Donnerstag, 4. Mai 2023

Von Avocadobäumchen und Abkürzungen...

Ich lieeeebe ja Abkürzungen. Sehr zum Leidwesen meiner Familie. (hüstel, räusper) Das hat zur Folge, dass wenn ich ausrufe: "Mir nach, ich kenn da ne Abkürzung!" mir KEINER mehr freiwillig folgt und eher den Weg in entgegengesetzte Richtung einschlägt. Hrmpf....
Dann benutze ich Abkürzungen eben nur für mich und das bei allen anderen Gelegenheiten, die sich mir bieten. (Sollen sie ruhig gucken, was sie davon haben, wenn sie nicht mehr auf mich hören!) Sei es im Haushalt, in der Freizeit oder im Garten; ich suche immer den schnellsten Weg, wie ich etwas viel einfacher/schneller erreichen oder gestalten kann. 
Als es z.B. darum ging, ein Avocadobäumchen zu ziehen, fand ich im Netz die dollsten Vorschläge. Am meisten hat sich die Version mit den Zahnstochern über einem Glas scheinbar durchgesetzt. Und immer wieder wurde behauptet, dass es NUR auf diese Weise Erfolg hat:
 

 Ich hab das tatsächlich auch versucht, aber bin immer daran gescheitert, weil ich vergaß, rechtzeitig Wasser aufzufüllen. Dann fanden wir durch Zufall bei unserem letzten Canada-Urlaub auf einem sog. "pottery market",  also Töpfermarkt diesen "Avocadoring": 

 
Ja, so etwas gibt es tatsächlich. Diese Methode war zwar bedeutend besser, aber mir war das alles viel zu langwierig und aufwändig (hab ich schon erwähnt, dass ich´s mit der Geduld nicht so hab?)

Also schnappte ich mir diesen ollen Kern, steckte ihn in den nächstbesten Balkonkasten, Glas drüber und fertig!!
 

Und bis zum Herbst hatte das Pflänzchen schon ein beachtliche Größe, als ich es schließlich ins Haus holte...

 
 und in meinem Pflanzdschungel von  *HIER*  integrierte. 

Inzwischen ist genau 1 Jahr vergangen, und sie macht sich prächtig und sieht mittlerweile SO aus:

Uuuuupps, da war mal wieder mein kleiner "Fotocrasher" unterwegs!! Sobald ich die Kamera auf etwas richte, sind ZACK die Katzen zur Stelle, um sich ins Bild zu schieben. Fehlt nur noch, dass sie sich mit Piepsstimmer à la Heidi Klum beschweren:  "Du hast heute noch kein Foto für mich, bzw. von MIR! ;-)

Hier also noch mal ohne mein "Top Model" ;-)
 
  Das Stämmchen ist inzwischen ca. 50cm hoch; bin mal gespannt, ob das so weitergeht...weia!
 
Na? Lust bekommen, das auch mal auszuprobieren? Ich könnte mir das auch gut als Geschenk für Freunde, nette Nachbarn etc. vorstellen...
 so, let´s get started and do our:
 
                                                                                                   
Und wie handhabt ihr das so mit den Abkürzungen? Falls ihr denn welche habt ;-)
Plaudert doch mal aus dem Nähkästchen...

In diesem Sinne
macht´s gut, bis dann
eure Jeanne




Dienstag, 18. April 2023

Reparieren vs wegwerfen?

 Wer hier schon eine Weile mitliest, kennt die Antwort aus dem *ff*!! Und weiß: Wegwerfen oder gar Aufgeben ist bei mir NIEMALS eine Option ;-)

Vor kurzem hatte ich also folgende Situation: Beim Waschen des Bettbezuges ging der Reißverschluß des selbigen kaputt. Jaaa, ich weiß, man/frau sollte die Dinger immer vor dem Waschen schließen, aber jetzt mal "Butter bei die Fische": Wer macht das schon? Also ich jedenfalls nicht- ist mir schlichtweg zu blöd!
Wobei mir beim Betrachten des kaputten Plastikreißverschlusses sofort der Gedanke in den Kopf schoß:
"WER denkt sich bitte so etwas "obsoleszensmäßiges" aus, bzw. WAS spricht eigentlich gegen die guten alten Knopflöcher nebst Knöpfen!?" Hundertprozent die Industrie. Denn diese Dinger schreien ja nur förmlich danach, in die ewigen Jagdgründe einzugehen. Beim Kauf hab ich leider nicht darauf geachtet. Vielmehr wäre es mir nie in den Sinn gekommen, plötzlich etwas anderes als Knöpfe vorzufinden. ABER: "lessons learned!" Seither achte ich ganz bewusst darauf, Bettwäsche nur noch ohne diese "Sollbruchstellen" zu erwerben. Demnach weckte ich meine gute alte Nähmaschine aus dem Winter- und Dornröschenschlaf und machte mich ans Werk:
 
