Donnerstag, 30. Juli 2020

Alles auf Anfang und was das mit Limonade zu tun hat....


Wie ihr ja sicherlich schon mitbekommen habt, sind wir ja vor kurzem von Bayern nach Thüringen gezogen. Nicht nur, dass es ein anderes Bundesland ist, nein, ich hab das Gefühl, komplett in der Zeit zurückkatapultiert worden zu sein. Das liegt zum einen daran, dass wir hier am neuen Haus einen total verwilderten Garten vorgefunden haben und wir somit wieder komplett von neuem beginnen müssen. Hier mal ein paar Eindrücke:
Der Garten ist in 2 Ebenen unterteilt, hier soll mal das Schildi-Gehege hin.....


Von oben kann man nicht mal erkennen, dass es 2 Ebenen sind, und wo welcher Bereich beginnt und aufhört.....

Oben auf der Terrasse ebenfalls alles zugewuchert....
Erschwerend kommt hinzu, dass es Südlage ist und somit ab 11 Uhr die Sonne unbarmherzig runterknallt. Und das alles ohne Schatten!!...Und auch was die Vegetationszeit betrifft, ist es schon zu spät, um etwas zu pflanzen. Was also tun??

Selbst Smülan scheint zu denken: "Euer Ernst jetzt?"

Ich muss gestehen, ich war anfangs der Verzweiflung nahe, angesichts dieser schier unlösbaren Aufgabe, hier einen Garten entstehen zu lassen. 
Doch durch Zufall entdeckte ich die Tage einen schönen Spruch im Internet, der da lautet:

"Hab keinen Angst vor einem Neuanfang-
diesmal startest du nicht bei Null-
sondern mit ganz viel Erfahrung!"
 
Stimmt!!! Nach nun fast 30 Jahren Gartenerfahrung, kann ich nur sagen: "Ran ans Werk!"
Und so pflügten mein Mann und ich uns Schrittchen für Schrittchen mit schwerem Gerät durch das Gestrüpp. Abends fielen wir erschöpft, aber glücklich ins Bett. Sooo gut haben wir schon lange nicht mehr geschlafen. Zeitgleich sind wir brutzelbraun und haben sogar an Gewicht verloren und Muckis bekommen ;-) Mit jedem Meter, den wir freilegten, stieg unsere Stimmung und gipfelte in totaler Euphorie, als wir sogar eine Steintreppe "fanden", die beide Ebenen verbindet. (Kein Witz!!, die war von dieser komischen Hecke so zugewuchert, dass man sie nicht sehen konnte und erst freischneiden mussten!) GENAU SO müssen sich Archeologen bei ihren Ausgrabungen fühlen!! *lach* :) :) .....

Vor allem aufgrund solcher Abdrücke ;-)......



Die Amis haben übrigens ein vorbildliches Lebensmotto, was solche Situationen betrifft:

"Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach´Limonade daraus!"

Und genau das machen wir auch! Also zum einen Limonade *CLICK*(das perfekte Getränk für diese heißen Hundstage) und zum anderen das beste aus der Situation, indem wir peu à peu den Garten in ein kleines Paradies verwandeln. Und ich dachte doch tatsächlich vor unserem Umzug, mir könnten irgendwann evtl. die Ideen ausgehen...
Es bleibt also spannend....to be continued..... 

in diesem Sinne,
kommt gut durch die heißen Tage,
bis dann, 
eure Jeanne




Donnerstag, 16. Juli 2020

Das 20-Minuten-Kind

*
Vorwarnung: nachfolgenden Post können sich wirklich nur reiche Personen leisten ;-)......

