jetzt nicht über irgendwelche Nähkünste verfügt, und auch keine Nähmaschine habt, so könnt ihr immer noch im Bekannten- , besser noch Verwandtenkreis nachfragen, ob euch jemand dabei (aus) helfen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich immer wieder gerne den Lieblingssachen meiner Tochter ein zweites Leben einhauche und mich immer über ihre Reaktion freue, wenn ich es wieder einmal geschafft habe :))) Um es mal mit ihren Worten auszudrücken :
 
IF MOM CAN`T FIX IT, IT IS LOST FOREVER!! 
 
Oder ihr steuert das nächste Repaircafé an, oder ihr schaut nach entsprechenden Foren im Internet, oder, oder, oder... Alles ist jedenfalls besser, als solche Teile einfach in die Tonne zu befördern und neu zu kaufen. 

Wie seht ihr das denn? Repariert ihr schon, oder werft ihr noch weg?? ;-)

In diesem Sinne, 
macht´s gut bis dann, 
eure Jeanne

Mittwoch, 29. März 2023

Die nackte Wahrheit...

 Nein, nein, keine Angst, ich will hier keinesfalls "blank ziehen", oder mich in irgendeiner Form "outen", wie es Neudeutsch so schön heißt. Heute spiele ich mal die Märchentante und erzähle euch eine Geschichte! Denn sicherlich habt ihr auch an der ein oder anderen Stelle schonmal den Spruch gehört:

 DIE WAHRHEIT KOMMT AUS DEM BRUNNEN! 
 
(Und hier ist die Geschichte dazu; also Lauscher fein gespitzt und brav zugehört ;-)
 
Eines Tages trafen sich, laut einer Legende aus dem 19. Jahrhundert, die Wahrheit und die Lüge. Die Lüge sprach:"Heute ist ein wunderbarer Tag!" Die Wahrheit blickte gen Himmel und seufzte wohlig, denn der Tag war wirklich schön, wenn auch sehr heiß.  Sie schlenderten eine Weile nebeneinander her, als sie schließlich zu einem Brunnen gelangten. Sofort schlug die Lüge vor, ins kühle Nass einzutauchen, um sich zu erfrischen. Die Wahrheit ließ sich angesichts der sengenden Hitze nicht zweimal bitten, und so entledigten sich beide umgehend ihrer Kleider. Welch eine Wohltat das war! Sie plantschten eine zeitlang im Brunnen und genossen sichtlich ihr Bad.
Doch schon kurz darauf kletterte die Lüge aus dem Wasser, stahl die Kleider der Wahrheit, warf sie sich über und rannte, so schnell sie konnte, davon.  
Die empörte und schockierte Wahrheit, stieg ebenfalls aus dem Brunnen und rannte entblöst hinterher. 
Doch wo sie auch suchte, sie konnte die Diebin nirgendwo mehr finden.

Die Welt, die die Wahrheit nackt sah, wendete ihren Blick beschämt und mit Verachtung ab. Daraufhin kehrte die Wahrheit zum Brunnen zurück, um sich verletzt und gedemütigt, für immer darin zu verstecken!!

Die Lüge aber, reist seither als Wahrheit verkleidet um die Welt und befriedigt die Bedürfnisse der Gesellschaft. Denn die Welt hat keineswegs den Wunsch, der nackten Wahrheit zu begegnen!!

THE END


 
(das weltberühmte Gemälde "Die Wahrheit kommt aus dem Brunnen" von Jean-Léon Gérôme, 1896)
 
In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Woche
Macht´s gut, bis dann, 
eure Jeanne

Dienstag, 7. März 2023

Fazit!!...oder: Wenn sich eine Tür schließt...

 ...dann öffntet sich bekanntlich eine neue! So geschehen, bei meinem ach so heißgeliebten Unverpacktladen, der die Coronakrise leider nicht überlebt hat. Also schickte ich erneut eine Bestellung ans Universum und siehe da: ein neuer Unverpacktladen, ganz in unserer Nähe öffnete seine Pforten.
(Daaanke liebes Universum! Auf dich ist eben IMMER Verlass :)) 
Da ihr ja wisst, dass ich im Februar weitestgehend auf Plastik verzichten wollte, war ich also überwiegend im Unverpackt oder auf dem Markt unterwegs. Darüberhinaus, zog ich nur noch mit entsprechenden Behältnissen und Beuteln los. Und das ganze sah dann meistens so aus: (Achtung: Bilderflut!)