Als erstes trennte ich also dieses von mir verhasste Teil aus dem Stoff und säumte anschließend die Kanten um.

Danach kramte ich in meiner Knopfkiste nach passenden Knöpfen und musste feststellen, dass ich nur 3 passende und schöne Exemplare in blau hatte. Folglich nähte ich den Bezug links und rechts ca 20cm ein; So sparte ich 2 Knöpfe insgesamt ein, was natürlich dann noch einfacher war ;-)

Anschließend nähte ich noch die besagten Knopflöcher...

 und die entsprechenden Knöpfe ein...


Et voila: La Bettbezug ist wieder "prêt à porter!!" wie es so schön heißt ;-) 

Ich hab für die ganze Nähaktion ca. 1,5 Stunden gebraucht. Einige werden sich jetzt sicherlich fragen, ob das die ganze Mühe wert ist. In meinen Augen, eindeutig JA! Die Vorteile des Ausbesserns liegen klar auf der Hand: 
- ich hab die Lebenszeit des Bezuges um einige Jahre verlängert
- ich muss nicht wertvolle Lebenszeit mit shoppen verbringen
- ich hab Ressourcen geschont
- und obendrein somit Geld gespart. 

Und falls ihr jetzt nicht über irgendwelche Nähkünste verfügt, und auch keine Nähmaschine habt, so könnt ihr immer noch im Bekannten- , besser noch Verwandtenkreis nachfragen, ob euch jemand dabei (aus) helfen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich immer wieder gerne den Lieblingssachen meiner Tochter ein zweites Leben einhauche und mich immer über ihre Reaktion freue, wenn ich es wieder einmal geschafft habe :))) Um es mal mit ihren Worten auszudrücken :
 
IF MOM CAN`T FIX IT, IT IS LOST FOREVER!! 
 
Oder ihr steuert das nächste Repaircafé an, oder ihr schaut nach entsprechenden Foren im Internet, oder, oder, oder... Alles ist jedenfalls besser, als solche Teile einfach in die Tonne zu befördern und neu zu kaufen. 

Wie seht ihr das denn? Repariert ihr schon, oder werft ihr noch weg?? ;-)

In diesem Sinne, 
macht´s gut bis dann, 
eure Jeanne

Mittwoch, 29. März 2023

Die nackte Wahrheit...

 Nein, nein, keine Angst, ich will hier keinesfalls "blank ziehen", oder mich in irgendeiner Form "outen", wie es Neudeutsch so schön heißt. Heute spiele ich mal die Märchentante und erzähle euch eine Geschichte! Denn sicherlich habt ihr auch an der ein oder anderen Stelle schonmal den Spruch gehört:

 DIE WAHRHEIT KOMMT AUS DEM BRUNNEN! 
 
(Und hier ist die Geschichte dazu; also Lauscher fein gespitzt und brav zugehört ;-)
 
Eines Tages trafen sich, laut einer Legende aus dem 19. Jahrhundert, die Wahrheit und die Lüge. Die Lüge sprach:"Heute ist ein wunderbarer Tag!" Die Wahrheit blickte gen Himmel und seufzte wohlig, denn der Tag war wirklich schön, wenn auch sehr heiß.  Sie schlenderten eine Weile nebeneinander her, als sie schließlich zu einem Brunnen gelangten. Sofort schlug die Lüge vor, ins kühle Nass einzutauchen, um sich zu erfrischen. Die Wahrheit ließ sich angesichts der sengenden Hitze nicht zweimal bitten, und so entledigten sich beide umgehend ihrer Kleider. Welch eine Wohltat das war! Sie plantschten eine zeitlang im Brunnen und genossen sichtlich ihr Bad.
Doch schon kurz darauf kletterte die Lüge aus dem Wasser, stahl die Kleider der Wahrheit, warf sie sich über und rannte, so schnell sie konnte, davon.  
Die empörte und schockierte Wahrheit, stieg ebenfalls aus dem Brunnen und rannte entblöst hinterher. 
Doch wo sie auch suchte, sie konnte die Diebin nirgendwo mehr finden.

Die Welt, die die Wahrheit nackt sah, wendete ihren Blick beschämt und mit Verachtung ab. Daraufhin kehrte die Wahrheit zum Brunnen zurück, um sich verletzt und gedemütigt, für immer darin zu verstecken!!

Die Lüge aber, reist seither als Wahrheit verkleidet um die Welt und befriedigt die Bedürfnisse der Gesellschaft. Denn die Welt hat keineswegs den Wunsch, der nackten Wahrheit zu begegnen!!

THE END


 
(das weltberühmte Gemälde "Die Wahrheit kommt aus dem Brunnen" von Jean-Léon Gérôme, 1896)
 
In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Woche
Macht´s gut, bis dann, 
eure Jeanne

Dienstag, 7. März 2023

Fazit!!...oder: Wenn sich eine Tür schließt...

 ...dann öffntet sich bekanntlich eine neue! So geschehen, bei meinem ach so heißgeliebten Unverpacktladen, der die Coronakrise leider nicht überlebt hat. Also schickte ich erneut eine Bestellung ans Universum und siehe da: ein neuer Unverpacktladen, ganz in unserer Nähe öffnete seine Pforten.
(Daaanke liebes Universum! Auf dich ist eben IMMER Verlass :)) 
Da ihr ja wisst, dass ich im Februar weitestgehend auf Plastik verzichten wollte, war ich also überwiegend im Unverpackt oder auf dem Markt unterwegs. Darüberhinaus, zog ich nur noch mit entsprechenden Behältnissen und Beuteln los. Und das ganze sah dann meistens so aus: (Achtung: Bilderflut!)


(Hier: was Süßes für die Seele, bzw. für die Spielabende mit der Familie und Tee direkt aus dem Teeladen in die Dose abgefüllt)

Auf dem Markt fand ich einen Käsewagen, bei dem ich den Käse direkt in Scheiben geschnitten bekomme, und das auch noch passgenau für mein Behältnis

Was ich in diesem Monat auch wieder aus seinem Dornröschenschlaf riss, weil sie wieder öfter zum Einsatz kam, war meine sog. "Croissant-Tasche" von *HIER*
Auf dem Markt gibt es nämlich einen Stand, wo man Mohrenköpfe einzeln kaufen kann. Uuuupps, sorry, das ist ja auch nicht mehr "ethisch korrekt"! Dann also "Schaumküsse". (Kleine Anekdote am Rande: 2 Dörfer weiter gibt es noch eine "Mohren"-Apotheke. Weil das heutzutage aber aus eben genannten Gründen nicht mehr sein darf, soll diese umbenannt werden. Die Besitzerin meinte nur: "Bis ich die komplette Apo umfirmiert habe, schliesse ich sie lieber! Die Kosten und der Aufwand sind für mich partout nicht zu stemmen!"...Keine Worte, oder??)
 
So wanderten also diese "Schaumkopfkuss-Dingens" in eben diesen Beutel und ein paar Tage später an Fasching, holte ich mir die Berliner (ist das eigentlich noch ethisch korrekt???) auf diese Weise direkt beim Bäcker.


Und beim Unverpackt wanderten schließlich die Datteln dort hinein.
 
Aber WAS hat das jetzt alles genau gebracht? werden sich einige wohl fragen.
Am Ende des Monats leerte ich den bis dahin angefallenen Plastikmüll (ca.1/4 eines normalen gelben Sacks) auf einem Tuch aus und begann ihn zu sortieren. Das Ergebnis sah dann SO aus:

Rechts ist also der Katzen-Anteil, in der Mitte unsere Lebensmittel und links die Umverpackung unserer Regenzisterne, die wir leider nur online bestellen konnten. Mein Fazit lautet also: Es ist tatsächlich etwas mehr Arbeit, ABER: frau verlässt auch mal ausgetretene Pfade und findet neue Wege, sprich Einkaufsmöglichkeiten. So war ich z.B. überrascht wie vielseitig das Angebot mittlerweile selbst auf einem Mini-Wochenmarkt ist. Wenn es jetzt noch eine Möglichkeit gäbe, Katzenfutter unverpackt zu bekommen, wäre das wohl die legendäre "Eierlegende Wollmilchsau"! Aber ich gebe auch hier die Hoffnung nicht auf und frage immer und immer wieder nach. Bis die Geschäfte es schließlich leid sind und einknicken, hihi ;-) Ich werde z.B. nie vergessen, wieviele teils unfreundliche e-mails ich von den Molkereien erhielt, als ich mich erdreistete nachzufragen, warum es denn keine laktosefreie Milch, Joghurt, Quark, etc im Pfandglas gibt. Und heute stehen diese Produkte wie selbstverständlich in den Regalen...Wird also Zeit, die Hersteller wieder mal zu nerven, warum es keine Tomaten in (lichtgeschützten) Pfandgläsern gibt. *lach*...

Ihr seht also, es gibt noch viel zu tun...reiten wir los, ähhh, packen wir´s an. ;-)

In diesem Sinne,
macht´s gut, bis dann, 
eure Jeanne

Mittwoch, 15. Februar 2023

Plastikfreies Spülmittel

*ENTHÄLT BEWUSST UNBEZAHLTE WERBUNG*
 
Wer hier aufmerksam mitliest, weiß, dass ich diesen Monat zum müllfreien Monat ausgerufen habe. Aber eigentlich geht mir vor allem dieser ganze Plastiksch*** am meisten auf die Nerven. Also versuche ich zumindest, WO es nur geht, darauf zu verzichten. Und das ist alles andere als einfach. Die Katzen sind hiervon allerdings ausgenommen! Da ist Schluss mit lustig! Da verstehen sie keinen Spaß ;-) Aber dazu am Ende des Monats evtl. mehr...
 
Durch diese selbst auferlegten "challenges" wie es neudeutsch so schön heißt, ist frau gezwungen, ausgetreten Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen. Will sagen, frau entdeckt dadurch neue Produkte, die frau zuvor gar nicht "auf dem Schirm" hatte. Oder aber, "Selbermachen" lautet die Devise.

So geschehen am Fallbeispiel SPÜLMITTEL:
Da mein letztes aus dem Unverpacktladen (der leider der Coronakrise zum Opfer fiel) zur Neige ging, musste dringend Ersatz her. Im ortsansässigen Supermarkt: KEINE CHANCE! ALLES in PLASTIK, soweit das Auge reicht. 
Im Drogeriemarkt entdeckte ich dann doch noch erleichtert Ersatz in Form einer festen Spülseife, die man auch zum Händewaschen benutzen kann: (Preis: 1,45€)

Und ein Pulver, das einfach in Wasser aufgelöst wird, und schließlich geliert: (Preis: 1,95€)

Uuuund last, but not least: mein selbstgemachtes, (etwas abgewandeltes) Spüli nach einer Idee von Smarticular.net
 
Dafür habe ich:
ca. 2 Eßl Kernseife
1 TL Natron und
1 EL Soda in
ca 100ml Wasser aufgelöst. 
 (Preis: ca. 0,30 -0,50€ )

Fazit:
Alle 3 Spülmittel haben gemeinsam, dass sie kaum/keine Duftstoffe haben, was ich persönlich sehr wichtig finde. Sie sind seeehr ergiebig, so dass der Preis sich schnell relativiert. Zudem schäumen sie nicht, jedoch entsteht auf den Gläsern und Töpfen eine Art weißer "Film". Beim Abtrocknen verschwindet der jedoch. Mit einem Schuss Essig im Spülwasser wird es auch etwas besser. Bei fettigem Geschirr schneidet das selbstgemachte tatsächlich am besten ab. Vermutlich, weil das Natron und Soda stark entfettend wirken. Deswegen ist es empfehlenswert, IMMER Handschuhe zu tragen. Wobei wir sogleich eine elegante Überleitung zum nächsten Produkt gefunden haben: 
 
GUMMIHANDSCHUHE
Vor kurzem dachte ich nämlich noch: "Ohjeh, DAS wird eine ganz schöne Herausforderung!" Aber das Universum hatte ein Einsehen, und siehe da, entdeckte ich gestern im Bioladen diese hier:
 

Die Handschuhe kommen tatsächlich in einer Kartonverpackung daher und sogar ohne Plastiksichtfenster, wie das sonst so üblich ist. Sie sind darüber hinaus aus fair gehandeltem Naturkautschuk gefertigt und vegan. Zugegeben, sie sind doppelt so teuer, wie meine herkömmlichen Spülhandschuhe, doch hoffe ich mal, dass sie auch doppelt so lange halten! Wir werden sehen, bzw. ich werde auf jeden Fall berichten...

                                                   ...to be continued....

Und zu guter Letzt noch in eigener Sache:

Lieber "TROLL",
bitte erspare uns allen in Zukunft deine "Ätz-Kommentare"! Sie sind weder nützlich, noch hilfreich, und falls du es immer noch nicht kapiert hast: Ich lösche sie IMMER! Mein Blog- meine Regeln! Solltest du wider Erwarten etwas Konstruktives beizutragen haben, dann bitteschön auf Augenhöhe, und NICHT anonym aus dem Hinterhalt! Wir in der Bloggerwelt, pflegen hier einen respektvollen Umgang miteinander und dafür bin ich sehr dankbar. Oder um hier Dieter Nuhr zu zitieren:" Und wenn man nichts gescheites zu sagen hat, wie wäre es, einfach mal die ****zu halten?"
Du kannst mir auch gerne eine mail schicken; vielleicht können wir ja gemeinsam herausfinden, weshalb du dich durch meine Posts so auf den Schlips getreten fühlst?! 


In diesem Sinne, euch allen noch eine schöne Faschings/Karnevalszeit.
Macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne

 
 

Donnerstag, 2. Februar 2023

Aufräumen macht SPASS!!!

Nein, ich habe mir weder komische Pillen eingeworfen, oder was ominöses geraucht, oder irgendwelche verdächtigen Pilze gegessen, hahaha....
Ich bin im vollen Besitz meiner geistigen Kräfte, wenn ich behaupte, dass Aufräumen mir inzwischen richtig Spaß macht. Nach fast 30 Jahren mit dem Haushalt hadern, hab ich den heiligen Gral entdeckt, was Ordnung betrifft! Nämlich, dass es auf diese 3 Sachen ankommt:


1. everything has its home:
ein jedes Ding an seinem Ort (nachzulesen auch in meinem Buch... hüstel, Schleichwerbung...)
Wenn jede Sache ein Zuhause hat, kann es ergo ganz leicht weggeräumt werden. Hat ein Gegenstand hingegen keinen fest zugeordneten Platz, an den er gehört, entstehen meistens 2 Szenarien: er wird von A nach B geschoben, oder aber er zieht andere heimatlose Gegenstände wie magisch an.
 

 
Das sind dann die berühmten "Häufchen" im Eingangsbereich oder auf dem Küchentresen, bestehend aus der Post, Werbeprospekte, Kassenbons, Arztrezepten, bis hin zu Schulsachen, die zu unterschreiben sind, usw. usf. Für ebensolche Dinge habe ich vor ein paar Jahren eigens eine Ablagebox kreiert, die nach wie vor im ständigen Einsatz ist.
( *HIER* nochmals nachzulesen) 



2. Der Ordnungs-"Typ"
Bei meiner langen Recherche stieß ich im Netz auf eine Canadierin, (was sonst ;-) hihihi) die beweisen konnte, dass es 4 verschieden Ordnungs-Typen gibt.
Je nachdem, ob man gerne alles in Boxen wirft,(wie die ladiebugs, also Marienkäfer) oder ob man alle seine Gegenstände sehen will, um den Überblick zu behalten, (wie die butterflies, and bees, also Schmetterlinge und Bienen) oder ob man, so wie ich, leider zu den sog. crickets, zu Deutsch: Heuschrecken zählt. "Leider" deshalb, weil crickets die micro-organizer unter allen Kategorien sind. Und auch Experten in Sachen "Prokrastination". Die Erklärung dafür liegt auf der Hand. Wir Heuschrecken sortieren alles bis ins kleinste Detail. Dass das natürlich sehr zeitaufwändig ist, liegt auf der Hand. Und nach dem Motto: GANZ ODER GAR NICHT!, schieben wir die Dinge gerne auf die lange Bank, "prokrastinieren" also, bis wir es richtig, bzw. "perfekt" machen können.
Aber das hier jetzt alles detailliert aufzuzeigen, würde diesen Rahmen sprengen. Wer neugierig geworden ist, kann gerne mal bei Cas (Cassandra) vorbeischauen: *CLICK*
 
3. Routine, Routine und nochmals Routine
Ebenfalls ganz wichtig!  Egal, ob man vom Einkaufen nach Hause kommt, so sollte man sich angewöhnen sofort alle Sachen zu verräumen und auch die Taschen, Jacken, Schuhe, Schlüssel etc. an ihrem vorgesehenen Platz zu verstauen. 
Darüberhinaus hat es mir persönlich geholfen, ganz bestimmte Routinen einzuführen:
Morgens nach dem Frühstück wird immer die Küche aufgeräumt und kurz gereinigt (also alle Flächen abgewischt und das Spülbecken ausgerieben etc...)
Abends gehen wir NIE ohne kurzes Aufräumen ins Bett; d.h. nach dem TV schauen, räumen wir z.B. die Fernbedienung in den TV-Schrank, unsere Tassen in die Küche und die Decke wird zusammengelegt. Oder wenn wir lesen, werden vor dem Schlafengehen entweder die Bücher oder die Tablets wieder ins Regal geräumt...
Zugegeben, das geht nicht von HEUTE auf MORGEN. Das Gehirn braucht ja bekanntlich 28 Tage, um sich an etwas Neues zu gewöhnen, oder es zur Routine werden zu lassen. Aber, ich kann stolz behaupten, dass ich es durchgezogen hab, bis ich es inzwischen automatisch und fast schon nebenher mache. Seither freue ich mich jeden Morgen, nicht nur über eine aufgeräumte Küche, in der es noch mehr Spaß macht, Frühstück zuzubereiten, sondern bin auch JEDERZEIT auf Besuch vorbereitet. Und sei es nur der Schornsteinfeger, der einen schon seeeehr früh Morgens aus dem Schlaf reisst!  Und während ich früher hektisch alle rumliegenden Sachen so unauffällig wie möglich beiseite schob, und verschwinden ließ, während er sich seinen Weg in den Keller bahnte, kann ich ihm heute ganz entspannt die Tür öffnen. (naja, so entspannt das eben im Schlafanzug und mit Strubbelhaar geht ;-) 
 
So ihr Lieben, das war es dann erstmal in puncto Aufräumen, Ordnung, etc. Ihr seid jetzt endlich erlöst. 
In meinem allerletzten Post in letztem Jahr hatte ich ja angekündigt, dass ich jeden Monat diesen Jahres unter ein anderes Motto stellen möchte. Der Januar war urpsprünglich als "Aufbrauch-Monat" gedacht. Damit war ich aber schon Mitte des Monats durch und so entwickelter er sich, wie bereits der Dezember zum "Aufräum-Monat". Der Februar soll nun der "Müllsparen-Monat" werden, bzw. will ich sogar so weit gehen, gänzlich auf Plastik zu verzichten. Ob mir das gelingt, bleibt spannend...
 
Aber was ich von euch noch gerne wissen möchte: Konntet ihr mit dem Thema im Januar etwas anfangen? Wollt ihr noch mehr davon? Ihr könnt mir auch gerne per mail noch Fragen stellen, falls ihr noch mehr Hintergrundinfos zu den einzelnen Quellen oder Youtube-Channels haben wollt. 
 
In diesem Sinne, 
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne
 
 

Dienstag, 24. Januar 2023

Lebenszeichen und was ich im Moment so treibe...

 Hallo Ihr Lieben,
FROHES NEUES JAHR!!
 
Jaaa, zugegeben, ich hinke im Moment etwas hinterher. (hüstel) Aaaber, das hat auch seinen berechtigten Grund: Ich wühle mich nämlich gerade/immer noch in Maulwurfsmanier durch das ganze Haus. Da wird ausgemistet, geordnet, verkauft, verschenkt, und ja, leider auch weggeworfen (shame on me :( was das Zeug hält. Gestartet hatte ich diese Aktion Anfang Dezember, weil ich etliches an Weihnachtsdeko ins Sozialkaufhaus bringen wollte. Und dann auch tat. Aber das war in etwa vergleichbar mit dem "Öffnen der Büchse der Pandora". Au weia, was hatte ich mir dabei nur gedacht!!!! 
Denn: Die Weihnachtsdeko befindet sich ja meistens, oder halt in unserem Fall, im KELLER. Jahaa, genau! Ihr könnt euch also schon denken, worauf ich hinaus will....
Nach dem Einzug letztes Jahr, glich unser Keller eher einer "Kammer des Schreckens"! Ihr erinnert euch?  (nachzulesen *HIER* )
Wir kamen noch nicht einmal an die Regale ran, um diese überhaupt ausräumen zu können...
Doch schließlich packte mich die Wut, und ich die Kisten!! 
 
Vorher:


nachher:



Nur die linke Seite des Raumes, also das Regal von Mr. Perfect, blieb noch unangetastet und sieht nach wie vor SO aus:

ABER: Das darf ich noch nicht sortieren, geschweige denn, ausmisten. Und schon gar nicht alleine!!
Da habe ich strikte Anweisungen bekommen, an die ich mich halten muss, wenn ich nicht will, dass der Haussegen schief hängt ;-) Das werden wir aber gemeinsam die nächsten Wochenenden angehen. (Bei diesem S...Wetter ist das DIE ideale Beschäftigung, wie ich finde ;-)

Und hier noch auf dem Weg nach oben, an der Waschküche und dem Vorratsraum vorbei...
(von der Waschküche habe ich leider vorher keine Fotos gemacht.
Bei mir ist das oftmals dermaßen spontan, dass ich stets vergesse, Fotos zu knipsen. Erst wenn ich mich in Rage geräumt habe und langsam wieder Licht am Ende des Tunnels (oder Keller!?) sehe, fällt es mir wieder siedend heiß ein. Aber, ich gelobe Besserung!! Indianerehrenwort! Upps, das darf man ja gar nicht mehr sagen, ist ja ethisch nicht mehr korrekt. Von daher: "First Nation Ehrenwort"!! (weia!)...
 
Hier also die Waschküche:
 




Und der Vorratsraum vorher:


nachher:

 
 Und so räumte ich und wühlte und sortierte, und nahm mir fast jeden Tag einen anderen Bereich des Hauses vor, und davon habe ich sogar Bilder gemacht. (Jaha, auch ich habe eine Lernkurve, kicher ;-)

Hier unser Sekretär vorher:

und nachher:

Alles ist nun übersichtlich eingeräumt und sortiert




Oder hier das Büro/Bastelzimmer vorher:

nachher:

 
Und als kleine "Häppchen" für zwischendurch, da nehme ich mir gerne kleinere Projekte vor, wie z.B hier unsere Kaffee-und Teestation:


 
nachher:


 

Und auch wenn es noch nicht ganz so perfekt ist, wie ich es mir gerne wünschen würde, (da ist er wieder mein sch*** Hang zum Perfektionismus ;-) so ist es aber bedeutend besser als alles was vorher war, als wir hier letztes Jahr wieder eingezogen sind. 
Und als wir Ende des Jahres Bilanz zogen, WAS wir im Laufe des Jahres ausgeräumt, verkauft und schließlich verschenkt haben, da kamen wir auf stolze (wie ich finde) 37 Gegenstände wie z.B. unser 6-Personen-Zelt, Fitnessgerät, Kaminbesteck, Gartentisch mitsamt Stühlen usw. usf...
Und auch wenn ich noch nicht (ganz) am Ende angekommen bin, so fühle ich mich dermaßen befreit und gleichzeitig motiviert weiterzumachen, so dass ich den Januar ja zum Ausräummonat erklärt habe.

Demnächst zeige ich euch noch die Bilder vom Kühlschrank und der Speisekammer, wenn ihr denn mögt, aber ich glaube, das würde hier den Rahmen vollends sprengen. Ich wühle mich also fleißig weiter und melde mich demnächst wieder aus der Versenkung.

In diesem Sinne, 
macht´s gut, bis dann,
eure Jeanne