Ich sitze hier gerade an einem ganz anderen Post, und während meine Gedanken und Blicke durch das offene Fenster abschweifen, höre ich unten auf der Straße eines der Kinder einem anderen zurufen:" Ich hab 20 Minuten Zeit zum Spielen!"
Ruft man bei unserem Pizzabäcker an, und bestellt eine ebensolche, verabschiedet er sich stets mit typisch näselndem italienischen Akzent:" Signora, zwanzisch Minudde!"
Solange es also dauert, eine Pizza in einem Steinofen zuzubereiten, solange hat ein Kind heute zum Spielen zur Verfügung. Traurig! Wirklich traurig!
Ich will jetzt wirklich nicht mit "Früher war alles besser", anfangen, aber dieser Post schreit geradezu danach! Denke ich z.B an meine eigenen Kindheit zurück, so hieß es: " Seid um 6 Uhr zu Hause!" oder in den Sommerferien, wenn wir nach dem Essen wieder zum Spielen nach draußen durften: "Wenn es dunkel wird, kommt ihr heim!" Bei unserer Tochter wurden die Zeiten noch im Stunden- , selten im Halbstundentakt angegeben und heute ist man, wie es scheint, bei 20 Minuten angelangt. Schon 4-Jährige werden von den Eltern mit der Botschaft losgeschickt, wenn sie an der Tür klingeln: "Ich darf noch 20 Minuten spielen!" Über so etwas kann ich erhlich gesagt nur verwundert staunen. Also ob 4-jährige schon wüssten, was 20 Minuten sind, wo sie doch noch gar keine Uhrzeit lesen können....Und überhaupt haben die Kids doch noch gar kein Zeitgefühl. Die wären theoretisch noch in der glücklichen Lage, Zeit als etwas ewiges wahrzunehmen. Doch leider ist ihr Terminplaner vollgespickt mit Events, die es abzuarbeiten gilt. Kita-Kinder unternehmen gefühlt an einem Tag  mehr, als ich in einer Woche, oder gar in einem Monat (leicht übertrieben gesagt!) Kein Wunder, wenn sie vieles nur noch als "To go" kennen und auch nicht mehr still sitzen können. Von Konzentration ganz zu schweigen. Das wird heute bei der Programmierung der Kinder scheinbar gänzlich ausgelassen. (Aber zum Glück wurde ja ADHS als Ausrede noch rechtzeitig "erfunden"!) Doch meines Erachtens beraubt man die Knirpse gänzlich um die Fähigkeit stundenlang im Flow zu versinken. Die Eltern sind heute zu den Entertainern ihrer Zöglinge mutiert. Die machen den Affen für ihre Kinder, wissen gar nicht mehr, WAS sie noch alles an Events auffahren sollen und die Kinder rufen "unisono" in der  20 Minuten-Endlosschleife:" Und was machen wir jetzt? " " Und was machen wir jetzt?" "Und was.....

Und während ich genüßlich bei einer Tasse Tee an den Flugversuchen der kürzlich flügge gewordenen Schwalben am Abendhimmel ablesen kann, dass ich "gießfrei" habe, checkt der Nachbar noch eben schnell bei einer Tasse Kaffee und Zigarette die Wetter-App, um anschließend das kostbare Naß aus dem Hahn stundenlang über seinen Rindenmulch- und Schottervorgarten laufen zu lassen. Allein bei dem vielen Zigarettenkonsum der heutigen Elterngeneration kommt mir sofort das Bild der grauen Herren von Momo in den Sinn. Vielleicht erhoffen sie sich ja insgeheim, sie könnten sich die gestohlene Zeit wieder zurückholen!? Wir alle kennen Momos graue Herren, die es allein auf unsere Zeit abgesehen haben/hatten,  vorrausgesetzt natürlich, man liest noch Bücher, was ja scheinbar auch nicht mehr der Fall ist. (Doch gibt es zum Glück auch den entsprechenden Film dazu) Doch zurück zum Thema. Als ich persönlich das Buch las, gab es noch kein Internet. Jaha, ich hab noch zu Zeiten der Dinosaurier gelebt ;-)..... Damals, als Teenager dachte ich beim Lesen:" Und wenn schon, sollen sie uns doch die Zeit klauen! Wir haben doch mehr als genug davon!" Sooo schlimm ist das jetzt auch wieder nicht. Heute, mit ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel, weiß ich, dass Michael Ende, (das ist der Verfasser, also das, was heute der Regisseur ist) seiner Zeit weit voraus war. Er hat schon damals erkannt, dass  "Zeit "die neue, wenn nicht sogar die kostbarste Währung überhaupt wird. Eine Währung, die sich die meisten tatsächlich nicht mehr leisten können....
So gesehen, zähle ich mich zu den reichsten Menschen überhaupt! Denn ich habe tatsächlich noch Zeit! Oder besser gesagt, ich nehme mir sie! Vor allem, für Dinge, die mir wichtig sind. Klar, werden jetzt hier die Aufschreie kommen, von wegen:" Du hast gut reden, gehst nicht arbeiten, hast keine kleinen Kinder, klar kann man da leicht die Füsse hochlegen, usw. usf." Doch ich halte dagegen, dass die meisten Mütter arbeiten gehen, um das Geld, das sie verdienen, in ihre Kinder zu stecken, um mit dem allgemeinen Trend mithalten zu können. Einst lernten wir Fahrrad fahren, wenn WIR das Gefühl hatten, es sei nun endlich an der Zeit. Dann schnappte man sich den Drahtesel des großen Bruders und dieser musste dann nach Anweisung der Eltern so lange neben herlaufen und stets bestätigen, dass er "immer noch das Rad halte".....während man längst schon alleine die Straße runtergurkte. Heute werden 4-Jährige mit viel Überredungskunst und letztendlich ungeduldigem Geschimpfe (schließlich hat man ja keine Zeit) eben mal schnell aufs Fahrrad gezwungen und mit den neuesten Erzeugnissen, die die Spielzeugindustrie gerade ausgespuckt hat, geködert. So nach dem Motto: " Entweder du strengst dich jetzt an, und trittst ordentlich in die Pedale, oder es gibt kein:" Lego Ninjago-Meister des Spinjitzu, bzw. Lego 71702 Ninjago Legacy Goldener Mech, mit Lloyd, Wu und General Kozu beides als Ninja-Bauset"!!!!!! 

Eine Freundin hat mir mal erzählt, sie würde nur aus Hobby arbeiten gehen, denn das Geld, das sie verdient, geht komplett für die Kids, sowie Kita, Nanny, Putzfrau etc drauf, weil sie ja schließlich arbeiten gehe, und sich um "so etwas" ja nicht kümmern könne..... Das ist dann die berühmte "milkgirlbill", also auf Deutsch die Milchmädchenrechnung.
Ich frage mich von daher, was nützt all der Reichtum, all die vollgestopften Kinderzimmer, all die Gadgets, die Merchandise-Klamotten der neuesten Disney-Filme, wenn du am Ende doch nicht die Zeit hast, einfach "nur" Kind zu sein!?

So, das waren mal eben meine geistigen Ergüsse, während ich ja eigentlich an einem ganz anderen Post schreibe. Aber ich wollte/ musste das einfach mal loswerden. Hach, jetzt geht es mir tatsächlich besser. Wie seht ihr das? Und wenn ihr Eltern von kleinen Kindern seid, wie handhabt ihr das? Wie oben beschrieben, oder gibt es wirklich noch Ausnahmen? Bitte bitte, beweist mir, dass es wirklich noch anders geht in dieser hektischen schnelllebigen Welt? Immer öfter muss ich an einen Button denken, den ich mir in den 80igern an die Jeansjacke heftete mit dem Spruch: Halt mal kurz die Welt an, ich will aussteigen!  Denn ehrlich gesagt, komme ich bald wirklich nicht mehr mit diesem Tempo in der heutigen Welt mit, und will es ehrlich gesagt auch gar nicht.
Wie seht ihr das?? Bin schon gespannt auf eure Kommentare....

In diesem Sinne, 
Macht´s gut, 
bis dann, 
eure Jeanne

*Post enthält unbezahlte Werbung




Montag, 22. Juni 2020

Neue Wege gehen....

Melde mich zurück aus der nicht beabsichtigten Blogpause! Ja, es gibt mich noch *grins*
Wir sind nur eben mal wieder umgezogen, wieder in ein anderes Bundesland (diesmal Thüringen, jaha, richtig gelesen!..) und von daher gab es noch einiges an Arbeit zu erledigen.
Doch so langsam kehrt der Alltag wieder zurück. A propos, während des ganzen Kisten packens, flitzte ich eines Tages schnell runter ins Dorf, um einzukaufen. Und entgegen meiner Gewohnheiten, lief ich den gleichen Weg auch wieder zurück; normalerweise gehe ich nie den gleichen Weg 2 Mal- keine Ahnung, warum.... Und auf dem Rückweg fiel mir etwas auf, das ich bis dato noch NIE gesehen hab, nämlich DAS hier:

Das liegt ganz einfach daran, dass ich diesen Weg gewohnheitsmäßig immer nur in die eine Richtung gehe, was dann SO aussieht: zwar auch schön, aber jetzt nicht unbedingt SOO spektakulär!


Nur in die andere Richtung sieht man diese wunderschöne Eule im Baum:
 
Zum Glück hatte ich es aber an diesem Tag eilig, denn sonst wäre mir dieses kleine Kunstwerk wohl für immer entgangen. Wieder zu Hause beim Kisten packen, ließ mich dieses "Erlebnis" nicht mehr los und ich fragte mich, wie oft im Leben ich denn wohl bestimmte Dinge nicht wahrgenommen, sprich verpasst hab, weil ich einfach zu festgefahren in meinen Gewohnheiten bin?! Wie oft rennt man blind durch die Gegend, mit dem Kopf ganz woanders. Wie oft täte uns mehr Achtsamkeit gut oder ganz einfach mal ein Perspektivenwechsel gut, um die Welt wieder mit anderen Augen wahrzunehmen. Und genau so einen Wechsel haben wir mal wieder vorgenommen. Und wieder einmal heißt es bei uns: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!"... Im Moment finde ich, bzw finden wir, es noch toll, immer wieder Neues kennenzulernen. Neue Menschen, eine neue Gegend, neue Bräuche und eine neue Kultur. Doch auch bei uns wird früher oder später (so will ich doch stark hoffen) einmal der Zeitpunkt kommen, wo wir sesshaft werden. Wo wir ankommen und wieder Wurzeln schlagen werden. Doch bis dahin genießen wir die aufregende Reise, von der wir jedes Mal etwas mitnehmen können, an Erfahrungen, Eindrücken und Erinnerungen. Damit wir später, wenn wir alt und runzelig auf unserer Bank vor dem Haus sitzen, uns gegenseitig mit einem Glas Wein zuprosten, und jeden Satz mit: "Weißt du noch?"....beginnen können, und aus dem Erzählen gar nicht mehr rauskommen ;-)
In diesem Sinne hoffe ich, dass uns der ErzählStoff (und auch der andere ;-) so schnell nicht ausgehen mögen.....

Macht´s gut, 
bis dann,
Eure Jeanne

Dienstag, 5. Mai 2020

Mauerblümchen


Hier ein kleines Lebenszeichen von mir: es gibt mich also noch!!
Doch durch Corona hatte ich mich erstmal weggeschlossen und Masken genäht- bis ich nachts davon geträumt hab!! Aber keine Angst, ich werde hier keine davon zeigen. Der Markt ist eh schon gesättigt davon. Masken in aller bzw. auf aller Munde!!
Um den Kopf wieder frei zu bekommen, musste ich mich anderweitig beschäftigen....

Bei uns die Straße runter, gibt es ein Tuffsteinmauer, die übersät ist von kleinen Blümchen.
Und jedes Jahr um diese Zeit stehen sie in voller Blüte. Sie sehen im ersten Moment aus, wie Mini-Veilchen bzw. Mini-Stiefmütterchen. Ehrlich gesagt hab´ich absolut keine Ahnung, wie die genau heißen.....





....deshalb hab ich mir einfach einen Ableger gemacht, diesen in einen Tetrapack-Blumentopf gesteckt und ihr entsprechend einen passenden Namen gegeben:

Weiß zufällig jemand von euch, wie diese Pflanze/Blume heißt? Falls ja, immer her mit dem Wissen! ;-)

Das ganze wandert auch gleich als Mini-DIY zum Creadienstag rüber....

Ihr Lieben, macht´s gut, bleibt gesund!
Eure Jeanne 

Nachtrag:
Die Bruni, weiß zum Glück Bescheid!! Und hat mich darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Gewächs um das sog. Zimbelkraut handelt; das musste ich natürlich gleich googlen. Und dann stand doch da tatsächlich folgendes:

....Zimbelkraut (Cymbalaria muralis), auch als Mauerblümchen oder Mauer-Zimbelkraut bekannt,.....

Da musste ich dann aber doch laut loslachen. Das ist mir wirklich noch nie passiert, dass ich einer Pflanze instinktiv den richtigen Namen gegeben hab ;-) 

Liebe Bruni, von daher nochmals ein ganz herzliches Dankeschön für die Aufklärung. Ich sag´s ja immer: Bloggen bildet *lach*
 
 

verlinkt mit: creadienstag

Montag, 6. April 2020

Osterquickies

*

Corona hat unser Leben fest im Griff! Warum also nicht das beste aus der Situation machen, und sich Zeit für all die schönen Dinge nehmen, die sonst immer liegen bleiben?
Deshalb hier ein paar Bastelideen, die sich auch mit Kindern leicht umsetzen lassen.
Alles, was ihr dafür braucht, sind:

Projekt 1:
Pfeifenputzerdraht
weisse Wolle

Projekt 2:
Tonkarton oder Blankokarten

Projekt 3: Rocherkugeln
und braunen und schwarzen Tonkarton
Wolle o.ä. für die Schnurrhaare

Für Projekt 1 biegt ihr den Pfeifenputzerdraht in Form eines Hasen und bindet diesen an den Ohren mit einem farblich passendenm Nähgarn zusammen.....

Für das "Puschel-Schwänzchen" nehmt ihr einfach einen ca. 50cm langen Wollfaden.....
 

....wickelt ihn ein paar Mal um die Zinken einer Gabel....


(Am Anfang und Ende den obligatorischen Knoten nicht vergessen!)
 

Dann die Mitte mit einem anderen Faden abbinden....
 

....von der Gabel ziehen und die Enden jeweils durchschneiden....
 

...et voilà, entsteht auf diese Weise ein kleines wunderschönes Puschel-Schwänzchen!
 

Von Vorne könnt ihr das Häschen dann noch mit Schleifen verzieren und entweder aufhängen, oder  für Projekt 2: auf eine Karte kleben.
 

 
Projekt Nr. 2 könnt ihr  *HIER* nachlesen.
 
 
Und zu guter Letzt nicht nur etwas für´s Auge, sondern auch für den süßen Zahn!:
Für Projekt 3: Jeweils 2 Rocherkugeln mit dem Heißkleber aufeinander kleben, und die Ohren aus braunem Tonpapier ausschneiden und auf den Hinterkopf aufkleben. Die Augen mit dem Locher aus schwarzem Papier ausstanzen und ebenfalls am Kopf anbringen und zum Schluß die Näschen in Herzform aus braunem Papier ausschneiden oder mit einem entsprechendem Stanzer ausstanzen und mit "Schnurrhaaren" aus Paketschnur auf den Kopf aufkleben.
 

 

Und wer immer noch nicht genug hat, kann die einzelnen Häschen noch mit einem entsprechenden Schriftzug versehen.


Ich hoffe, es war für jeden etwas dabei.....

In diesem Sinne wünsche ich euch ein frohes Osterfest,
bleibt gesund, und vor allem zu Hause ;-)

Bis dann,
eure Jeanne


verlinkt mit: creadienstag
 
* Post enthält unbezahlte Werbung

Mittwoch, 25. März 2020

Keep calm and help yourself

Oder:  warum ich keine Hamster brauche!....
Oder: "I will survive"  (à la Gloria Gaynor)


Nun ist es also so weit: durch ein paar Unbelehrbare haben wir hier in Bayern nun also die Ausgangsbeschränkung. Laut Ministerpräsident Söder so wörtlich: "nicht nur, um die Mitmenschen zu schützen, sondern, um diese Menschen auch vor sich selbst zu schützen!"

Was macht das mit uns im Speziellen? Ganz ehrlich? Ich hab vieeel darüber nachgedacht, Zeit ist ja im Moment genug und ich bin zu folgendem Ergebnis gekommen: NICHTS!

Das heißt jetzt nicht, dass ich die Krise wie so viele andere, ignoriere, im Gegenteil;  wir machen weiter, wie bisher, OHNE aber in Panik zu geraten, oder, wie bei einigen Nachbarn schon zu beobachten ist, den Lagerkoller zu bekommen! Wir gehen ganz NORMAL einkaufen.  Keine Hamsterkäufe und auch nicht tonnenweise Clopapier. Allein schon aus solidarischen Gründen. (Viele müssen wahrscheinlich erst mal im Wörterbuch nachschlagen, WAS das genau heißt!)
Und so seltsam, wie das vielleicht klingen mag, aber die Corona-Krise hat mir gezeigt, dass wir tatsächlich schon sehr minimalistisch leben und laut Duden auch schon in Richtung Selbstversorger gehen.....
- In den Geschäften gibt es kein Clopapier mehr? Egal, wir haben eine "Popodusche"
- Die Nudeln sind ausverkauft? Mache ich sie halt selbst!*CLICK*
- Die Backwaren sind ebenfalls aus den Regalen verschwunden? Juckt mich nicht! Mit meinen Rezepten geht das Backen von Brot *CLICK* und Toastbrot *CLICK* kinderleicht.
- Es gibt auch kein Mehl mehr? Ich habe IMMER genug Getreide im Haus, um das Mehl selbst zu   mahlen.
- Die Drogeriemärkte sind geplündert? Wir benutzen riesige Blöcke von Alepposeife und wenden seit Jahren die "no-poo"- Methode an und haben für ganz seltene Fälle eine Haarseife, die wahrscheinlich 5 Jahre halten dürfte... Den Rest, wie Deo,*CLICK* Zahnpasta etc. mache ich sowieso selbst!
- Die Regale mit der Monatshygiene sind leergefegt?
Ich benutze seit Jahren einen Menstruationscup und die Binden und Slipeinlagen hab ich schon vor einiger Zeit selbst genäht. *CLICK*
- Das Waschmittel ist ausverkauft? Wasche ich eben mit Kastanien *CLICK*oder Efeu.*CLICK*
- Putzmittel gibt es auch nicht mehr? Ich hab einen Dampfreiniger, der bei 100°C alle Bakterien und Viren abtötet.
- Desinfektionsmittel ist nirgendwo mehr zu bekommen? Ich weiß, wie man Hände richtig wäscht und zur Not hab ich immer ausreichend Essig und Lavendelöl zum Desinfizieren im Haus.

Warum also diese Angst? Diese Panikmache? Klar, vieles ist von den Medien geschürt, denn "Only bad news are good news!" Aber laut einem Psychologen "hamstern" diejenigen unter uns, die generell sehr ängstlich sind. Die niemandem vertrauen, und sich selbst schon gar nichts zutrauen. Die sich nicht vorstellen können, diese Krise zu meistern, oder gar daran zu wachsen und dementsprechend überall nur noch schwarz sehen!! Die schon viel Verlust  und Mangel (bereits in der Kindheit?) erfahren haben oder, die einfach nur dem Herdentrieb folgen: Einer kauft wie panisch Clopapier- die anderen sehen das und machen das nach, OHNE den genauen Grund dafür zu wissen.
In Australien scheint die Lage ebenso dramatisch zu sein, wie bei uns:

Wir haben Menschen gefragt, warum sie tonnenweise Klopapier kaufen

"Wenn du glaubst, dass die Welt untergeht, warum brauchst du dafür einen sauberen Arsch?"

 Die Antwort war unisono: "Wir wissen es nicht!" Typisches Herdenverhalten also! Die Leute wussten zwar, dass sie etwas total unlogisches machten und schämten sich auch dafür, jedoch hatten sie auch keine Erklärung oder Entschuldigung zur Hand.

Tatsächlich fördert dieser fiese kleine Virus scheinbar auch die unschönen Seiten der Menschen zutage: Statt Solidarität gegenüber den schwächer gestellten in unserer Gesellschaft, Ellbogen ausfahren und Panik wie auf der Titanic. "Nach mir die Sintflut!", oder besser gesagt: "Vor mir der Eisberg?" Das gibt mir persönlich sehr zu denken.....

Covid19 zeigt uns aber, dass wir ALLE gleich sind. Er unterscheidet nicht, zwischen arm oder reich, groß oder klein, schwarz oder weiß!! Es kann wirklich jeden Treffen und keiner hat ein Mittel gegen ihn. Er zeigt uns, was die Creek-Indianer schon seit Urzeiten prophezeiten:" Und am Ende werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann!" Habt ihr euch denn nicht ebenfalls schon Gedanken gemacht, WER uns im Moment bitteschön den A.....llerwertesten rettet? Es sind nicht die Banker, die Manager, oder die Automobil-Bonzen!! Es sind die Ärzte und Pflegekräfte, die Supermarktangestellten, die Bauern und die vielen LKW-Fahrer, die sprichwörtlich "Russisch Roulette" betreiben, und ihre Gesundheit riskieren, wenn sie 2 Mal die Woche zwischen Italien und Deutschland pendeln, nur, um uns mit Lebensmitteln zu versorgen.
Und ausgerechnet diese Berufszweige sind bei uns immer noch hoffnungslos unterbezahlt! Wäre es spätestens jetzt nicht endlich an der Zeit, umzudenken und diese Mißverhältnisse zu ändern??

Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier! Und ich kann mir vorstellen, viele fallen nach der Krise wieder in alte Muster. Und dennoch, ein kleines Fünkchen Hoffnung hat sich in mir festgesetzt, dass nach Corona nicht alles wieder so sein wird, wie es wahr.
Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!!!

                                                               In diesem Sinne,
                                                      mein Appell nochmal an alle:
                                                Bleibt zu Hause und vor allem ruhig.
                            Und wenn sich alle vernünftig verhalten, ist auch für alle gesorgt.
                                                Das wichtigste aber: Bleibt gesund!!
                                                                   Eure Jeanne

Sonntag, 22. März 2020

Teil 2 (Neulich im Unverpacktladen)

*Post enthält bewusst unbezahlte Werbung



Viele wissen (leider) immer noch nicht, was genau ein Unverpackt-Laden ist, und haben entsprechend auch noch nie einen betreten. Deshalb möchte ich mit meinem heutigen Post für Aufklärung sorgen. Hilfestellung hierfür gibt ein Interview, das ich mit Sabine Riesch führen durfte. Sie ist Geschäftsführerin des Unverpackt-Ladens in Bad Tölz namens „Ois ohne“ ,was für alle oberhalb des Weißwurstäquators  übersetzt „Alles ohne“ bedeutet!