(Hier: was Süßes für die Seele, bzw. für die Spielabende mit der Familie und Tee direkt aus dem Teeladen in die Dose abgefüllt)

Auf dem Markt fand ich einen Käsewagen, bei dem ich den Käse direkt in Scheiben geschnitten bekomme, und das auch noch passgenau für mein Behältnis

Was ich in diesem Monat auch wieder aus seinem Dornröschenschlaf riss, weil sie wieder öfter zum Einsatz kam, war meine sog. "Croissant-Tasche" von *HIER*
Auf dem Markt gibt es nämlich einen Stand, wo man Mohrenköpfe einzeln kaufen kann. Uuuupps, sorry, das ist ja auch nicht mehr "ethisch korrekt"! Dann also "Schaumküsse". (Kleine Anekdote am Rande: 2 Dörfer weiter gibt es noch eine "Mohren"-Apotheke. Weil das heutzutage aber aus eben genannten Gründen nicht mehr sein darf, soll diese umbenannt werden. Die Besitzerin meinte nur: "Bis ich die komplette Apo umfirmiert habe, schliesse ich sie lieber! Die Kosten und der Aufwand sind für mich partout nicht zu stemmen!"...Keine Worte, oder??)
 
So wanderten also diese "Schaumkopfkuss-Dingens" in eben diesen Beutel und ein paar Tage später an Fasching, holte ich mir die Berliner (ist das eigentlich noch ethisch korrekt???) auf diese Weise direkt beim Bäcker.


Und beim Unverpackt wanderten schließlich die Datteln dort hinein.
 
Aber WAS hat das jetzt alles genau gebracht? werden sich einige wohl fragen.
Am Ende des Monats leerte ich den bis dahin angefallenen Plastikmüll (ca.1/4 eines normalen gelben Sacks) auf einem Tuch aus und begann ihn zu sortieren. Das Ergebnis sah dann SO aus:

Rechts ist also der Katzen-Anteil, in der Mitte unsere Lebensmittel und links die Umverpackung unserer Regenzisterne, die wir leider nur online bestellen konnten. Mein Fazit lautet also: Es ist tatsächlich etwas mehr Arbeit, ABER: frau verlässt auch mal ausgetretene Pfade und findet neue Wege, sprich Einkaufsmöglichkeiten. So war ich z.B. überrascht wie vielseitig das Angebot mittlerweile selbst auf einem Mini-Wochenmarkt ist. Wenn es jetzt noch eine Möglichkeit gäbe, Katzenfutter unverpackt zu bekommen, wäre das wohl die legendäre "Eierlegende Wollmilchsau"! Aber ich gebe auch hier die Hoffnung nicht auf und frage immer und immer wieder nach. Bis die Geschäfte es schließlich leid sind und einknicken, hihi ;-) Ich werde z.B. nie vergessen, wieviele teils unfreundliche e-mails ich von den Molkereien erhielt, als ich mich erdreistete nachzufragen, warum es denn keine laktosefreie Milch, Joghurt, Quark, etc im Pfandglas gibt. Und heute stehen diese Produkte wie selbstverständlich in den Regalen...Wird also Zeit, die Hersteller wieder mal zu nerven, warum es keine Tomaten in (lichtgeschützten) Pfandgläsern gibt. *lach*...

Ihr seht also, es gibt noch viel zu tun...reiten wir los, ähhh, packen wir´s an. ;-)

In diesem Sinne,
macht´s gut, bis dann, 
eure Jeanne

Mittwoch, 15. Februar 2023

Plastikfreies Spülmittel

*ENTHÄLT BEWUSST UNBEZAHLTE WERBUNG*
 
Wer hier aufmerksam mitliest, weiß, dass ich diesen Monat zum müllfreien Monat ausgerufen habe. Aber eigentlich geht mir vor allem dieser ganze Plastiksch*** am meisten auf die Nerven. Also versuche ich zumindest, WO es nur geht, darauf zu verzichten. Und das ist alles andere als einfach. Die Katzen sind hiervon allerdings ausgenommen! Da ist Schluss mit lustig! Da verstehen sie keinen Spaß ;-) Aber dazu am Ende des Monats evtl. mehr...
 