1.Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Wie habt ihr euch gefunden?
Die eigentliche Initiatorin war Diana Meßmer, die sich durch Plastikfasten mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Ihre Tochter war es auch, die während des Studiums einen Businessplan für das Konzept erstellt hat. Ich selbst kam mit dem Thema Nachhaltigkeit durch eine Freundin, die nach Australien ausgewandert ist in Berührung. Damals habe ich mir viele Gedanken gemacht und auch vieles hinterfragt und dann einfach angefangen, peu à peu umzustellen. Begonnen habe ich z.B. mit dem Badezimmer, weil das am einfachsten ist!
 
 (Hierfür bietet das Kosmetikregal alles, was das Herz begehrt: (Haar-)Seifen, Zahnbürsten, Zahnputzpulver- und tabletten, Sheabutter, ebenso wie alles für die Monatshygiene, und vieles mehr)

2. Was ist euer Antrieb
Die Welt ein Stückchen besser zu machen.
Und dem Konsumenten zeigen, welche Macht jeder einzelne doch hat!

3. Wie kommen die Sachen in den Laden? In welcher Verpackung?
Vieles kommt in Kartons und Papier. Nur aus dem Ausland kommt manches leider immer noch in Plastiksäcken an, dann aber in ganz großen 25kg- Gebinden.
Gummibärchen gibt es z.B. gar nicht plastikfrei. Deswegen verzichten wir in unserem Laden bewußt darauf und bieten statt dessen getrocknete Mangos & Co. als  Alternative an.


4. Was passiert mit der Lieferverpackung?
Am besten lässt sich das an/mit der Firma Sonett erklären: Sonett schickt uns 20l Kanister und passende Rücksendekartons auf einer Palette, mit den Rücksendekartons werden pro Karton 6 leere Kanister an Sonett zurück geschickt, die dort wieder befüllt werden.

5. Woher bezieht ihr eure Ware?
Überwiegend von regionalen Produzenten, um die Lieferwege so kurz wie möglich zu halten Unsere Seifen beziehen wir z.B. aus einer Manufaktur, die 2 Orte weiter ist. Auch unser Kaffee kommt aus einer Rösterei ganz aus der Nähe und wird in großen Metalldosen geliefert, die wir leer wieder zurückgeben. Und bei internationalen Herstellern läuft es über den Biogroßhandel.
(hier z.B. "Lupinenkaffe")

6. Ist die komplette Ware Bioqualität?
Nicht alles. Manchmal müssen wir auch abwägen, was sinnvoller ist: Die Bionudeln aus Hamburg oder die Nudeln von einer Bäuerin „um die Ecke“ ohne Bio-Zertifikat. Ebenso unser Essig, den auch ein konventioneller Bauer ganz in der Nähe selbst herstellt. Doch wir können guten Gewissens sagen, dass ca. 80% Bioqualität ist.

7.Warum ist manche Ware trotzdem teurer, als die verpackte Variante?
Weil es immer vom Lieferanten abhängig ist. Wir haben in diesem Punkt viel Recherche betrieben und auch in anderen Bioläden „spioniert“.
Und im großen ganzen haben wir unsere Preise entsprechend angepasst und liegen oftmals sogar drunter.

8.Nach welchen Kriterien stellt ihr euer Sortiment zusammen?
Wir versuchen so viele Grundnahrungsmittel (Basics) wie möglich anzubieten. Und einiges wechseln wir auch immer wieder aus. Beispielsweise haben wir z.Zt. Sojagranulat im Angebot, dafür aber keinen Grünkern. Und nächsten Monat kann das schon wieder ganz anders aussehen. 

9. Könnte man mit euren Waren ein plastikfreies Essen zubereiten?
Ja. Da fällt mir spontan, Spaghetti mit Tomatensoße ein!

10. Ihr bietet auch einen Mittagstisch und Kuchen an. Macht ihr das alles selbst? Und mit eigenen Waren?
Ja, wir kochen alles selbst, und zwar vegetarisch und vegan, „und totaaal lecker!“ (wirft eine Kundin vom Nachbartisch ein! ;-) Das Gemüse dazu bekommen wir von einer Organisation, die sich Biotop nennt. Dort wird nachhaltig, fair und solidarisch angebaut, und jedes Gemüse wird verarbeitet, egal, ob es krumm, dreibeinig oder zweiköpfig ist. Was zählt ist der Geschmack, nicht das Aussehen. Und auch der Kuchen, den wir in unserem Café anbieten ist selbst gemacht. Passend zur Fastenzeit haben wir im Moment z.B. jede Woche ein anderes Thema, und da diese Woche „zuckerfrei“ ist, bieten wir heute ein Bananenbrot an, das ich am Morgen gebacken habe.
 (Blick ins Café)
11. Wer sind eure Kunden/ Zielgruppe
Zunächst einmal logischerweise viele Tölzer. Und es kommen wirklich alle Altersgruppen. Tatsächlich auch viele ältere Leute, die diese Arte des Einkaufens ja noch von ihrer eigenen Kindheit her kennen.
Zum Mittagstisch kommen auch Schüler der Berufsschule, die sich gerne gesund ernähren, und die ewige „Leberkaassemmel“, die täglich am Schulkiosk angeboten wird „einfach nur doof finden!“

12.Wie ist die Resonanz auf den Laden hier in Bad Tölz?
Wirklich SEHR GUT! Mehr kann/muss ich dazu nicht sagen ;-)

13. Wie und wo macht ihr Werbung?
Per social medias wie Facebook, Instagram, unserer Website und über die Tageszeitung.

14. Ihr bietet in eurem Laden auch leere Gläser kostenlos für den Einkauf an. Wie seid ihr darauf gekommen?
Oftmals kommen die Leute, weil sie „nur schauen“ wollen. Doch meistens finden sie dann doch irgendwas, das sie gerne mitnehmen würden. Logischerweise haben sie keine eigenen Behältnisse dabei. So bieten wir leere Konservengläser an, die uns die Kunden mitbringen und die wir vorher nochmal durch die Spülmaschine laufen lassen. Ebenso dürfen sie auch die leeren Papiertüten von Mehl und Getreide nehmen, die wir daneben liegen haben.

15. Auf einigen eurer Abfüllröhren kleben Firmennamen. Was hat es damit auf sich?
Das sind sozusagen „Mini-Litfaßsäulen“; damit finanzieren wir den Laden, der genossenschaftlich  geführt wird. Die Einlage hängt von der Größe des Aufdrucks ab und geht bei 200€ los.
 (hier die Abfüllstation mit den Werbeaufdrucken einzelner Firmen)


Liebe Sabine, hiermit möchte ich mich noch einmal recht herzlich für das interessante und ausführliche Gespräch bedanken und vor allem, dass du dir auch noch die Zeit dafür genommen hast, während im Laden zeitweise  „der Bär steppte“  ;-)

Ich hoffe, dass (mitunter auch durch diesen Post?) noch viel mehr Menschen neugierig geworden sind, und ihre Bequemlichkeit, Scheu etc. überwinden und euch in den nächsten Tagen einen Besuch abstatten, und sei es nur, um gemütlich einen leckeren Kaffee zu trinken, während der Mann bei der Fußpflege nebenan ist ;-) (Wie mir einer ältere und nette Dame berichtete)

Und zum Abschluß möchte ich euch noch auf einen kleinen  Rundgang durch den Verkaufsraum mitnehmen:
(Betritt man den Laden, fällt das Augenmerk sofort auf die Tafel gegenüber, die grob erklärt, wie das Einkaufen hier funktioniert)
(Hier die Abfüllstation)


(Gewürze und Backzutaten, soweit das Auge reicht, was mich persönlich, besonders freut :-)

(falls man wirklich nichts dabei hat, ist dies auch nicht schlimm....)


Und auch das hier ist auch eine ganz tolle Aktion:

Und während man genüsslich seinen Kaffee trinkt, kann man in der einen oder anderen Lektüre rund ums Thema Plastikverzicht stöbern.
So, das war ein kleiner Ausschnitt aus dem Laden. Ich könnte euch noch soo viel mehr zeigen. Aber wisst ihr was? Am besten, ihr macht euch selbst ein Bild und sucht den nächsten Unverpacktladen auf. Vielleicht treffen wir uns ja dort sogar ;-)


In diesem Sinne, 
macht´s gut, bleibt gesund!!
Eure Jeanne