Durch diese selbst auferlegten "challenges" wie es neudeutsch so schön heißt, ist frau gezwungen, ausgetreten Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen. Will sagen, frau entdeckt dadurch neue Produkte, die frau zuvor gar nicht "auf dem Schirm" hatte. Oder aber, "Selbermachen" lautet die Devise.

So geschehen am Fallbeispiel SPÜLMITTEL:
Da mein letztes aus dem Unverpacktladen (der leider der Coronakrise zum Opfer fiel) zur Neige ging, musste dringend Ersatz her. Im ortsansässigen Supermarkt: KEINE CHANCE! ALLES in PLASTIK, soweit das Auge reicht. 
Im Drogeriemarkt entdeckte ich dann doch noch erleichtert Ersatz in Form einer festen Spülseife, die man auch zum Händewaschen benutzen kann: (Preis: 1,45€)

Und ein Pulver, das einfach in Wasser aufgelöst wird, und schließlich geliert: (Preis: 1,95€)

Uuuund last, but not least: mein selbstgemachtes, (etwas abgewandeltes) Spüli nach einer Idee von Smarticular.net
 
Dafür habe ich:
ca. 2 Eßl Kernseife
1 TL Natron und
1 EL Soda in
ca 100ml Wasser aufgelöst. 
 (Preis: ca. 0,30 -0,50€ )

Fazit:
Alle 3 Spülmittel haben gemeinsam, dass sie kaum/keine Duftstoffe haben, was ich persönlich sehr wichtig finde. Sie sind seeehr ergiebig, so dass der Preis sich schnell relativiert. Zudem schäumen sie nicht, jedoch entsteht auf den Gläsern und Töpfen eine Art weißer "Film". Beim Abtrocknen verschwindet der jedoch. Mit einem Schuss Essig im Spülwasser wird es auch etwas besser. Bei fettigem Geschirr schneidet das selbstgemachte tatsächlich am besten ab. Vermutlich, weil das Natron und Soda stark entfettend wirken. Deswegen ist es empfehlenswert, IMMER Handschuhe zu tragen. Wobei wir sogleich eine elegante Überleitung zum nächsten Produkt gefunden haben: 
 
GUMMIHANDSCHUHE
Vor kurzem dachte ich nämlich noch: "Ohjeh, DAS wird eine ganz schöne Herausforderung!" Aber das Universum hatte ein Einsehen, und siehe da, entdeckte ich gestern im Bioladen diese hier:
 

Die Handschuhe kommen tatsächlich in einer Kartonverpackung daher und sogar ohne Plastiksichtfenster, wie das sonst so üblich ist. Sie sind darüber hinaus aus fair gehandeltem Naturkautschuk gefertigt und vegan. Zugegeben, sie sind doppelt so teuer, wie meine herkömmlichen Spülhandschuhe, doch hoffe ich mal, dass sie auch doppelt so lange halten! Wir werden sehen, bzw. ich werde auf jeden Fall berichten...

                                                   ...to be continued....

Und zu guter Letzt noch in eigener Sache:

Lieber "TROLL",
bitte erspare uns allen in Zukunft deine "Ätz-Kommentare"! Sie sind weder nützlich, noch hilfreich, und falls du es immer noch nicht kapiert hast: Ich lösche sie IMMER! Mein Blog- meine Regeln! Solltest du wider Erwarten etwas Konstruktives beizutragen haben, dann bitteschön auf Augenhöhe, und NICHT anonym aus dem Hinterhalt! Wir in der Bloggerwelt, pflegen hier einen respektvollen Umgang miteinander und dafür bin ich sehr dankbar. Oder um hier Dieter Nuhr zu zitieren:" Und wenn man nichts gescheites zu sagen hat, wie wäre es, einfach mal die ****zu halten?"
Du kannst mir auch gerne eine mail schicken; vielleicht können wir ja gemeinsam herausfinden, weshalb du dich durch meine Posts so auf den Schlips getreten fühlst?! 


In diesem Sinne, euch allen noch eine schöne Faschings/Karnevalszeit.
Macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne